Reitsport: Gespannfahrer kämpfen um Titel und bieten Spektakel im Gelände

Reitsport: Gespannfahrer kämpfen um Titel und bieten Spektakel im Gelände

Der Reit- und Fahrverein Rheurdt richtet ab heute die Rheinischen Meisterschaften im Fahren aus. Gleichzeitig Titelkämpfe des Kreises Kleve.

Es sind über 40 (!) Prüfungen, denen sich von heute an bis einschließlich Sonntag die Gespannfahrer aus dem gesamten Rheinland stellen, wenn sie nach Rheurdt anreisen, um dort ihre Meister an den Fahrleinen zu ermitteln. Eingebunden in die Rheinischen Meisterschaften haben die Verantwortlichen des ausrichtenden Vereins zudem die Wertungsprüfungen um die Meisterschaft des Kreispferdesportverbandes Kleve. Kurzum, Rheurdt steht ab heute voll und ganz im Zeichen von Schärpen und Edelmetall.

Und so bereitet sich der gastgebende Verein um Petra Tissen schon seit geraumer Zeit auf das Event-Wochenende auf dem Turniergelände an der Kirchstraße 49 vor. Dazu zählt natürlich auch das Gelände, durch das am Sonntag ab 8.30 Uhr die Gespanne fahren, um die letzten Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft zu erzielen. Angefangen bei den Einspännern bis hin zum Vierspänner dürften gerade bei den Geländeprüfungen die Freunde des Fahrsports voll auf ihre Kosten kommen. Gefahren wird in der Regel in getrennten Teilstrecken, in denen bestimmte Gangarten und Zeiten (Mindest- und Höchstzeiten) einzuhalten sind. Während hier der Fahrer meist in Sportkleidung auf dem Bock des Marathonwagens sitzt, stabilisiert sein Beifahrer in schnellen Kurven das Gespann durch Gewichtsverlagerung und ruft dem Fahrer häufig die Linienführung zu. Dabei gehört insbesondere die Wasserdurchfahrt zu den Hindernissen, die als Zuschauermagnet gilt. Doch bevor die Gespanne hier ihre Meisterschaftspunkte sammeln, heißt es zunächst: Einfahren in das Fahrviereck zur Dressur.

Und die startet bereits heute. Hier müssen die Gespannfahrer in mittelschweren Prüfungen vorgeschriebene Aufgaben in den vorgegebenen Gangarten wie Schritt und Trab absolvieren. Bei der Beurteilung durch die Richter wird zudem auch Wert auf stilechte Kleidung bzw. Kutschen traditioneller Bauweise und Ausrüstung sowie den dazu passenden Pferden gelegt.

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Die Dressur wird mit Wertnoten zwischen 0 und 10 (= ausgezeichnet) bewertet. Der zweite Turniertag an der Kirchstraße steht ganz im Zeichen des Hindernisfahrens, das auch gerne als Kegelfahren bezeichnet wird. Hier kommt es in der Hauptsache auf Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Gehorsam und Durchlässigkeit der Pferde an. Je nach Schwierigkeitsgrad der Prüfung sind bis zu 20 Kegelpaare aufgestellt, deren Abstand etwa 20 bis 50 Zentimeter weiter als die Wagenspur ist. Gestartet wird hier ab 9.10 Uhr, wobei ab 9 Uhr noch Dressuraufgaben auf A*-Niveau gefahren werden. Ab 17 Uhr fahren dann am späten Sonntagnachmittag die Gespanne zu den Meisterschaftsehrungen auf.

Der Eintritt zu den Titelkämpfen ist frei und für das leibliche Wohl an allen Tagen bestens gesorgt. Weitere Informationen und die genaue Zeiteinteilung können im Internet unter www.rufv-rheurdt.de eingesehen werden.

(sder)
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