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Gelderner Reisegruppe gesund aus Andalusien zurückgekehrt

Vereine und Verbände : In Andalusien vom Virus ausgebremst

Die Gelderner Radsportler hatten sich seit Monaten auf ihre Reise nach Andalusien gefreut. Doch nach drei Tagen machten ihnen das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung.

Gerd Bloemen gehörte jetzt zu den ersten Leidtragenden der Corona-Krise. Der Gelderner Radsportler hatte bereits im vergangenen Herbst in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Kneipp-Verein eine Sportreise nach Andalusien organisiert. Am 12. März machte sich die insgesamt 13-köpfige Gruppe vom Flughafen Düsseldorf aus auf den Weg nach Andalusien. Eine Woche Aktivurlaub mit Radfahren, Laufen und Gymnastik im Fischerdorf Novo Sancti Petri – so lautete der reizvolle Plan.

Doch das Coronavirus machte den Gelderländern einen Strich durch die Rechnung. „Nach drei Tagen mussten wir unsere Rennräder abgeben. Auch am Strand und im Fitness-Studio war das Training plötzlich verboten. Die spanische Regierung hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, weil viele Menschen aus Madrid und Sevilla die Quarantäne-Bestimmungen missachtet hatten“, erzählt Bloemen. Die sportlichen Urlauber aus dem Gelderland machten das Beste aus der schwierigen Situation. Unter Regie von Bettina Schulte-Kleipaß, Übungsleiterin vom Kneipp-Verein, standen wenigstens Fitness- und Pilates-Übungen auf dem Programm. Und der unverwüstliche Gerd Bloemen lud zu etwa 800 Meter langen Jogging-Runden um den Hotel-Parkplatz ein. Die gute Nachricht: Die Gelderner sind längst wieder gesund in der Heimat eingetroffen; die Rückreise funktionierte halbwegs problemlos.

Gerd Bloemen hat die Hoffnung nicht aufgegeben, noch in diesem Jahr sportliche Wettkämpfe bestreiten zu können und bereitet sich intensiv auf die Deutsche Senioren-Meisterschaft der Radsportler vor. „Ich habe bereits 4500 Trainingskilometer hinter mir, die ich in einem sehr hohen Tempo absolviert habe. Ich befinde mich in Topform. Das liegt wohl auch an einer Ernährungsumstellung. Ich verzichte völlig auf Fleisch“, sagt der 73-Jährige.

Im nächsten Jahr soll die Reise nach Andalusien wiederholt werden – diesmal nach Möglichkeit ohne böse Überraschungen. Bloemen: „Ich hoffe doch, dass bis dahin der Spuk vorbei ist.“ Einstweilen beschäftigt den Geschäftsmann das Coronavirus auch beruflich: Gesichtsmasken sind in seinem Gelderner „Sporttreff“ zurzeit der Bestseller.