Fußball: Fußballer setzen ein Zeichen des Miteinanders

Fußball : Fußballer setzen ein Zeichen des Miteinanders

Das erste Integrationsturnier in der Halle "Am Bollwerk" war ein voller Erfolg. Resonanz übertrifft alle Erwartungen.

Fußball verbindet - das Integrationsturnier in der Gelderner Halle "Am Bollwerk" lieferte am Sonntag einen eindrucksvollen Beweis. Die Organisatoren von Grün-Weiß Vernum und der Gelderner Sprachpaten, die den Wettbewerb im Zeichen des kulturellen Miteinanders auf die Beine gestellt hatten, zeigten sich überrascht von der großen Resonanz. Mehr als 400 Sportler und Zuschauer sorgten für eine tolle Atmosphäre.

"Es haben sich so viele Mannschaften gemeldet, dass wir gar nicht alle berücksichtigen konnten. Das Turnier hätte auch zwei Tage dauern können", sagte Lorena Hütgens, die sich mit Ingo Dauben im Rahmen eines Studienprojektes an der Organisation beteiligte. Zwar waren die Kicker begeistert bei der Sache und lieferten sich spannende Spiel. Doch Ergebnisse waren eher zweitrangig. "Wir wollten mit dem Fußball verschiedene Kulturen zusammenbringen. Und dieses Ziel haben wir erreicht", erklärte Hütgens.

Die Mannschaften waren bunt gemischt. Vereinskicker, Hobbyteams und Flüchtlinge standen sich in der Halle gegenüber. Und setzten auf dem Parkett und in den Spielpausen ein deutliches Zeichen der Zusammengehörigkeit.

Die Teilnehmer zeigten sich begeistert. "Wir haben vom Turnier in der Zeitung erfahren. Auch in unserer Mannschaft haben einige Spieler Migrationshintergrund. Es war für alle Beteiligten eine tolle Sache, hier mitzuspielen", meinte der Weezer Jugendtrainer Wolfgang Anhut. Selbstverständlich konnten sich die Fußballfreunde auch stärken. Neben Kaffee und Kuchen ließen sich die Besucher beispielsweise auch arabische und syrische Spezialitäten schmecken. Ein weiterer Beleg für das freundschaftliche Miteinander: Der Erlös des ersten Integrationsturniers ist für die Gelderner Flüchtlingshilfe bestimmt.

Die sportliche Nachricht: Am Ende hatte die Hobbymannschaft "Dynamo Tresen 47" aus Straelen die Nase vorn. Nach der gelungenen Premiere sollte einer Neuauflage des Wettbewerbs nichts im Wege stehen. Vielleicht erhalten die "Dynamos" ja schon im nächsten Jahr Gelegenheit, ihren Titel zu verteidigen.

(PaD)
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