Fußball : Mit Vollgas für den Klassenerhalt

Der Kevelaerer SV muss eine 0:1-Auswärtsniederlage im Relegationsheimspiel gegen SC Radevormwald wettmachen, um nicht aus der Bezirksliga abzusteigen.

„Sekt oder Selters“ – um 17 Uhr wird das Rückspiel Kevelaerer SV gegen SC 08 Radevormwald auf dem Kunstrasenplatz der Sportanlage „Scholten“ angepfiffen. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um den Verbleib der Marienstädter in der Bezirksliga.

Das Hinspiel am Mittwoch endete mit einer 0:1-Niederlage für die Mannschaft von KSV- Trainer Ferhat Ökce. Kein Traumergebnis, aber eins, auf das man auf jeden Fall aufbauen kann. Denn die Elf aus der Wallfahrtsstadt verkaufte sich bei diesem Spiel mehr als gut, so dass der Trainer des SC Radevormwald nach dem Spiel von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft sprach.

„Natürlich ist es schade, dass uns kein Auswärtstor gelungen ist“, erwähnte Ökce und trauerte dabei den ausgelassenen Chancen insbesondere in den Schlussminuten nach. „Das spiegelt exakt unsere Saison wieder.“ Damit meinte er, dass seine Mannschaft einen enormen Aufwand betreibe, gut spiele und wenig Ertrag habe. Dennoch sei die Stimmung in der Mannschaft sowohl in der Kabine als auch auf dem Nachhauseweg nicht schlecht gewesen. „ Meine Jungs haben gemerkt, dass die Truppe mehr als schlagbar ist“, sagte Okce, „der Glaube und Wille sind da.“

SC „Rade“-Trainer Frank Dombrowski analysierte das Ergebnis äußerst nüchtern und sachlich: „Mehr kann man nicht machen. Wir haben gewonnen, wir haben kein Tor kassiert, und keiner unserer Spieler hat sich verletzt oder wurde gesperrt.“ Ganz zufrieden schien er dennoch nicht mit der Leistung seiner Mannschaft gewesen zu sein und sprach von einer der Situation angemessenen, verhaltenen Stimmung seiner Spieler nach der Partie. Er war sich sicher, dass seine Elf besser als gezeigt spielen kann und konnte nicht verstehen, weshalb sie sich so verhalten und nervös präsentiert hatte. „Bei Kevelaer habe ich vier oder fünf Jungs gesehen, die waren höchstens 21 Jahre alt und nicht so nervös wie meine Spieler“, fügte er als Beispiel an.

Der KSV-Trainer erwartet wie sein Trainerkollege Dombrowski am Samstag eine „volle Hütte bei Scholten“. Davon ist auszugehen, zumal bereits in Radevormwald die Hälfte der Zuschauer aus der Wallfahrtsstadt angereist waren. Und da der Kevelaerer SV für einige abstiegsbedrohte Vereine aus den Kreisligen noch das „Zünglein an der Waage“ ist, muss mit einem zusätzlichen Zuschaueraufkommen gerechnet werden, um die Heimmannschaft zum Sieg zu peitschen.

„Dieses Mal werden wir unsere Chancen nutzen, und es wird eine Vollgas-Veranstaltung geben“, ist sich Okce sehr sicher.

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