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Fußball-Regionalligist SV Straelen verliert 0:1 gegen den 1. FC Düren

Fußball-Regionalliga : Sorgen des SV Straelen werden größer

Die Mannschaft verliert auch gegen den 1. FC Düren mit 0:1 und ist jetzt das einzige Team in der Klasse ohne Punkt auf dem Konto. Doch es gibt einen neuen Hoffnungsträger.

Der Knoten ist beim SV Straelen wieder nicht geplatzt! Auch im vierten Spiel der Fußball-Regionalliga blieb die Mannschaft von Trainer Sunday Oliseh ohne Punktgewinn – die Sorgen an der Römerstraße werden größer. Der SVS verlor am Samstag die Heimpartie gegen den Neuling 1. FC Düren, bei dem der Kern der Aufstiegsmannschaft geblieben ist und der sich gezielt mit elf zumeist regionalligaerfahrenen Akteuren verstärkt hat, durch einen Treffer in der 81. Minute mit 0:1 (0:0). Er steht jetzt als einziges Team der Klasse ohne Zähler auf dem Konto am Tabellenende.

Sehr sachlich gab Oliseh bei der Pressekonferenz an, dass er sich während der Partie sicher war, dass die Mannschaft, die den ersten Treffer erzielt, die Begegnung für sich entscheiden würde. „Die Möglichkeiten hatten wir. Aber man hat gesehen, dass uns mal wieder die Erfahrung und Abgeklärtheit gefehlt hat. Trotzdem sind wir auf dem richtigen Weg. Wir brauchen aber noch etwas Zeit“, sagte er. „Aber ich weiß genauso gut, dass wir endlich Punkte brauchen.“

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Da konnten die ehrlich gemeinten Worte des Dürener Trainers Giuseppe Brunetto, der davon sprach, dass sich bisher keine andere Mannschaft so viele Torchancen wie der SV Straelen gegen sein Team erspielt habe, nur ein schwacher Trost sein. „Trotzdem glaube ich, dass unser Sieg verdient war“, so Brunetto. „Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit haben wir im zweiten Durchgang mehr Druck gemacht, mehr investiert und uns mehr klare Chancen herausgespielt.“

Was dem SV Straelen momentan bleibt, ist neben viel Arbeit das Prinzip Hoffnung. Die Hoffnung, dass sich am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel bei der U 23 von Fortuna Düsseldorf ein Erfolgserlebnis einstellt. Und die Hoffnung auf die Qualitäten von Serhat Koruk, um die Torflaute zu beenden. Der SVS war am Samstag bereits zum dritten Mal ohne eigenen Treffer geblieben. Der 26-jährige Mittelstürmer wurde kurzfristig unter Vertrag genommen und lief am Samstag nach nur einer gemeinsamen Trainingseinheit in der Straelener Startelf auf. „Serhat Koruk ist ein erfahrener Spieler, der in der Saison 2020/21 für den Absteiger SV Bergisch Gladbach 20 Treffer in der Regionalliga erzielt hat und anschließend von den Drittligisten SV Meppen und SC Verl verpflichtet wurde, ohne in der Liga so richtig Fuß fassen zu können“, sagte Kevin Wolze, Sportlicher Leiter des SV Straelen.

 Said Harouz (links) vergab kurz nach der Pause eine gute Chance zur SVS-Führung.
Said Harouz (links) vergab kurz nach der Pause eine gute Chance zur SVS-Führung. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Der Gastgeber präsentierte sich im Vergleich zur schwachen ersten Halbzeit am Mittwoch beim 0:1 gegen den 1. FC Kaan-Marienborn deutlich strukturierter und war zunächst das aktivere Team, während Düren eher darauf bedacht war, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Der Neuling zog beim Temperaturen von 34 Grad dann das Tempo an und kam vermehrt über seine linke Seite zu gefährlichen Aktionen. Die beste Chance des SVS vergab Jaron Vicario (39.), als er aus spitzem Winkel den Ball verzog.

Die Pause schien den Akteuren gutgetan zu haben. Denn nun bekamen die 300 Zuschauer ein wesentlich ereignisreicheres Spiel mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten zu sehen. Said Harouz scheiterte frei vor Dürens Keeper Jannik Theißen (48.). Den anschließenden Eckball setzte Dacain Dacruz Baraza knapp über den Querbalken. Markus Wipperfürth, Dürens auffälligster Spieler, spazierte mit dem Ball am Fuß quer durch den Straelener Strafraum und wurde erst in letzter Sekunde von Jannik Stevens gestoppt (51.). Zwei Minuten später scheiterte Dennis Brock am guten Straelener Torwart Julius Paris. Dann war der SVS am Zug: Einen Querpass von Jaron Vicario verpasste Said Harouz (58.). Eine Minute später die gleiche Situation: Dieses Mal verfehlte Serhat Korut die Hereingabe von Toshiaki Miyamoto.

Die anschließende Trinkpause schien den Gästen Flügel verliehen zu haben. Der SV Straelen durfte sich bei seinem jungen Torwart Julius Paris bedanken, dass er seine Mannschaft mit glänzenden Paraden im Spiel hielt. In der 81. Minute war auch er chancenlos, als der kurz zuvor eingewechselte Finn Stromberg im Strafraum nicht energisch genug angegriffen wurde und den entscheidenden Treffer erzielte.

Etwas mehr als zehn Minuten blieb dem Oliseh-Team, um wenigstens einen Punkt zu holen. Doch offensichtlich reichte die Kraft nicht mehr aus, um den nötigen Druck für eine Schlussoffensive zu entwickeln. Schiedsrichterin Annika Kost, die auch in der Frauen-Bundesliga im Einsatz ist, pfiff die Partie nach sieben Zusatzminuten ab.