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Fußball-Regionalligist SV Straelen siegt 2:1 bei SF Lotte

Fußball-Regionalliga : SV Straelen siegt im Tecklenburger Land

Die Mannschaft gewinnt auch das zweite Spiel unter der Regie des neuen Trainers Thomas Gerstner. Das Team setzt sich bei den Sportfreunden Lotte mit 2:1 durch und steht weiter auf dem zehnten Tabellenplatz.

Der SV Straelen hat auch das zweite Spiel unter Regie des neuen Trainers Thomas Gerstner gewonnen. Der Fußball-Regionalligist feierte am Sonntagabend einen 2:1 (1:1)-Erfolg bei den Sportfreunden Lotte und steht weiter in der oberen Tabellenhälfte. Der SVS verteidigte damit den zehnten Rang und hat komfortable elf Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. „Wir haben verdient gewonnen, weil wir den Sieg vielleicht auch ein bisschen mehr wollten“, sagte Thomas Gerstner, der seine Mannschaft im Vergleich zum 1:0-Heimsieg gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach auf einer Position verändern musste. Im Angriff lief Arlind Shoshi für Cagatay Kader (Erkältung) auf.

Der Erfolg der Gäste im Tecklenburger Land war verdient, weil sie über weite Strecken die klar bessere Spielanlage hatten. Der SV Straelen startete vor allem in der ersten Hälfte immer wieder gefährliche Angriffe über seine schnellen Außen. Und in der Defensive leistete die Mannschaft bis auf wenige Ausnahmen vorzügliche Arbeit. „Vor der Pause haben wir in der Abwehr teilweise etwas Harakiri gespielt, das aber in der Halbzeit angesprochen und dann besser gemacht“, so Gerstner.

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Nach dem Wechsel ließ die Straelener Abteilung Toreverhinderung überhaupt keine gefährliche Aktion des Gegners mehr zu, was auch daran lag, dass es dem Gerstner-­Team gelang, die Sportfreunde immer wieder früh beim Aufbau zu stören. Das einzige große Manko war, dass der Regionalligist nicht mehr aus seinen Chancen machte. Die Partie blieb deshalb bis zum Abpfiff spannend.

Der SV Straelen brauchte in Lotte ein paar Minuten, um auf Touren zu kommen. Er nutzte dann gleich seine erste große Gelegenheit zur Führung, die Abwehrchef Adli Lachheb nach einem Freistoß von Tobias Peitz per Kopf erzielte (14.). Anschließend hatten die Gäste einige Chancen, um schon früh für eine Vorentscheidung zu sorgen, wobei sie vor allem bei Standardsituationen immer gefährlich waren. Erneut Adli Lachheb verfehlte nach einer Ecke mit einem Kopfball das Tor nur um Haaresbreite(18.). Gianluca Rizzo schoss aus 17 Metern knapp über die Latte (22.). Irwin Pfeiffer verfehlte eine Hereingabe nur knapp (24.) – der zweite Treffer der Gäste schien nur eine Frage der Zeit zu sein.

Fast aus dem Nichts fiel dann aber der Ausgleich der SF Lotte, den Exauce Andzouana nach einem Freistoß per Kopf markierte (26.). Doch der SV Straelen spielte weiter unbeirrt nach vorne und hatte durch Tobias Peitz (29.) und Kelvin Lunga (31.) sofort wieder gute Chancen. Allerdings gestalteten die Sportfreunde Lotte die Partie nun etwas ausgeglichener, weil der SVS in der Defensive nicht ganz so konzentriert agierte. Der Gastgeber jubelte in der 39. Minute auch erneut. Doch einem Treffer von Andzouana wurde wegen einer Abseitsstellung zu Recht die Anerkennung verweigert.

Nach dem Seitenwechsel brauchte der SV Straelen keine längere Anlaufzeit, um seinen Rhythmus zu finden. Er drängte von Beginn an auf die erneute Führung, die Arlind Shoshi (47., 52.) schon in der Anfangsphase der zweiten Hälfte zweimal auf dem Fuß hatte. Aller guten Dinge waren dann drei: Bei seinem dritten Abschluss in der zweiten Halbzeit hatte der Straelener Stürmer das Glück, dass sein Schuss aus spitzem Winkel von einem Akteur der Sportfreunde zur Führung der Gäste ins eigene Tor abgefälscht wurde (68.). „Er hatte sich das verdient, weil er unheimlich für die Mannschaft gearbeitet hat“, lobte Gerstner.

Kelvin Lunga (70.) und erneut Arlind Shoshi (74.) vergaben dann gute Möglichkeiten, die letzte Spannung aus einer Partie zu nehmen, die nun etwas verflachte. Der SV Straelen agierte nicht mehr ganz so offensiv. Und den Sportfreunden Lotte fehlten nicht nur in spielerischer Hinsicht die Mittel, um den Gegner in größere Verlegenheit zu bringen. Auch in kämpferischer Hinsicht hätte man vom Gastgeber, der im Rennen um den Klassenerhalt jeden Zähler benötigt, ein vehementeres Aufbäumen erwartet.