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Fußball-Regionalligist SV Straelen punktet beim VfB Homberg

Regionalligist nähert sich dem Ziel Klassenerhalt : SV Straelen bleibt in der Erfolgsspur

Der Fußball-Regionalligist trennt sich vom gastgebenden VfB Homberg leistungsgerecht mit 1:1 und klettert in der Tabelle um einen Platz. Cagatay Kader erzielt die zwischenzeitliche Führung für die Gäste.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen heißt es im Volksmund, oder, wie es Benedict Weeks, Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Straelen, ausdrückt: „Step by Step kommen wir unserem Saisonziel näher.“ Seine Mannschaft trennte sich vom gastgebenden VfB Homberg mit 1:1 (0:1). Mit dieser Punkteteilung bleiben die Straelener weiter auf der Überholspur und im fünften Spiel in Folge mit drei Siegen und zwei Remis ungeschlagen.

Durch die deutliche 2:5-Niederlage des FC Schalke O4 II beim 1. FC Köln II zog der SV Straelen an den Knappen vorbei und kletterte in der Tabelle um einen Platz auf Rang zehn. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt weiterhin zwölf Punkte. Damit sind die Weichen für das Ziel Klassenerhalt gestellt, doch das Ticket muss noch abgeholt werden.

Denn rein rechnerisch ist noch alles möglich. Und deshalb möchte man im Straelener Lager vorerst von einem frühzeitigen Erreichen des Saisonziels auch noch nichts hören.

Bevor das Spiel in Homberg begann, musste Benedict Weeks noch ein kniffeliges Problem lösen. Linksverteidiger Jannik Stevens hatte sich wegen einer Mandelentzündung krank gemeldet. Der SVS-Coach musste daraufhin die Defensive erneut umstellen. Schließlich schickte Benedict Weeks eine unerfahrene Elf mit acht U-23-Spielern auf den schwer zu bespielenden Rasen.

 Cagatay Kader (links) – hier im Duell mit Mike Koenders – erzielte das 1:0 in der 37. Minute.
Cagatay Kader (links) – hier im Duell mit Mike Koenders – erzielte das 1:0 in der 37. Minute. Foto: Heinz Spütz
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Strahlender Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen sorgten am Rheindeich dann für ideale Voraussetzungen, um Fußball zu spielen. Doch die Partie weckte keine Frühlingsgefühle bei den handverlesenen Zuschauern im Stadion und den rund 150 Leuten, die von außen ihre mit Masken abgedeckten Nasen durch den Absperrzaun des PCC-Stadions drückten.

Nach 90 Minuten hatte sich keiner der beiden Torwarte in einer Spielszene wirklich auszeichnen müssen. Zu harmlos agierten die beiden Sturmreihen. Oder, um bei der Formulierung der beiden Trainer zu bleiben, die Abwehrreihen standen sicher und kompakt und ließen kaum etwas zu.

Die Homberger legten zuerst einen Gang ein und wirkten agiler und giftiger, ohne aber die neu formierte Straelener Abwehrreihe um Adli Lachheb in ernsthafte Verlegenheit zu bringen.

Und wenn es hinten nicht klingelt, dann leuchtet es meistens vorne – und genau so war es. Nach exakt 37 Minuten dribbelte sich Cagatay Kader im gegnerischen Strafraum gegen drei Homberger Abwehrspieler fest. Die Situation schien geklärt zu sein. Doch im Fallen kam Kader noch mit den Fußspitzen an den Ball heran, und dieser fand zur Überraschung von VfB-Keeper Philipp Gutkowski, dem offensichtlich die Sicht versperrt war, den Weg über die Torlinie.

Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff hätte Kader beinahe das 2:0 gegen seinen Ex-Verein erzielt. Sein gefühlvoll getretener Freistoß aus 20 Metern verfehlte nur knapp das Ziel – Gutkowski wäre geschlagen gewesen.

Im zweiten Durchgang wurde das Spiel nicht besser, dafür aber intensiver. Es war nach wie vor von verbissen geführten Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Beide Teams hielten weiterhin gefährliche Situationen aus ihrem Strafraum heraus. – mit einer Ausnahme in der 55. Minute. Ole Päffgen, der für Stevens auf der linken Seite verteidigte und eine starke Leistung ablieferte, eroberte nach einer VfB-Ecke am eigenen Sechszehner den Ball, sprintete über den gesamten Platz, doch sein Zuspiel zum mitgelaufenen Jannis Kübler konnte Ricardo Antonaci im letzten Moment verhindern. Die Homberger fanden keine Lösungen, den Straelener Abwehrriegel zu durchbrechen, blieben aber bei ruhenden Bällen gefährlich.

Und tatsächlich war in der 57. Minute nach einem Eckball Pascale Talarski zur Stelle, der in der Nähe des Fünfmeterraumes den herunterfallenden Ball über die Linie drückte und ausglich.

Die letzte Chance gehörte den Gästen. Nach 79 Minuten spielte Tobias Peitz den eingewechselten Malek Fakhro im Strafraum frei. Gutkowski stürmte rechtzeitig aus seinem Tor heraus und konnte den Angreifer nach außen abdrängen.

Die erwartete Schlussoffensive des VfB blieb aus, die Partie wurde ohne einen Sieger von Schiedsrichter Marc Jäger abgepfiffen.

Am kommenden Samstag erwartet der SV Straelen den Wuppertaler SV. Das Hinspiel in Wuppertal endete mit einem 3:0-Sieg der Straelener und der Entlassung von WSV-Trainer Alexander Voigt.