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Fußball-Regionalligist SV Straelen holt vier weitere Neuzugänge

Fußball : Ein neuer Torjäger und ein Publikumsliebling beim SV Straelen

Stürmer Cagatay Kader vom VfB Homberg soll Shun Terada beim Neuling in der Regionalliga ersetzen. Torhüter Keisuke Ishibashi kehrt aus Velbert zurück. Der neue Trainer soll in den nächsten Tagen präsentiert werden.

Der SV Straelen ist bereit für die Fußball-Regionalliga. Der Verein hat am Wochenende die nächsten vier Neuzugänge unter Vertrag genommen. Darunter befindet sich auch ein Angreifer, der eventuell die Lücke schließen kann, die Torjäger Shun Terada nach seinem Wechsel zum künftigen Ligarivalen Rot-Weiß Oberhausen hinterlässt. Es ist gerade einmal vier Jahre her, dass sich Cagatay Kader in die Notizbücher der Scouts der Profi­klubs geschossen hatte. Im Alter von 19 Jahren hatte der Deutsch-Türke damals in der A-Junioren-Bundesliga West 21 Treffer in 22 Einsätzen im Trikot des VfL Bochum erzielt. Eine mehr als beachtliche Quote. Im Sommer 2016 heuerte er beim damaligen Drittligisten FSV Frankfurt an und eroberte am Bornheimer Hang trotz seines jungen Alters sofort einen Stammplatz. In 32 Einsätzen in der dritthöchsten Spielklasse gelangen ihm immerhin sechs Treffer. Sein damaliger Sturmpartner Fabian Schleusener zählt inzwischen zum Stammpersonal des Zweitligisten 1. FC Nürnberg.

Anschließend geriet die Laufbahn von Cagatay Kader, der unter anderen vergeblich versucht hatte, im türkischen Profifußball Fuß zu fassen, allerdings etwas ins Stocken. In der abgelaufenen Saison stellte der mittlerweile 23-Jährige, der ursprünglich das Fußballspielen bei Rot-Weiss Essen gelernt hat, immerhin wieder seine Regionalliga-Tauglichkeit unter Beweis. Für den VfB Homberg bestritt Kader insgesamt 23 Spiele und schoss sechs Tore. Jetzt möchte er noch einmal beim Regionalliga-Rückkehrer SV Straelen beweisen, dass er die Talentspäher damals an der Castroper Straße nicht umsonst auf sich aufmerksam gemacht hatte. „Ich traue Cagatay durchaus zu, dass er bei uns zu alter Stärke zurückfindet“, sagt Straelens Sportlicher Leiter Stephan Houben.

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Außerdem kehrt ein Publikumsliebling aus früheren Oberliga-Tagen an die Römerstraße zurück. Torhüter Keisuke Ishibashi hatte die Herzen der Zuschauer in der Saison 2017/2018 vor allem mit seinen spektakulären Flugeinlagen erobert. Weiteres Markenzeichen des Japaners, der in der abgelaufenen Saison für den Oberligisten Spielvereinigung Velbert im Einsatz war: Ishibashi kennt einfach keine Angst und geht keinem Kontakt mit körperlich teilweise deutlich überlegenen Kontrahenten aus dem Weg. Der SV Strae­len, der sich von seinen beiden Torhütern Daniel Szczepankiewicz und Justin Dautzenberg (beide Ziel unbekannt) getrennt hat, verhandelt zurzeit noch mit einem weiteren Keeper, mit dem sich der 25-jährige Ishibashi ein Duell um einen Stammplatz liefern soll.

 Cagatay Kader, hier im Trikot des VfR Aalen, verstärkt den Angriff des SV Straelen.
Cagatay Kader, hier im Trikot des VfR Aalen, verstärkt den Angriff des SV Straelen. Foto: FuPa

Außerdem ist sich der Regionalliga-Rückkehrer mit dem Deutsch-Kroaten Vedran Beric einig. Der 23-jährige Allrounder, der auf der rechten Außenbahn sämtliche Positionen bekleiden kann, kommt vom Oberligisten TuRU Düsseldorf. In der A-Junioren-Bundesliga war er einst für den Wuppertaler SV am Ball. „Vedran hat sein volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft und kann für uns eine wertvolle Rolle spielen“, sagt Houben.

Neuzugang Nummer vier vom Wochenende ist ein bulliger Außenstürmer, der mit der Empfehlung von neun Toren in 16 Spielen vom Mittelrheinligisten FC Hürth kommt. Der 25-jährige Manuel Kabambi ist 1,92 Meter groß und bringt 85 Kilogramm auf die Waage. Houben: „Manuel hat eine enorme Schnelligkeit, die man ihm auf den ersten Blick vielleicht gar nicht zutraut.“

Damit sind die Planungen des SV Straelen, der wahrscheinlich in den nächsten Tagen den Nachfolger von Trainerin Inka Grings präsentieren wird, noch nicht abgeschlossen. „Wir beschäftigen uns noch mit dem einen oder anderen möglichen Neuzugang, der uns helfen kann, in der Regionalliga eine gute Rolle zu spielen“, sagt Houben.