Fußball-Regionalliga: Straelen hat keine Angst vor Rot-Weiß Oberhausen

Rückrundenauftakt : Straelen hat keine Angst vor großen Namen

Fußball-Regionalliga: Der SVS empfängt am Samstag zum Rückrundenauftakt Aufstiegskandidat Rot-Weiß Oberhausen.

Der SV Straelen blickt auf eine gute erste Halbserie zurück. ach dem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden gegen Wattenscheid 09 hat der Regionalliga-Aufsteiger starken 22 Punkten auf dem Konto – eine Leistung, die nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Oberliga kaum einer den „Grün-Gelben“ zugetraut hätte. Mit fünf Siegen, sieben Unentschieden und fünf Niederlagen liegen sie im Mittelfeld der Tabelle auf Platz elf.

Eine Bilanz, die auch für SV-Boss Hermann Tecklenburg in Ordnung ist: „Richtig zufrieden wäre ich, wenn wir fünf Punkte mehr auf dem Konto hätten. Aber unter dem Strich bin ich mit dem Abschneiden der Mannschaft einverstanden.“

Weiter geht es Schlag auf Schlag: In Rot-Weiß Oberhausen wird am heutigen Samstag um 14 Uhr der nächste Hochkaräter an der Römerstraße vorstellig. Bei ihrem Regionalliga-Auftakt im Niederrhein-Stadion musste sich der Aufsteiger trotz der zahlreichen und stimmgewaltigen Fans noch mit 0:2 gegen den „großen RWO“ geschlagen geben. Die sogenannte Angst vor großen Namen hat der Regionalliga-Neuling seitdem aber längst abgelegt. Die jüngsten Unentschieden gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund II (1:1), beim Tabellenführer Viktoria Köln (2:2) und gegen Wattenscheid unterstreichen das.

Die Kleeblätter sind die Mannschaft der Stunde, holten 13 Punkte aus den letzten fünf Spielen und schlossen nach der „Uli Hoeneß’schen Rechnung“ die Hinrunde auf Platz zwei ab – punktgleich mit dem BVB, allerdings schon sieben Zähler hinter Köln. „Oberhausen gehört zu den absoluten Top-Teams in der Liga. Die wollen an der Viktoria dran bleiben und dürfen sich gegen uns keinen Lapsus erlauben“, lautet die Einschätzung von SVS-Trainer Marcus John, der seine Mannschaft in der Partie als Außenseiter sieht und mit einem weiteren Unentschieden daher sicher nicht unzufrieden wäre.

„Natürlich sind wir Favorit“, kontert RWO-Coach und -Legende Mike Terranova, „aber das sind wir eigentlich in jedem Spiel. Selbstverständlich wollen wir die drei Punkte mitnehmen, aber auch das wollen wir immer.“ Als kleinen Außenseiter sieht er die Grün-Gelben keineswegs: „Straelen braucht sich nicht zu verstecken, sie sind in der Liga keine Unbekannten mehr und präsentieren sich nicht wie ein typische Aufsteiger.“

Sein Gegenüber John scheint, nachdem sich das SVS-Personalkarussell auch noch zu Beginn der Hinrunde ordentlich gedreht hatte, mittlerweile seine Stammelf gefunden zu haben und kann eine eingespielte Mannschaft auf den Platz schicken. Zufrieden ist John deshalb nicht. „Sieben Treffer haben wir alleine in den ersten 25 Minuten kassiert“, hat er bei der Analyse der Hinrundendaten erkannt. „Das Problem, von der ersten Spielminute an hellwach zu sein und nicht erst ab der 45. Minuten, ist in meinen Augen ein reines Konzentrationsproblem. Das wurde während der Trainingswoche deutlich vor der Mannschaft angesprochen.“

Yodan Kim hat seine Rot-Sperre abgesessen und kehrt in den Kader des SVS zurück. Tugrul Erat, der sich nach seiner Verpflichtung während der Saison sofort als wichtige Stütze etablierte, zog sich gegen Wattenscheid hingegen einen Muskelbündelriss zu und wird für einige Wochen ausfallen. Bei den Kleeblättern sah Stürmer Philipp Gödde im Spiel gegen SV Verl die Gelb-Rote Karte und wird sich das Spiel von der Bank aus anschauen müssen.

Die Vereinsführung des SV Straelen weist die Zuschauer nochmals darauf hin, möglichst nicht auf den letzten Drücker zum Spiel zu erscheinen, da ansonsten längere Wartezeiten an den Kassen einkalkuliert werden müssen.

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