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Fußball-Landesliga: Zuversicht beim TSV Wachtendonk-Wankum

Fußball-Landesliga : TSV Wachtendonk-Wankum noch auf Stürmersuche

Nach der schweren Verletzung von Kevin Zülsdorf ist das Personal im Angriff etwas knapp. Warum Trainer Guido Contrino der Saison trotzdem zuversichtlich entgegenblickt.

Guido Contrino blickt immer noch mit äußerst gemischten Gefühlen auf das Wochenende zurück, an dem sein Team sein erstes Testspiel bestritten hat. Die erfreulichen Momente erlebte der 50-jährige Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Wachtendonk-Wankum am späten Sonntagabend, als die italienische Nationalmannschaft im Wembley-Stadion nach Elfmeterschießen Europameister wurde. Für Guido Contrino, der auch die italienische Staatsbürgerschaft hat und großer Fan der Squadra Azzurra ist, war dieser Triumph ein besonderer Grund zur Freude. „Ich hatte bereits alle Vorrunden-Spiele der Italiener live miterleben dürfen, aber auch zwei Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem italienischen Sieg im Finale gegen England habe ich die ganze Nacht mit einem Autokorso in Oberhausen gefeiert“, sagt Contrino.

Und in diesem Moment war auch das bitterere Ereignis für kurze Zeit vergessen, dass die Vorfreude von Guido Contrino auf das EM-Finale erheblich getrübt hatte. Denn beim ersten Testspiel des TSV Wachtendonk-Wankum gegen den Regionalligisten SV Straelen (1:2) hatte sich Kevin Zülsdorf, Stürmer des Landesligisten, bekanntlich schwer verletzt. Zülsdorf, der fünf Tage später seinen 31. Geburtstag feierte, erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Kapsel- und Innenbandriss. Er wird monatelang ausfallen. „Auch wenn meine Mannschaft gegen Straelen eine gute Vorstellung geboten hat, so stellte diese schwere Verletzung natürlich alles in den Schatten. Ich wünsche und hoffe, dass sich Kevin Zülsdorf gut erholen wird“, sagt Contrino.

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Der Wachtendonker Coach blickt der kommenden Spielzeit zuversichtlich entgegen. Als er die Aufgabe beim TSV im vergangenen September nach dem kurzfristigen und überraschenden Rücktritt von Frank Goldau, der die Mannschaft in die Landesliga geführt hatte, übernahm, war die Saison bereits angelaufen. Doch der Sprung ins kalte Wasser gelang Contrino. „Ich bin hier in Wachtendonk gut aufgenommen worden und hatte direkt einen guten Draht zur Mannschaft. Es war schade, dass die Saison dann abgebrochen werden musste, denn wir hatten einen wirklich guten Start in die neue Serie erwischt“, sagt der Coach.

In der Tat startete der Aufsteiger furios und belegte nach acht Spieltagen den fünften Tabellenplatz. Nun ist die Hoffnung groß, auch in der anstehenden Saison einen ähnlich guten Auftakt hinlegen zu können. Es gab einige Veränderungen im Kader. Fünf Akteure haben den Verein verlassen. Dem stehen sieben Neuzugänge gegenüber.

Spieler wie Cristian Voicu (SV Strae­len II), Maik Noldes oder Lewis Brempong (beide SV Hönnepel-Niedermörmter) werden zweifelsohne Lücken hinterlassen. „Ich hätte natürlich gerne alle Akteure gehalten, aber es ist Wunschdenken, dass alle zusammenbleiben. Doch ich glaube, dass wir mit den Neuzugängen, die schon in höheren Klassen gespielt haben, adäquaten Ersatz gefunden haben. Wir werden wieder mit einer starken Mannschaft an den Start gehen“, sagt Guido Contrino. Neu beim TSV Wachtendonk-Wankum sind Lukas Schickel (VfL Tönisberg), Julius Pasch (SC Auwel-Holt), Nikolas Dennesen (DJK Twisteden), Nico Drummer, Pascal Gubala (beide Union Nettetal), Can Cetin (SV Sonsbeck) und Markus Keppeler (ASV Süchteln).

Wie schon in der vergangenen Saison ist der Kader des Landesligisten mit 20 Feldspielern und zwei Torhütern nicht allzu groß. Das ist für Guido Contrino allerdings kein Problem „Wir wollten den Kader auch nicht unnötig aufblähen. Bei 14 Mannschaften in der Gruppe und somit nur 26 Spielen in der Saison dürfte es reichen“, sagt er. Nach der schweren Verletzung von Kevin Zülsdorf wird das Personal in der Abteilung Offensive indes bereits etwas knapp. Denn schon vor dem Ausfall des Angreifers war der TSV auf der Suche nach einem weiteren Stürmer. Der Handlungsbedarf ist jetzt etwas größer geworden.