Fußball Kreisliga B 3 : Ein Trio im Kampf gegen den Abstieg

Abstiegskampf pur in der Kreisliga B 3. Das Kerkener Derby findet beim Meister TSV Nieukerk statt.

TSV Nieukerk – FC Aldekerk II (Sa., 16 Uhr). Nieukerk ist der Meistertitel nach dem Sieg gegen Issum nicht mehr zu nehmen, bei Aldekerk schien schon vergangene Woche die Luft etwas raus zu sein. Dennoch sollte man beim Duell der beiden keinen lauen Sommerkick erwarten.

„Ein Derby ist immer eine besondere Angelegenheit, da will keiner verlieren“, betont Aldekerks Trainer André Lemmen. Die Gäste haben außerdem die Chance sich, für die 1:6-Klatsche aus dem Hinspiel zu revanchieren. Für Nieukerks Trainer Wilfried Steeger bietet die letzte Partie noch weitere Motivationen:

„Wir wollen unsere Serie festmachen und den zwanzigsten Sieg in Folge einfahren“. Des Weiteren könnte man die auf das Derby folgende Abschlussfeier der ersten beiden Mannschaften mit einem Sieg wohl noch etwas mehr genießen.

Grün-Weiß Vernum II – SV Herongen II (So., 15 Uhr). Die Partie zwischen Vernum und Herongen ist die einzige am Wochenende, in der es für beide Mannschaften noch um alles geht. Am Ende könnten aber sogar beide absteigen, je nachdem, was in Broekhuysen passiert.

„Wir haben es leider nicht mehr selbst in der Hand. Am Sonntag müssen wir einfach unsere Hausaufgaben machen und drei Punkte holen“, sagt Vernums Trainer Dirk Jung.

Falls Geldern zeitgleich nicht gewinnen sollte, würde man damit auf den möglichen Relegationsplatz vorrücken. Herongens Chancen sind da etwas geringer. Aufgrund des deutlich schlechteren Torverhältnisses müsste bei einem eigenen Erfolg gleichzeitig eine Niederlage Gelderns eintreten, um noch den Abstieg zu verhindern. Bei einem Unentschieden würden beide Teams absteigen, wenn nicht Geldern ungewöhnlich hoch in Broekhuysen verlieren sollte.

Sportfreunde Broekhuysen II – GSV Geldern II (So., 15 Uhr). „Wir haben jetzt noch ein Finalspiel, da werden wir alles raushauen“, verspricht Gelderns Spielertrainer Erdi Ezer. Durch den Sieg gegen Aldekerk haben es die Gäste in der eigenen Hand, ihren aktuell elften Platz zu halten. Das könnte, abhängig von der Bezirksliga, ein Relegationsrang werden, aber auch zum direkten Abstieg führen. In jedem Fall sind drei Punkte Pflicht. Einer der Konkurrenten wird nämlich sicher punkten, wenn Vernum und Herongen im direkten Duell aufeinandertreffen. Gegen eben jenes Vernum kam Broekhuysen am letzten Spieltag nicht über ein Remis hinaus.

„Wir müssen ein ganz anderes Gesicht zeigen, um noch den dritten Platz holen zu können“, fordert Broekhuysens Trainer Carsten Schaap.

TSV Wachtendonk-Wankum II – SV Issum (So., 15 Uhr). Nach der Niederlage gegen den Spitzenreiter Nieukerk reist der SV Issum nun zum Tabellenzweiten aus Wachtendonk. Anders als letzte Woche, spielt die Partie aber gar keine Rolle im Meisterschaftskampf mehr. Und auch für Issum kann es höchstens noch darum gehen, den siebten Platz zu halten.

„Wir wollen noch mal alles mobilisieren und ein gutes Spiel abliefern“, erzählt Issums Trainer Michael Seuring dennoch. Im Hinspiel gelang das den Gästen; damals unterlag man nur knapp mit 0:1. Allgemein konnten nicht viele Teams den Wachtendonkern Punkte abknüpfen Auf dem eigenen Platz gelang das nur dem TSV Nieukerk. „Gegen Issum wollen wir unsere fast weiße Weste behalten“, formuliert Wachtendonks Trainer Jannik Wissfeld das Ziel für Sonntag.

SC Auwel-Holt II – SV Sevelen II (So., 15 Uhr). Eine etwas durchwachsene Saison geht für Sevelen am Sonntag zu Ende. Viele erzwungene Wechsel machten es schwer, Konstanz reinzubringen. Dennoch wurde der Klassenerhalt früh gesichert, und es gibt noch einen weiteren Grund zu feiern. „Wir freuen uns jetzt auf die Feier zum Vereinsjubiläum, das haben die Jungs auch verdient“, betont Sevelens Trainer Martin Winkler. Bei Auwel-Holt kann man sich wohl über den Nichtabstieg freuen. Am Sonntag reicht schon eine nicht allzu hohe Niederlage für den Klassenerhalt.

„Wir werden am Sonntag noch mal alles geben, um einen letzten Sieg einzufahren, und dann sind wir froh, dass die Saison vorbei ist“, berichtet Holts Trainer Mohamed Benkaddour.

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