Fußball: Gelderland-Derbys in Wachtendonk und Geldern

Personalsorgen in Wachtendonk : Zwei Bezirksliga-Derbys im Gelderland

Fußball: Wachtendonk muss seine Elf vor dem Spiel gegen Twisteden umbauen. Schwächelnde Gelderner empfangen Kevelaer.

Gleich zwei Lokalderbys hat die Bezirksliga am kommenden Sonntag auf dem Spielplan. Beim TSV Wachtendonk-Wankum ist die DJK Twisteden zu Gast, beim GSV Geldern tritt Aufsteiger Kevelaerer SV an. Für Schlusslicht Geldern erneut eine Herausforderung, wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Beim SV Walbeck spielt Tabellenführer Bocholt und Broekhuysen gastiert bei der Viktoria aus Kleve. Spielfrei hat der FC Aldekerk, der nur hoffen kann, dass die Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt nicht punkten.

TSV Wachtendonk-Wankum – DJK Twisteden (So. 15 Uhr). Für das Derby sind beim TSV im eh dünn besetzten Personalkarussell wieder einige Akteure ausgestiegen. Cristian Voicu muss aufgrund der fünften Gelben Karte pausieren, Marc Jansen erlitt im letzten Spiel einen Nasenbeinbruch und Marco Härtner fehlt aus beruflichen Gründen. „Ich muss halt mit dem auskommen, was zur Verfügung steht. Da will ich jetzt nicht jammern“, meint TSV-Coach Günter Abel, der allerdings Spieler aus der spielfreien Reserve zur Verfügung hat. Das Ziel am Sonntag hat Abel klar umrissen: „Wir müssen versuchen, oben dran zu bleiben, der Hinrundenplatz ist der Startplatz für die Rückrunde.“ Die Twistedener wollen versuchen, die zuletzt weniger guten Ergebnisse zu korrigieren. Dies gelang schon gegen Bocholt 26 (3:3), aber die Mannschaft ist weiter auf der Suche nach Konstanz. „Wir müssen die Leistung gegen Bocholt bestätigen und die entsprechende Einstellung an den Tag legen“, meinte dazu Trainer Andreas Holla. Ihm fehlt am Sonntag Mark Brouwers.

GSV Geldern – Kevelaerer SV (So. 15 Uhr). Nicht alleine der Lokalcharakter dürfte in diesem Spiel für eine gewisse Brisanz sorgen. Vielmehr stellt sich die Frage, wie es um den GSV bestellt ist, der als Tabellenletzter stark unter Druck steht. Das letzte Heimspiel gegen Twisteden gewann der GSV zwar deutlich, um dann aber wieder aus Emmerich-Vrasselt mit einer klaren 0:5-Schlappe heimzukehren. „Da hat man gesehen was passiert, wenn man sich nicht an die taktischen Vorgaben hält, so wie im Spiel gegen Twisteden“, meinte GSV-Trainer Joachim Dünn. Der hofft, dass sein Team wieder so auftritt wie vor zwei Wochen. „Wenn man nicht konzentriert auftritt, wird man bestraft“, meint Dünn. Der KSV, der sich zuletzt gegen Bedburg-Hau für ein gutes Spiel nicht belohnen konnte, tritt derzeit etwas auf der Stelle. „Wir werden versuchen, die letzte Niederlage gegen Bedburg in Geldern wieder wettzumachen, was aber sicher nicht einfach wird“, meinte Kevelaers Trainer Ferhat Ökce. Da hat er wohl recht, ist der GSV derzeit doch schwer auszurechnen.

Viktoria Goch - Sportfreunde Broekhuysen (So. 15.30 Uhr). Nach einer Serie von Remis hat es Broekhuysen nach zwei Siegen in Folge mal gleich auf den dritten Tabellenplatz verschlagen. Zwar war der letzte Erfolg beim FC Aldekerk nicht so überzeugend, was aber der personellen Situation in diesem Spiel geschuldet war. So war Spielertrainer Sebastian Clarke, der ebenso wie sein Co Reiner Krohn am Sonntag wieder mit von der Partie sein wird, über das Ergebnis hocherfreut: „Das war schon eine gute Leistung, zumal wir vor allem im Defensivbereich doch sehr improvisieren mussten.“ Den dritten Sieg in Folge würden die Broekhuysener gerne in Goch einfahren, doch haben sich die Gocher nach zwei Erfolgen aus der Abstiegszone freigeschwommen.

SV Walbeck – TuB Bocholt (So. 15 Uhr). Kontrastprogramm für den SV Walbeck, der nach der Niederlage gegen die abstiegsbedrohten Rindener nun den Tabellenführer zu Gast hat. Legt man diese 0:1-Pleite zu Grunde, dürfte es nun gegen Bocholt um einiges schwieriger werden. „Vielleicht wird es ja eine Lehrstunde für uns“, meint Trainer Jens Jütten, der seine Defensive noch umbauen muss, weil zwei Spieler nicht zur Verfügung stehen. Mit erst acht Gegentoren stellt der SV aktuell die beste Abwehrreihe der Liga.

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