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Fußball: A-Ligist Kevelaerer SV hat die Trainer-Krise überwunden

Fußball : Kevelaerer SV liegt wieder im Soll

Nach der Trainer-Krise hat sich der A-Ligist wieder stabilisiert. Punktgleich mit Spitzenreiter Alemannia Pfalzdorf liegen die Kevelaerer auf dem zweiten Platz.

Mit derzeit 19 Zählern aus acht Spielen steht der Kevelaerer SV, punktgleich mit Tabellenführer Alemannia Pfalzdorf, auf Rang zwei in der Fußball-Kreisliga A, Gruppe eins. Und damit auf einem Platz, der von fast allen Trainern der Konkurrenz auch vor der Saison prognostiziert wurde. Dennoch ging es beim KSV im bisherigen Saisonverlauf alles andere als ruhig zu.

Bereits nach drei Spieltagen erklärte das neue, vor der Saison installierte Trainergespann Stefan Ettwig/Stephan Gorthmanns seinen Rücktritt. Zuvor war der KSV mit den Nachfolgern von Ferhat Ökce mit einem Sieg, einer Niederlage und einem Remis etwas holprig gestartet. Über die genauen Gründe für den Rücktritt schwiegen sich alle Beteiligten aus. Sandro Scuderi übernahm in seiner Funktion als Sportlicher Leiter für zwei Partien das Zepter – mit Erfolg. Denn beide Partien gewann die junge Mannschaft mit Scuderi als Interimscoach. Ab dem sechsten Spieltag übernahmen Patrick Znak und Marcel Kempkes die Verantwortung. Auch sie konnten bis zur Corona-Pause drei Siege mit dem KSV feiern.

„Sportlich gesehen ist die Unterbrechung für uns natürlich sehr schade. Wir hatten einen guten Lauf. Allerdings war die Entscheidung richtig und alternativlos“, sagt Patrick Znak. „Die Hauptsache ist, dass die Jungs wieder Spaß am Fußball haben. Wir haben schon den Eindruck, dass nach dem Trainerwechsel noch einmal alle etwas enger zusammengerückt sind. Auch die Tatsache, dass wir den Youngsters mehr erfahrene Spieler an die Seite stellen können als noch zu Saisonbeginn, scheint sich positiv bemerkbar zu machen. Die jungen Spieler verspüren nicht mehr so intensiv den Druck, der auf ihnen lastete. Wir werden auch weiterhin verstärkt auf die Spieler unseres starken Nachwuchses bauen, haben jedoch auch gesehen, dass, um erfolgreich in dieser Liga zu sein, ein gewisser Grad an Routine mit auf dem Feld stehen muss.“

Trotz des zweifellos im Team vorhanden Personals und der aktuellen Platzierung, steht nicht ein unbedingtes Muss beim Thema Aufstieg im Raum. „Natürlich wollen wir so lange wie möglich oben mitspielen, wissen aber auch, dass es bei einer so jungen Mannschaft Rückschläge geben kann. Deshalb müssen wir nicht um jeden Preis aufsteigen“, sagt Znak.

Aktuell sind alle Akteure mit Trainingsplänen ausgestattet. „Wir verwenden auch eine Lauf-App, die uns Trainern die absolvierten Strecken und Zeiten der Spieler zurückmeldet. Zudem sollen die Jungs Übungen zur Köperstabilisation durchführen. Auch haben wir über die App einige Team-Wettkämpfe angestoßen um die Motivation aufrecht zu erhalten.“

Sollte es zu einer Fortsetzung der Spielzeit kommen, wird der KSV mit einer aus der Trainerkrise gestärkten Mannschaft beim Thema Aufstieg mit Sicherheit ein Wort mitreden.