Fünf Mannschaften aus dem Südkreis kämpfen um den Klassenerhalt

Fußball : Gelderland ist diesmal vor allem Abstiegszone

Fußball-Kreisliga A: Gleich fünf Mannschaften aus dem Südkreis sind in den Kampf um den Klassenerhalt verwickelt.

Die Mannschaften aus dem Gelderland haben im Oberhaus der Fußball-Kreisliga Kleve-Geldern schon bessere Zeiten erlebt. Die Bilanz vor dem letzten Spieltag im alten Jahr, der am Samstag und Sonntag über die Bühne gehen soll, fällt vorsichtig gesagt durchwachsen aus. Ein Aufsteiger in die Bezirksliga ist diesmal nicht in Sicht. Die Nordkreis-Vertreter SV Rindern und Uedemer SV scheinen das Rennen um die Meisterschaft und Aufstiegsplatz zwei unter sich auszumachen. Aus dem Süden sticht bislang nur der SV Sevelen mit konstant guten Leistungen hervor. Die Mannschaft um Trainer Gunnar Gierschner hat zwar auch schon zehn Punkte Rückstand auf den Topfavoriten aus Rindern, bringt aber allemal das Zeug mit, um im neuen Jahr noch einmal angreifen zu können. Hingegen dürfte Bezirksliga-Absteiger Kevelaerer SV schon zu viele Federn gelassen haben, um sich ernsthaft mit der sofortigen Rückkehr beschäftigen zu können. Grün-Weiß Vernum steht nach einem mauen Saisonstart mittlerweile bestens da, den SV Herongen plagen ebenfalls keine Sorgen – beide Vereine fühlen sich im gesicherten Mittelfeld mit leichter Perspektive nach oben pudelwohl.

Ganz anders sieht es in der unteren Tabellenhälfte aus. Der TSV Nieukerk hat es bislang zwar geschafft, die Abstiegszone etwas auf Distanz zu halten und befindet sich somit im Soll. Doch für die Südkreis-Mitstreiter SC Auwel-Holt, GSV Geldern, Union Wetten und Arminia Kapellen geht’s ausschließlich um die „Mission Klassenerhalt“. Vor allem Marcel Lemmen hat als neuer Trainer von Schlusslicht Arminia eine wahre Herkulesaufgabe angetreten. Gerade einmal neun Punkte aus bislang 14 Spielen verheißen nichts Gutes für die geplante Aufholjagd. Ob am kommenden Wochenende Weichen in Richtung Zukunft gestellt werden können, steht noch in den Sternen. Am vergangenen Sonntag mussten vier Partien wegen des schlechten Wetters abgesagt werden – und seitdem ist keine Besserung in Sicht.

BV Sturm Wissel – SC Blau-Weiß Auwel-Holt (Sa., 14 Uhr). Im Dünendorf steht das Duell zweier Mannschaften an, die dringend Punkte im Kampf gegen den drohenden Abstieg benötigen. Die Gäste haben aktuell zwar drei Zähler mehr auf dem Konto. Doch nach der bitteren Last-Minute-Niederlage in Donsbrüggen ist die Luft für die Holter Mannschaft um Trainer Lars Allofs wieder dünn geworden. „Ich stelle mich auf eine hart umkämpfte Partie ein. Bei den aktuellen Platzverhältnissen wird das Team gewinnen, das den größeren Willen zeigt. Und ich hoffe natürlich, dass wir das sind“, sagt Allofs.

Alemannia Pfalzdorf – TSV Nieukerk (Sa., 16 Uhr). Die Gastgeber haben immer noch nicht ihren Rhythmus gefunden. In den vergangenen vier Spielen gab es drei Unentschieden und eine Niederlage für das Team des Trainer-Duos Markus Hierling/Peter Franke. Gegen den Aufsteiger möchte sich die Alemannia für die 2:3-Hinspielniederlage revanchieren und endlich wieder einen Dreier einfahren. Die Chancen stehen nicht unbedingt schlecht, denn personell geht der TSV derzeit am Stock. Entsprechend zurückhaltend blickt auch Trainer Wilfried Steeger auf das Gastspiel: „Gegen Pfalzdorf geht es für uns wohl eher um Schadensbegrenzung.“

Kevelaerer SV – SV Donsbrüggen (So., 14.15 Uhr). Nach zuvor drei Niederlagen in Serie scheint sich der Bezirksliga-Absteiger aus der Marienstadt wieder etwas berappelt zu haben. Nach einem 3:0 gegen den GSV Geldern folgte zuletzt im Nachholspiel beim TSV Nieukerk (2:0) der nächste Derbysieg. Gegen den SV Donsbrüggen möchte die Mannschaft um Trainer Ferhat Ökce den Aufwärtstrend bestätigen. Allerdings reisen die Gäste mit Selbstvertrauen im Gepäck an, denn am Sonntag gab’s einen wichtigen Heimerfolg gegen Auwel-Holt. „Bei uns wird es personell wohl wieder einmal eng. Wir werden versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten, sind aber klarer Außenseiter“, gibt sich der Donsbrügger Trainer Sebastian Roeskens bescheiden.

SV Herongen – Arminia Kapellen (So. 14.15 Uhr). Nach dem enttäuschenden Auftritt in Geldern ließen die Kicker von der Grenze zuletzt in Wetten nichts anbrennen und lösten die Pflichtaufgabe souverän mit 3:0. Der Heronger Spielertrainer Sebastian Tissen fordert auch gegen das Schlusslicht einen konsequenten Auftritt seiner Elf. „Wir werden wohl auf Asche gehen. Uns erwartet gegen Kapellen kein Spaziergang. Aber wir wollen natürlich das letzte Heimspiel im alten Jahr gewinnen.“

SV Sevelen – Union Wetten (So., 14.15 Uhr). Mit zuletzt sechs Siegen in Folge ist der SV Sevelen auf Rang drei der Tabelle geklettert. Nach dem 2:0 beim GSV Geldern zeigte sich Trainer Gunnar Gierschner zuletzt zwar nicht ganz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft – aber so etwas fällt eher unter die Kategorie Luxusproblem. An der Zielsetzung für das Heimspiel gegen den Vorletzten aus Wetten lässt er keine Zweifel aufkommen. „Wir möchten mit 34 Punkten in die Winterpause gehen. Dazu müssen wir gewinnen.“ Gäste-Coach Christian Offermanns hat klare Vorstellungen davon, wie seine Mannschaft eventuell für eine Überraschung sorgen kann: „Wir müssen endlich die Zweikämpfe annehmen und über den Kampf ins Spiel finden.“

SV Nütterden – GSV Geldern (So., 14.15 Uhr). Nach zuvor fünf sieglosen Partien hat sich der SV Nütterden zuletzt mit einem ungefährdeten 6:0 in Nieukerk zurückgemeldet. Für den Aufsteiger, der trotz der jüngsten Rückschläge immer noch Rang vier belegt, spricht außerdem die Heimstärke – die Mannschaft ist auf eigenem Platz noch ungeschlagen. Entsprechend gibt Trainer Joachim Böhmer die klare Marschrichtung vor: „Wir wollen selbstverständlich unsere Heimserie fortsetzen und auch das letzte Spiel vor der Winterpause gewinnen.“ Mit Gegenwehr der Gäste ist allerdings zu rechnen: Der GSV Geldern benötigt jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.

Uedemer SV – SG Kessel-Hommersum-Hassum (So., 14.15 Uhr). Beide Mannschaften mussten am vergangenen Wochenende eine unfreiwillige Pause einlegen. Der Uedemer SV, der bereits im Hinspiel klar mit 4:1 die Nase vorn hatte, möchte mit einem Heimsieg Aufstiegsplatz zwei festigen.

Der GSV Geldern (blau-gelbe Trikots) steht aktuell wieder einmal mit dem Rücken zur Wand. Foto: Evers, Gottfried (eve)

SV Rindern – Grün-Weiß Vernum (So., 14.15 Uhr). Das Maß aller Dinge in der Kreisliga A ist derzeit der Tabellenführer aus Rindern. Mit 41 Punkten aus 15 Spielen führt die Mannschaft die Tabelle souverän an und ist immer noch ungeschlagen. Zudem konnte das Team um Trainer Joris Ernst die bisherigen acht Heimspiele allesamt gewinnen. Daran soll sich auch gegen die Gäste aus Geldern nichts ändern. Doch Vorsicht: Die Grün-Weißen sind seit acht Spielen ungeschlagen und laufen mit entsprechend breiter Brust auf.