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Fußball: Fünf Gelderland-Teams im Abstiegskampf

Fußball : Fünf Gelderland-Teams im Abstiegskampf

Eine Standortbestimmung vor dem letzten Saisondrittel. Selbst Schlusslicht Sevelen hat sich noch nicht aufgegeben.

Es will den Fußball-Bezirksligisten aus dem Gelderland einfach nicht gelingen, sich im Abstiegskampf zu befreien. Oben liefern sich der GSV Geldern und TSV Wachtendonk-Wankum einen Zweikampf um den Relegationsplatz hinter dem kommenden Meister Fichte Lintfort. Die anderen fünf Vertreter aus dem Gelderland sind in seltener Eintracht in den Kampf um den Klassenerhalt verwickelt. Und zwar in dieser Reihenfolge von Tabellenplatz 13 bis 17: DJK Twisteden, SV Walbeck, Sportfreunde Broekhuysen, FC Aldekerk und mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz der SV Sevelen als Tabellenschlusslicht. Doch alleine sind die Gelderlandvereine im Abstiegskampf nicht, denn der beginnt mindestens schon ab dem achten Tabellenplatz beim SV Budberg, der nur sieben Punkte Abstand zum 15. Relegationsplatz hat.

DJK Twisteden Das Abstiegsgespenst übersieht keinen, auch nicht den Aufsteiger aus Twisteden, der sich bis zum Ende der Hinserie mit guten Ergebnissen geschickt im Mittelfeld der Tabelle versteckt hatte. In diesem Jahr, in dem die Ergebnisse nicht mehr so stimmen, rückten die Abstiegsplätze immer näher. Nun muss der Schalter wieder auf den Vorjahresmodus gelegt werden, und da ist Trainer Andreas Holla guter Dinge. "Das 1:1 bei Viktoria Goch war mehr als verdient und hat gezeigt, dass die Moral in der Mannschaft gut ist. Für die nächsten Spiele sind wir guter Dinge."

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SV Walbeck Vielleicht hat Trainer Jens Jütten zuletzt doch mal auf die Tabelle geschaut - dort, wo sich die Fortschritte auch zahlenmäßig niederschlagen. Es lohnt sich, haben doch die Walbecker nach einem fulminanten Rückrundenstart erstmals die Abstiegsplätze verlassen. Der kleine Dämpfer der 2:3-Niederlage in Tönisberg wird die Spargeldörfler wohl nicht in die lethargische Spielweise der Hinrunde zurückwerfen. "Wir haben nachgewiesen, dass wir Fußballspielen können. Wenn es so weiter geht und die Ergebnisse stimmen, bin ich in Sachen Klassenerhalt positiv gestimmt", so Trainer Jütten.

SV Sevelen Es geht theoretisch ja immer noch was, sogar für Sevelen, das viele schon als Abstiegskandidat Nr. 1 abgeschrieben hatten. Elf Mal treten die Sevelener auf jeden Fall noch in der Bezirksliga an und somit sind noch 33 Punkte zu vergeben. An der Seitenlinie steht dann mit Gunnar Gierschner ein neuer Trainer. Wunder mag auch er nicht vollbringen, einen Motivationsschub dürfte es der Mannschaft aber wohl geben. Die Planungen gehen definitiv nicht in Richtung A-Liga, man will sich im Abstiegskampf noch einmal neu aufstellen.

Sportfreunde Broekhuysen Noch weigern sich die Sportfreunde beharrlich, aus ihren Nachholspielen Nutzen zu ziehen. Der Ausreißversuch am Ostermontag beim VfB Uerdingen endete mit einer am Ende doch klaren 1:4-Niederlage. Eine beständige Unbeständigkeit hat sich im Laufe der Spielzeit eingeschlichen, gewisse Spiele leichtfertig wegzuschenken. Ein Grund dafür sind sicher auch die Langzeitverletzten Marwin Driessen und Finn Helders, die schon mal Spiele entscheiden konnten. "Wir müssen wieder mehr Stabilität in unser Spiel reinbringen. Ich bin überzeugt, dass uns das wieder gelingt, und wir uns von den Abstiegsplätzen absetzen können", erklärt Spielertrainer Sebastian Clarke.

FC Aldekerk Der Tabellen-16. hat in den kommenden Wochen einige Hürden zu nehmen. Auf dem Programm stehen die Top-Four der Tabelle: Fichte Lintfort (auswärts), dann spielfrei, TSV Wachtendonk-Wankum (auswärts), SGE Bedburg-Hau (auswärts) und schließlich der GSV Geldern, zur Abwechslung mal wieder in heimischer Umgebung. Als Kabinensong empfiehlt sich der Hit von Xavier Naidoo "Dieser Weg wird kein leichter sein". Dass man aber auch gegen Top-Teams Erfolgserlebnisse feiern kann, hat zuletzt der SV Walbeck vorgemacht, gegen den die Aldekerker zuletzt unglücklich verloren. So ist auch FCA-Coach Marc Kersjes verhalten optimistisch, in den Spielen gegen die Top-Teams nicht als Punktelieferant zu agieren. "Wir werden unsere Möglichkeiten haben, um auch in den Spielen gegen Mannschaften aus dem Tabellen-Oberhaus zu punkten. Wenn es uns gelingt, unser Spiel nach vorne zu verbessern, bin ich nach wie vor davon überzeugt, in der Liga zu bleiben", erklärt Aldekerks Trainer Kersjes.

(ksch)