Frauenfußball: SV Walbeck vor dem Saisonstart

Frauenfußball : Trainer Thomas Kuhnen tritt in große Fußstapfen

Frauenfußball-Niederrheinliga: Der neue Coach des SV Walbeck möchte erfolgreiche Arbeit von Heinz Willi Hegger fortsetzen.

Neun lange Jahre hatte Heinz Willi Hegger bei der Frauenfußball-Mannschaft des SV Walbeck das Sagen. Im Sommer war nach dieser Zeit, die von vielen Erfolgen geprägt war, Schluss für den erfahrenen Coach. Neu auf dem Chefsessel des Trainers sitzt für die kommende Saison Thomas Kuhnen, und der findet für seinen Vorgänger lobende Worte: „Wir haben von Heinz Willi Hegger eine gute Mannschaft übernommen, die top ausgebildet ist.“

Thomas Kuhnen ist am Bergsteg kein Unbekannter. Zuletzt trainierte er die Walbecker A-Junioren, vor einigen Jahren die zweite Herrenmannschaft. Aber auch im Frauenfußball hat Thomas Kuhnen bei den Reserveteams schon Erfahrungen gesammelt. Unterstützt wird der neue Mann an der Seitenlinie vom Kevelaerer Rolf Sturme, Fußballer aus Leidenschaft und als Vater der Spielerin Hannah Sturme schon viele Jahre dem Walbecker Frauenfußball verbunden. Daneben gehört Rudi Germes zum Team, der in Doppelfunktion weiterhin die U 17-Mannschaft betreut. „Die Juniorinnen trainieren einmal in der Woche zusammen mit der Ersten, damit wir den Nachwuchs gezielt fördern können“, erklärt Germes.

Die Integration der Nachwuchsspielerinnen ist von großer Bedeutung. Denn die aktuelle Niederrheinliga-Auswahl spielt schon fast zehn Jahre mit nur wenigen personellen Änderungen zusammen – da kann etwas frischer Wind nicht schaden. Bereits in der vergangenen Saison stießen in Luisa Pastoors und Christina Dellen zwei Talente aus den eigenen Reihen zum Team, diesmal kommt Rebecca Peschges hinzu. „Das ist natürlich ein Riesensprung für die Mädchen. Wir müssen sie behutsam aufbauen“, sagt Kuhnen. Personell hat sich am Bergsteg wenig getan. Neben Rebecca Peschges wird Sabine Krawaters aus der Reserve aufrücken. Drei Abgänge sind zu verzeichnen: Torhüterin Julia Westkamp pausiert; Fabienne Vogel spielt künftig in der Zweiten. Schwer ins Gewicht fällt der Verlust von Abwehrchefin Wenke Grütter, die wegen ihres Studiums in der kommenden Serie für die Warendorfer Sportunion aufläuft.

Die Walbecker Verantwortlichen stellen sich auf eine schwierige Saison ein. Mit Ausnahme der Aufsteiger VfR Warbeyen und Spvgg. Steele bringen alle Konkurrenten viel Regionalliga-Erfahrung mit. Zum engsten Favoritenkreis zählen die Regionalliga-Absteiger GSV Moers und CfR Links. „Ich rechne insgesamt mit einer sehr ausgeglichenen Liga. Wir wollen uns in der oberen Tabellenhälfte etablieren“, erklärt Kuhnen. Zum Auftakt wird der SV Walbeck gleich einmal auf eine harte Probe gestellt – am Sonntag stellt sich ab 13 Uhr der GSV Moers am Bergsteg vor. Die Generalprobe ging gründlich daneben – in der ersten Runde um den Niederrhein-Pokal gab’s ein 0:1 gegen den Bezirksligisten VfL Repelen.

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