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Fußball: Felix Lamers ist mit Abstand bester Torjäger

Fußball : Felix Lamers ist mit Abstand bester Torjäger

In der Fußballsaison 2013/14 hat der Walbecker Bezirksligakicker nahezu einen Durchmarsch hingelegt. Seit dem zweiten Spieltag führt der 22-Jährige die Ballermann-Wertung der Volksbank und RP an. Platz zwei und drei gehen an Straelens Sebastian Clarke und David Kalokoh.

Mit einem deutlichen Vorsprung von 7,5 Punkten hat Felix Lamers den Sieg in der RP-Ballermann-Wertung nach Walbeck geholt. Der beste Torjäger des Gelderlandes erzielte 31 Tore - 19 davon im Bezirksligateam von Andreas Holla. Denn der Walbecker Coach hatte den Top-Torjäger noch vor der Winterpause aus der Zweitvertretung (Kreisliga B) nach oben gezogen, um den Ligaverbleib zu sichern. Dies hat zwar nicht geklappt, doch das lag sicherlich weniger an Lamers. Nachdem sich der 22-Jährige an das schnellere Tempo gewöhnt hatte, schoss er sich auch in der höheren Klasse warm. "Ich kam immer besser zurecht, dennoch hätte ich nicht erwartet, dass ich auch in der Rückrunde meine Torquote weiterhin so hochhalten könne", sagt der Torschützenkönig, der in der Rückrunde im Schnitt ein Tor pro Spiel erzielte. Er ergänzt schüchtern: "Das macht mich ein bisschen stolz."

 Platz drei: David Kalokoh lebt sich in der Landesliga schnell ein.
Platz drei: David Kalokoh lebt sich in der Landesliga schnell ein. Foto: seyb

Doch die Freude über die Auszeichnung als bester Torschütze des Gelderlandes wird durch den Abstieg seines Teams in die Kreisliga A nach 27 Jahren getrübt: "Wenn wir ein paar Tore mehr geschossen hätten, dann hätten wir uns noch retten können", sagt Lamers, dessen Ehrgeiz zum Ende hin besonders geweckt wurde. "Zum einen waren es wichtige Tore im Kampf gegen den Abstieg, zum anderen wollte ich dann nach so langer Zeit auch nicht mehr die Spitze der Torjägerliste abgeben", sagt der Walbecker. "Viele Freunde und Teamkameraden haben mich immer wieder angespornt, und mir immer die aktualisierte Ballermann-Wertung abfotografiert und geschickt." Gerade in den Heimspielen netzte der 22-Jährige mehrmals doppelt ein.

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Ob der Torjäger jedoch in der kommenden Saison erneut für den SVW antreten wird, ist noch fraglich. Lamers plant, ein halbjähriges Praktikum zu absolvieren, für das er wahrscheinlich wegziehen muss. "Falls ich hierbleibe, wird es allerdings schwierig sein, die Leistung zu toppen. Ich werde dann kaum noch trainieren können", sagt Lamers, ergänzt aber: "Allerdings bin ich ein Stürmer und stehe auf dem Platz, um Tore zu erzielen."

Obwohl sich Sebastian Clarke zwischenzeitlich sogar punktgleich mit auf den ersten Platz schieben konnte, hat der Straelener Landesligakicker seinen Konkurrenten letztlich doch ziehen lassen müssen. Clarke belegt mit 21 Toren (33 Punkten) den zweiten Rang. "Das ist für mich persönlich eine schöne Nebensache, zumal ich in der vergangenen Saison so sehr mit kleineren Wehwehchen zu kämpfen hatte", sagt der Straelener Mittelfeldstratege. Diese Saison hingegen absolvierte er alle 30 Spiele und blieb verletzungsfrei. "So viele Tore in einer Saison habe ich das letzte Mal in der Jugend geschossen", sagt der 29 Jahre alte Führungsspieler. Mit Interesse und vor allem großen Ehrgeiz verfolgte er die Torjägerliste. "Das ist wie beim WM-Tippspiel, wenn man oben in der Tabelle steht, schaut man immer wieder interessiert nach." Der Straelener Kicker macht deshalb gleich bei zwei WM-Tippspielen mit - eins mit Arbeitskollegen, eins mit Freunden. Unter den ersten Dreien - zumindest zwischenzeitlich - steht er derzeit nur bei einem.

Zufriedener ist der Lehrer, wenn er es selbst auf dem Platz in der Hand hat. Für seine Leistungen auf dem Platz gibt es auch viel Lob von Trainer Sandro Scuderi. "Ich freue mich für ihn. Es ist eine wirklich starke Leistung, zumal Sebastian sich als Mittelfeldspieler gegen zahlreiche Stürmer durchgesetzt hat." Der Coach ergänzt: "Er hat große Erfahrungen und weiß genau, was er tut. Und seine Schussqualität ist sehr bemerkenswert."

Aber Scuderi hat nicht nur einen Top-Torjäger in seinen Reihen. Auch der dritte Platz geht nach Straelen: David Kalokoh, der in der Winterpause vom SV Herongen zu den Grün-Gelben wechselte, rangiert mit 32,5 Punkten knapp hinter seinem Teamkollegen. "Dass wir den zweiten und dritten Platz erreicht haben, zeigt, was in uns steckt und bestätigt, was wir für eine tolle Saison gespielt haben", sagt der Coach zufrieden. "Dennoch haben die Beiden das nicht im Alleingang geschafft, dahinter steckt das ganze Team.

Kalokoh, der in der Winterpause zu den Grün-Gelben kam, hatte sich schnell an die höhere Spielklasse gewöhnt: Ebenso wie in der Hinrunde in der Kreisliga A (13 Treffer) legte er nach der Winterpause weitere 13 Tore nach. "Er ist ein kompletter Stürmer, der sehr kopfballstark und technisch versiert ist", lobt Scuderi. "David hat einerseits die Ruhe am Ball, andererseits überlegt er nicht lange, wenn sich ihm eine Chance bietet."

(RP)