Fußball : FC Aldekerk II verpasst den Befreiungsschlag

Fußball-Kreisliga B, Gruppe 2: Die Aldekerker Reserve muss nach 0:2 gegen die DJK Twisteden II auf einem Abstiegsplatz überwintern.

Am letzten Spieltag der Fußball-Kreisliga B, Gruppe 2, vor der Winterpause fielen vier Begegnungen dem Wetter zum Opfer. Von den Absagen betroffen waren sämtliche Spitzenteams, so dass der SV Veert unverändert als Tabellenführer mit einem Drei-Punkte-Vorsprung ins neue Jahr startet. Im Tabellenkeller verbuchte die Reserve des TSV Nieukerk am „Aermen Düwel“ einen überaus wichtigen Kantersieg. Hingegen verpasste der FC Aldekerk II den möglichen Befreiungsschlag und hatte mit 0:2 gegen die DJK Twisteden II das Nachsehen.

TSV Nieukerk II – DJK Labbeck-Uedemerbruch 4:0 (3:0). Die Nieukerker Reserve erwischte einen Sahnetag und zerlegte die Gäste aus Labbeck mit 4:0. Damit zogen die Hausherren an ihrem Gegner in der Tabelle vorbei und machten einen Sprung auf Platz elf. „Wir haben das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten und auch können. Wir hätten auch noch höher gewinnen können“, zeigte sich Nieukerks Trainer Alexander Gubbels nach dem Abpfiff rundum zufrieden. Schon zur Pause lag der TSV durch zwei Treffer von Mirco van Bergen und Daniel Kleinmanns mit 3:0 vorne. Tim Nitsch setzte den Schlusspunkt. „Wir haben verdient verloren, Nieukerk hat heute viel mehr gemacht“, meinte Labbecks Trainer Dirk Friedhoff anerkennend. Es handelte sich übrigens um den ersten Heimsieg einer Nieukerker Mannschaft auf dem neuen Kunstrasen am Aermen Düwel.

FC Aldekerk II – DJK Twisteden II 0:2 (0:0). Nach der zweiten 0:2-Niederlage muss die Aldekerker Reserve als Vorletzter überwintern, obwohl sich zwischenzeitlich ein Aufwärtstrend abgezeichnet hatte. Dabei war für die Hausherren mal wieder mehr drin. „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Twisteden haben wir von unserem Tor weggehalten und hatten auf der anderen Seite zwei, drei Hochkaräter“, sagte Aldekerks Trainer Sebastian Süselbeck. Im zweiten Durchgang sah es anders aus, Twisteden steigerte sich und erzielte die Führung durch Martin Magoley. Kurz vor Schluss sorgte Sven Schrörs für die Entscheidung. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nichts mehr anbrennen lassen und insgesamt verdient gewonnen“, resümierte DJK-Trainer Andre Elbers. Die Gäste sind seit vier Spielen ungeschlagen und festigten den siebten Platz.

Grün-Weiß Vernum II – SC Auwel-Holt II 0:1 (0:0). Mit zwei Siegen in Folge hat sich die Holter Reserve eindrucksvoll im Abstiegskampf zurückgemeldet. Nach dem 2:0 gegen den FC Aldekerk II gelang jetzt in Vernum der zweite Streich. „Wir haben verdient gewonnen. Wir waren in der ersten Halbzeit mehr gewillt, das Tor zu machen, und hatten in der zweiten Hälfte auch mehr Spielfluss drin“, berichtete Holts Trainer Mohamed Benkaddour. Da gelang dann auch der entscheidende Treffer durch Julian Treffurth nach einem Freistoß. Entsprechend bedient war Vernums Trainer Dirk Jung nach der Niederlage, die einen herben Rückschlag im Abstiegskampf bedeutet: „Das war eine unterirdische Leistung, da fehlen mir die Worte.“

TSV Wachtendonk-Wankum II – SV Sevelen II 4:2 (2:0). So richtig zufrieden waren beide Trainer mit dem letzten Spiel ihrer Mannschaft in diesem Jahr nicht. Am Ende konnte sich aber Wachtendonk über drei Punkte freuen. Die Gastgeber legten stark los und nutzten die Schwächen des Gegners konsequent aus. „Wir sind erst gar nicht ins Spiel reingekommen, alle standen neben sich“, meinte Sevelens Trainer Martin Winkler. Andre Weenen, Luca Dasbach und Chris Horstmann schossen eine scheinbar komfortable 3:0-Führung heraus. Doch Sevelen gab nicht auf und kam zu den Anschlusstreffern von Jens Schwevers und Dustin Lingen. Die Partie wurde in Folge hektisch, bevor Jannik Wißfeld den Sieg für Wachtendonk klar machte. „Wir haben es unnötig spannend gemacht, insgesamt aber verdient gewonnen“, fasste TSV-Trainer Peter Orlowski zusammen.

SV Issum – Germania Wemb 6:2 (3:2). In der ersten Hälfte ging es zunächst hin und her, am Ende nahm das Spiel dann aber einen deutlichen Ausgang zu Gunsten des Favoriten. Wemb hinterließ lange Zeit einen starken Eindruck, bester Beleg waren die beiden Treffer von Piotr Gurgul in der ersten Hälfte. „Es war mehr drin heute. Wir hatten Chancen, haben dann aber einfach zu viele Tore kassiert“, ärgerte sich Wembs Co-Trainer Tahsin Özkacar. Zweimal Timo Fischer, Rene Schwenner, Philipp Tiemann, Martin Weiser und Xhordi Hyskollari erzielten die Treffer für Issum. „Wir haben den Gegner mit Fehlern zu Chancen eingeladen, insgesamt aber auch in der Höhe verdient gewonnen“, resümierte Issums Trainer Tim Knies. Für ihn war es das letzte Spiel an der Seitenline für Issum, berufliche Gründe verhindern ein Engagement in der Rückrunde. „Es war eine schöne Zeit, die mir sehr viel Spaß gemacht hat“, betonte er zum Abschluss.