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Endlich wieder Volkslauf-Atmosphäre in Weeze

Weezer Staffellauf : Fünf Kilometer für den Mannschaftsgeist

Mehr als 200 Laufsportler folgten der Einladung des TSV Weeze zum Staffellauf über den Nierswanderweg. Die Veranstalter wollten den Weg zurück zur Normalität weisen. Ein dreiköpfiges Team aus Kleve war zuerst im Ziel.

Die Laufsportszene ist endlich wieder vereint. Nach anderthalbjähriger Corona-Pause trafen sich die Athleten der Region am Samstagmittag in Weeze. Der Turn- und Spielverein hatte zur 35. Auflage des Staffellaufs über den Nierswanderweg geladen. Die Sportveranstaltung findet seit 1985 immer Mitte September statt, nur im vergangenen Jahr mussten die Laufsportler pausieren.

„Wir konnten erst Anfang September mit der konkreten Planung beginnen. Über die Anmeldungen waren wir im Vorfeld dann doch ein wenig enttäuscht. Woran das lag, wissen wir nicht genau. Vielleicht müssen sich viele Menschen erst noch an die neuen Freiheiten gewöhnen“, sagte Mitveranstalter Stefan Foreman, Geschäftsführer des TSV Weeze. Allerdings sei man sich sicher, dass es möglich ist, eine Sportveranstaltung wie den Staffellauf mit der nötigen Corona-Sicherheit über die Bühne zu bringen.

 Als „Friedensengel“ war der Gocher Christoph Krott mit von der Partie und legte mit seiner Staffel die Strecke für den guten Zweck zurück.
Als „Friedensengel“ war der Gocher Christoph Krott mit von der Partie und legte mit seiner Staffel die Strecke für den guten Zweck zurück. Foto: Norbert Prümen

So zeigte er sich im Nachgang des Events zufrieden. „Diejenigen, die da waren, haben einen tollen Tag erlebt. Die virtuellen Läufe sind nicht für jedermann etwas. Uns war daran gelegen, mit dem Staffellauf auch das Zeichen an die Szene zu senden, dass endlich wieder mehr möglich ist“, sagte Stefan Foreman. Dabei hatten jüngst erst die Organisatoren des Klever Citylaufs und des Eurorun in Kranenburg-Nütterdem von einer Ausrichtung mit hunderten Teilnehmern mit Verweis auf die Pandemie und die hohen Auflagen der Coronaschutzverordnung abgesehen.

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Deutlich mehr als 200 Laufsportler hatten sich für den Staffellauf in Weeze angemeldet. Die Starter formierten sich in Teams á drei Personen – und nicht wie in den vergangenen Jahren mit fünf Sportlern. Jeder einzelne musste die Fünf-Kilometer-Runde bewältigen, 15 Kilometer legte jede Staffel insgesamt zurück. Für den Bambinilauf hatten sich 36 Jungen und Mädchen angemeldet, sie liefen eine Stadion-Runde. „Das war natürlich ein ganz besonderes Bild, so viele glückliche Kinder zu sehen“, so Stefan Foreman.

Das sportliche Niveau des Staffellaufs sei bemerkenswert hoch gewesen. „Dabei ist die Strecke über den Sand auf dem Nierswanderweg eigentlich nicht allzu schnell“, sagte Stefan Foreman. Tatsächlich gelang dem Klever Team von Bunert ein beachtliches Ergebnis. Felix Kall, Sascha Hubbert und Christoph Verhalen – allesamt bekannte Gesichter der Kreis Klever Laufszene – feierten mit einer Zeit von 49:58 Minuten den Gesamtsieg. Es war das einzige Trio, das in Weeze unter der Marke von 50 Minuten blieb. Es folgten zwei niederländische Teams: Die Männer von „ATV Fast“ (50:53) und „Bro’s before ho’s“ (51:53).

Das schnellste Trio bei den Frauen stellte ebenfalls Bunert Kleve. Lena Weller, Carina Fierek und Anna-Lina Dahlbeck erliefen eine Zeit von 55:45 Minuten und hatten damit klar die Nase vorn. Auf Platz zwei landeten die „Janssen-Mädels“ Gesa, Annette und Renka (1:05:34 Stunden), dahinter die Laufsportlerinnen von der LG Alpen. Annika van Hüüt, Christina van Hüüt und Clara Gosebrink waren nach 1:06:22 Stunden im Ziel angekommen.

In der Gruppe Männer II (Jahrgänge 1981 und älter) setzte sich das Team „Man wird nicht jünger“ durch. Theo Aymanns, Jörg Hegenrath und Uwe Jonkmanns waren gemeinsam an den Start gegangen. Ihnen gelang eine Zeit von 58:46 Minuten. „Dieser Lauf war eine richtig schöne Geschichte, auch wenn nicht ganz so viele Teilnehmer dabei waren. Corona wird der Grund dafür gewesen sein, viele sind noch vorsichtig“, sagte Theo Aymanns.

Es sei allerdings toll gewesen, die Laufsport-Familie endlich wiederzusehen. „Es waren so viele bekannte Gesichter da, die man nun lange nicht gesehen hat. Allein dafür hat sich der Lauf schon gelohnt“, sagte Aymanns, der Stammgast bei Kreis Klever Volksläufen ist und bei seinem Heimatverein VfB Alemannia Pfalzdorf als eine echte Lauflegende gilt. „Ich hatte in der letzten Zeit viele gesundheitliche Probleme, gerade mit dem Rücken. Dafür lief es nun aus sportlicher Sicht deutlich besser als ich befürchtet hatte“, sagte er.