Volleyball: Eintracht ist ein starkes Stück Geldern

Volleyball : Eintracht ist ein starkes Stück Geldern

Volleyball-Regionalliga der Frauen: Der VC Eintracht Geldern startet mit Heimspielen gegen den TV Gladbeck (Samstag) und Union Lüdinghausen (Mittwoch) in die neue Saison. Der neue Trainer Steffen Bertram strahlt Zuversicht aus.

Kompetente und nette Menschen im Vorstand, ein engagiertes Trainerteam, eine junge Mannschaft, die in der Volleyball-Regionalliga und damit der vierthöchsten Spielklasse hochklassigen Sport bietet: Der VC Eintracht gehört zu den Sympathieträgern der Stadt Geldern. Und bei all’ den sportlichen Erfolgen, die der Verein in den vergangenen Jahren errungen hat, kommt das Heimatgefühl nicht zu kurz. In der Saisonvorbereitung sind die neuen Mannschaftsfotos im Schatten der Maria-Magdalena-Kirche und am Drachenbrunnen entstanden.

In der abgelaufenen Saison hatte das Team mit dem Gewinn der Regionalliga-Vizemeisterschaft für einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte gesorgt. Quasi auf dem Höhepunkt seines Schaffens hat sich Meistermacher Thomas Cöhnen nach sieben Jahren verabschiedet – er bleibt der Eintracht allerdings als Trainer im Jugendbereich erhalten. Und es spricht einiges dafür, dass Vorsitzender Hartmut Harmsen und seine Mitstreiter bei der nicht gerade einfachen Suche nach einem Nachfolger eine ideale Lösung gefunden haben.

„Ich habe mich hier vom ersten Moment an sehr wohl gefühlt“, sagt Steffen Bertram. Der neue Sportchef ist 25 Jahre jung, bringt aber in Sachen Volleyball jede Menge Erfahrung mit. Beim VC Bottrop stand er nach dem Abitur vor einer viel versprechenden Laufbahn, ehe ihm eine komplizierte Schulterverletzung einen Strich durch die Rechnung machte. Dafür startete der Student der Wirtschaftspädagogik frühzeitig als Trainer durch. Bertram hat bereits mehrere Nachwuchsteams trainiert und trug zuletzt beim Verbandsliga-Team des VC Essen-Borbeck die sportliche Verantwortung. Der junge Mann ist in Oberhausen aufgewachsen und damit ein echtes Kind des Ruhrgebiets.

Und dort sind die Menschen es gewohnt, schwierige Aufgaben anzupacken. Vor einer solchen steht Bertram im Gelderland durch aus. Zum einen muss er zumindest halbwegs die großen Fußstapfen ausfüllen, die Erfolgscoach Cöhnen hinterlässt. Zum anderen befindet sich die Mannschaft in einer Umbruchsituation. Maren Herbe (Auslandsjahr) und Linda Backus, die nach einem Kreuzbandriss ihre Laufbahn beendet, haben sich bereits verabschiedet. Leonie Schepers ist am Samstag im Auftaktspiel der neuen Saison gegen den TV Gladbeck noch dabei, ehe sie ebenfalls zu einem Auslandsjahr in Richtung USA tritt.

Doch Steffen Bertram ist ein Verfechter der positiven Lebenseinstellung und traut seiner neuen Mannschaft vor dem Saisonstart einiges zu. „Wir haben uns intensiv vorbereitet. Die Stimmung ist ausgezeichnet. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld ist allemal ein realistisches Ziel“, sagt der neue Coach. Dabei setzt die Eintracht einmal mehr auf Talente, die alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Laufbahn mitbringen. Aus den eigenen Reihen ist die 17-jährige Libera Anastasia Djurdjevic aufgerückt, die schon in den ersten Heimspielen gegen den TV Gladbeck und am Mittwoch gegen Union Lüdinghausen ins kalte Wasser geworfen wird, weil sich Nicole Gey im Urlaub befindet.

Jüngste Spielerin – wahrscheinlich nicht nur im Gelderner Kader sondern in der komplettten Regionalliga – ist Leonie Mülders. Die 14-jährige Schülerin kommt vom Kempener TV und gehört zum NRW-Landeskader. Aus Essen-Borbeck stößt die 17-jährige Mittelblockerin Klaudia Kapala zur Eintracht. Außerdem gibt’s aber auch eine gehörige Portion Erfahrung für das Gelderner Regionalliga-Team. Die Geschwister Bärbel Heynen und Johanna Gastens beenden demnächst ihre Babypausen und können es kaum noch abwarten, wieder ihrer sportlichen Leidenschaft nachzugehen. Und auch die 32-jährige Außenangreiferin Patricia Primus möchte es nach einer längeren Pause noch einmal wissen. Fazit: Bei der Eintracht mag vieles neu sein. Aber die Mannschaft steht weiter für guten Volleyball.

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