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Eintracht Geldern feiert Sieg der Willensstärke

Volleyball : VC Eintracht findet zurück zur alten Stärke

Volleyball-Regionalliga der Frauen: Mit dem 3:2 (16:25, 25:20, 20:25, 25:18, 15:12) gegen die SG Langenfeld macht Eintracht Geldern den dritten Sieg in Serie perfekt. Am Ende gibt der Teamgeist den Ausschlag.

(mahei) Der VC Eintracht Geldern ist endgültig in die Erfolgsspur zurückgekehrt. In einem packenden Duell feierte die Mannschaft um Trainer Steffen Bertram gegen den Tabellennachbarn SG Langenfeld den dritten Sieg in Serie und hat sich damit im gesicherten Mittelfeld der Regionalliga etabliert. Der amtierende Vizemeister hat jetzt als Tabellenfünfter 17 Punkte auf seinem Konto und darf sich in der aktuellen Form wieder vorsichtig nach oben orientieren. Die Ber­tram-Schützlinge mussten allerdings in der heimischen Halle „Am Bollwerk“ ein hartes Stück Arbeit verrichten, ehe der Erfolg unter Dach und Fach war.

Im ersten Satz ließ der Gegner aus Langenfeld gleich einmal erkennen, weshalb er vor dem Saisonstart kein Geheimnis aus seinen Titelambitionen gemacht hatte. Die Gäste rissen das Geschehen sofort an sich und lagen schnell mit 4:0 und 11:5 in Führung. Die Eintracht bekam speziell die gegnerischen Mittelblockerinnen nicht in den Griff und wurde förmlich überrannt. Mit einem 16:25 und 0:1-Rückstand wurden die Seiten gewechselt – viele Zuschauer auf den Rängen stellten sich zu diesem Zeitpunkt schon einmal auf einen unerfreulichen Nachmittag ein.

Doch wenig später gab’s schon Entwarnung. Weil schnell deutlich wurde, dass die SG Langenfeld das enorm hohe Tempo des Anfangssatzes nicht halten konnte. Die Eintracht, die mit den jüngsten Erfolgen gegen den ASV Senden und beim SC 99 Düsseldorf viel Selbstvertrauen getankt hatte, witterte jetzt ihre Chance. Bis zum Stand von 15:15 lieferten sich die beiden Kontrahenten ein spannendes und umkämpftes Spiel. Dann kam Leonie Mülders zum Aufschlag und besiegelte mit gelungenen Aktionen den Satzgewinn für die Eintracht und damit den verdienten Ausgleich.

Doch der nächste Rückschlag für die Gastgeberinnen sollte nicht lange auf sich warten lassen. Kapitänin Nicole Gey brachte das Geschehen im dritten Satz, der mit 25:20 wiederum glatt an die Gäste ging, auf den Punkt: „Wir haben nur reagiert und zu wenig agiert.“ Aber fortan lieferten die Gelderner Spielerinnen den Beweis dafür, dass sie wieder an ihre eigene Stärke glauben. Die Eintracht setzte sich konsequent gegen die drohende Niederlage zur Wehr. Die erfahrenen Gäste fanden zwar auch im vierten Durchgang immer wieder Lücken in der Gelderner Abwehr. Aber im Mittelblock hatte die Eintracht jetzt endlich den nötigen Zugriff. Und nach sicheren Annahmen, wobei sich insbesondere Nicole Gey auszeichnete, wurden die Bälle variabel verteilt. Am Ende waren es die Aufschläge von Dörthe Kallweit, die der Eintracht das 25:18 und damit den Ausgleich zum 2:2 bescherten.

Der fünfte und entscheidende Durchgang startete nach Maß für die Eintracht. Eine starke Aufschlagserie von Nicole Gey brachte der Eintracht eine schnelle 6:0-Führung ein. Die Gäste gaben sich zwar nicht geschlagen und kamen noch einmal heran. Doch beim Stand von 11:9 nahm Steffen Bertram eine Auszeit und führte seine Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße. „Heute war die Stimmung im Team der entscheidende Faktor für den Sieg. Wir haben gekämpft und die Mannschaft hat auf und neben dem Feld bis zum Schluss nicht aufgegeben. Das war einfach stark“, sagte Vize-Kapitänin Laura Dickmans nach dem Spiel.

VC Eintracht Geldern: Marie Müser, Anastasia Djurdjevic, Nicole Gey, Katrin Baumann, Dörthe Kallweit, Anja Schoofs, Klaudia Kapala Leonie Bock, Lisa Harmsen, Leonie Mülders, Laura Höing.