Volleyball: Eintracht Geldern erwischt Fehlstart

Volleyball : Eintracht Geldern erwischt Fehlstart

Volleyball-Regionalliga der Frauen: Die Mannschaft um Trainer Thomas Cöhnen verliert das Auftaktspiel bei der SG SV Werth/TuB Bocholt mit 1:3 (25:19, 23:25, 19:25, 14:25). Im zweiten Satz verspielen die Gäste einen klaren Vorsprung.

Für den Tabellenvierten der Vorsaison wachsen die Bäume nicht in den Regionalliga-Himmel. Die Volleyballerinnen des VC Eintracht Geldern sind mit einer überraschenden Niederlage gestartet. Die Mannschaft muss sich diesen Fehlstart ankreiden lassen. Denn nach einer gelungenen Anfangsphase verlor die Eintracht in Bocholt zwischenzeitlich völlig den Faden.

Speziell im ersten Satz schienen die Schützlinge von Trainer Thomas Cöhnen ihrer Favoritenrolle problemlos gerecht werden zu können. In der Annahme hinterließ die Eintracht einen sehr konzentrierten Eindruck. Und auch der druckvolle Angriffsschlag ließ nicht lange auf sich warten. Da außerdem Alina Verheyen und Dörthe Kallweit mit ihren Aufschlägen fleißig punkteten, ging der erste Durchgang folgerichtig mit 25:19 an die Gäste. Anschließend sprach einiges für einen ungefährdeten Auswärtssieg. Die Eintracht hatte zunächst auch im zweiten Satz Vorteile - allerdings nur bis zu einer 17:10-Führung. Anschließend kämpfte sich die SG Werth/Bocholt zurück ins Geschehen und holte Punkt um Punkt auf. "Das war die entscheidende Phase. Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff, haben uns dann aber viel zu viele Fehler geleistet. Das hat uns den zweiten Satz und letztlich das gesamte Match gekostet", sagte Co-Trainer Thore Carsten nach der Begegnung.

Im dritten Satz waren die Gäste zunächst völlig von der Rolle und gerieten mit 0:8 und später 7:21 in Rückstand. Jetzt erst wehrte sich die Eintracht und kam noch einmal heran. Doch dieses Engagement kam zu spät. Mit einem 25:19 verschafften sich die Gastgeberinnen eine 2:1-Satzführung. Den Geldernerinnen fehlte jetzt offenbar der Glaube, das Ruder noch einmal herumreißen zu können. Wegen fehlender Konzentration landeten viele Angriffe im Netz oder im Aus. Der Gegner schlug daraus Kapital und bog schnell auf die Siegerstraße ein. Die Spielgemeinschaft ging mit 16:8 in Führung und ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen. "Bocholt war ein starker Gegner mit einer sehr guten Abwehrleistung und einer geringen Fehlerquote. Dennoch war mehr für uns drin", meinte Carsten.

Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung vor eigenem Publikum entfällt vorerst. Das ursprünglich für kommenden Samstag vorgesehene Heimspiel gegen den TuS Herten muss verschoben werden - ein Ersatztermin steht noch nicht fest. Hintergrund: Der Westdeutsche Volleyball-Verband hat für dieses Duell schlicht und einfach keinen Schiedsrichter gefunden. Somit muss die Eintracht am Dienstag, 3. Oktober, erneut auswärts ran. Ab 15 Uhr ist die Mannschaft dann beim Post Telekom SV Aachen II gefordert.

VC Eintracht Geldern: Gey, Harmsen, Herbe, Höing, Kallweit, Kanders, Müser, Schepers, Schoofs, Verheyen.

Verbandsliga der Frauen: STV Hünxe - TSV Weeze 3:0 (25:14, 25:18, 26:24). Der erste Auftritt des TSV Weeze in der Verbandsliga war nur von kurzer Dauer. Innerhalb von gerade einmal 72 Minuten sorgten die Gastgeberinnen für klare Verhältnisse. "Wir sind direkt am Anfang mit 2:0 in Führung gegangen. Davon waren wir offenbar so überrascht, dass fortan kaum noch etwas zusammenlief", meinte Trainer Claus Brendgen. Immerhin besannen sich seine Spielerinnen im dritten Satz auf ihre kämpferischen Tugenden und schafften nach einem 2:8-Rückstand den Ausgleich zum 24:24. Doch dann besiegelten zwei einfache Fehler die Niederlage des Aufsteigers. Brendgen: "Wir müssen uns schnellstmöglich an das höhere Tempo in dieser Liga gewöhnen." Am Samstag fordert der TSV Weeze ab 15 Uhr im heimischen August-Janssen-Sportzentrum den TC Gelsenkirchen heraus, der ebenfalls mit einem 0:3 (gegen TuS 08 Lintorf) gestartet ist. TSV Weeze: Bloemen, Borgmann, Brendgen, Dercks, Derrix, Dreier, Janßen, Jovic, Kösters, Müller, Sakowitz.

Landesliga der Männer: Kevelaerer SV - Rumelner TV 0:3 (16:25, 19:25, 13:25). Im Duell der beiden Aufsteiger waren die Spieler um Trainerin Heike Thyssen in allen Belangen unterlegen. Auch die vielen Fans und Zuschauer konnten der Kevelaerer Auswahl nicht helfen. Der Heimvorteil verpuffte allerdings auch, da in der Hubertushalle gespielt wurde. Mit der flachen Hallendecke kamen die Spieler aus Rumeln wesentlich besser zurecht. Der KSV agierte in allen Sätzen verunsichert. Schlechte Annahme, ungenaue Pässe und drucklose Angriffe machten es dem Gegner aus Duisburg leicht. Am Samstag sind die Volleyballer aus der Marienstadt in Essen gegen TB Osterfeld gefordert. Dann muss eine deutliche Steigerung her, wenn unter dem Strich etwas Zählbares herausspringen soll. Kevelaerer SV: Karpachev, Verhoeven, Broeckmann, Holtappels, Nobbers, Thyssen, Ophey, Keuler, Novak.

(M.H.)
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