Volleyball: Eintracht Geldern auf der sicheren Seite

Volleyball : Eintracht Geldern auf der sicheren Seite

Volleyball: Mit einem 3:1 in Herten verschafft sich die Gelderner Regionalliga-Auswahl einen entscheidenden Vorteil im Kampf gegen die drohende Relegationsrunde. Kevelaerer Landesliga-Männer enttäuschen auf ganzer Linie.

Regionalliga der Frauen: TuS Herten - VC Eintracht Geldern 1:3 (25:22, 18:25, 17:25, 19:25). Volleyball-Regionalligist Eintracht Geldern hat einen riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Nachdem die Mannschaft Ende November bereits ihr Heimspiel gegen den TuS Herten mit 3:1 gewonnen hatte, fuhr sie jetzt gegen den starken Aufsteiger erneut die volle Punktzahl ein. Dabei ließen sich die Schützlinge von Trainer Thomas Cöhnen von der imposanten Kulisse in der Hertener Knappenhalle nicht beeindrucken. Die "Tultras" feuerten ihre Lieblinge zwar wie immer mit Pauken und Trompeten an. Doch in den entscheidenden Momenten war die Eintracht jeweils zur Stelle.

Damit zeichnet sich nach mittlerweile elf von insgesamt 18 Saisonspielen ab, dass in Geldern auch in der kommenden Saison Regionalliga-Volleyball geboten wird. Für die beiden direkten Abstiegsplätze ist die Eintracht, die im Moment mit 18 Punkten Rang vier belegt, ohnehin zu stark. Doch da ist ja noch der gefürchtete Platz acht, der am Saisonende den Gang in die Relegation bedeutet. Aktuell müsste der TuS Herten (13 Punkte) die undankbare Extraschicht einlegen. "Abgesehen von Tabellenführer USC Münster II kann's in dieser ausgeglichenen Liga jede Mannschaft erwischen. Nicht zuletzt deshalb sind die beiden Siege gegen Herten für uns besonders wertvoll", sagt Eintracht-Vorsitzender Hartmut Harmsen.

Wie schon im Hinspiel vor sechs Wochen liefen die Geldernerinnen zunächst einem Rückstand hinterher - Konzentrationsschwächen kosteten den ersten Satz. Doch anschließend gab's für die Eintracht kein Halten mehr. Im zweiten Durchgang verschaffte sich das Team eine schnelle 5:1-Führung, die sie bis auf 18:10 ausbaute. Wenig später war der Ausgleich perfekt. Jetzt hatten die Cöhnen-Schützlinge den entscheidenden Faktor Selbstvertrauen auf ihrer Seite. Mit gelungenen Aufschlagserien führten Alina Verheyen und Laura Kanders ihr Team zu einem 25:17 und damit zu einer 2:1-Satzführung. Im vierten Durchgang zog die Eintracht sofort auf 11:2 davon und ließ sich die Chance auf einen Dreier in der Fremde nicht mehr nehmen. "Wir hatten zwar Anlaufschwierigkeiten, haben insgesamt aber eine sehr gute Leistung gezeigt. Wir haben den Gegner unter Druck gesetzt und mit stabiler Blockarbeit geglänzt", zeigte sich Cöhnen vollauf zufrieden.

Weiter im Programm geht's am kommenden Sonntag um 17 Uhr in der heimischen Halle "Am Bollwerk" gegen den FCJ Köln II. Mit dem Verfolger hat die Eintracht noch eine Rechnung offen. VCE-Chef Harmsen: "Im Hinspiel mussten wir stark ersatzgeschwächt antreten und hatten im Vorfeld vergeblich um eine Spielverlegung gebeten. Das wollen unsere Spielerinnen natürlich nicht auf sich sitzen lassen."

Verbandsliga der Frauen, Gruppe 2: TC Gelsenkirchen - TSV Weeze (25:12, 25:6, 22:25, 12:25, 15:12). Die Zuschauer hatten kaum Platz genommen, da waren die ersten beiden Sätze auch schon vorbei. "Besonders im zweiten Satz sind wir im Angriffswirbel der Gastgeberinnen regelrecht untergegangen", schilderte TSV-Trainer Claus Brendgen. Doch seine Schützlinge fanden tatsächlich noch einmal ins Spiel zurück. Der TC Gelsenkirchen hatte den Sieg offenbar etwas zu früh verbucht. Der Vorletzte aus Weeze witterte seine Chance und schaffte tatsächlich den Ausgleich. "Wer mir das nach dem 0:2 gesagt hätte, den hätte ich nur müde angelächelt", meinte Brendgen. Für die ganz große Überraschung sollte es allerdings nicht reichen, weil sich der TSV im Tiebreak zu viele Aufschlagfehler leistete. Der Gegner nutzte schließlich seinen vierten Matchball zur Entscheidung. "Im Abstiegskampf ist dieser eine Punkt zwar zu wenig. Doch es ist sehr erfreulich, dass sich meine Mannschaft im Verlauf des Spiels enorm gesteigert hat", sagte Brendgen. Am kommenden Sonntag empfängt der TSV Weeze um 14 Uhr den Tabellenzweiten BW Dingden II im August-Janssen-Sportzentrum.

Landesliga der Männer, Gruppe 3: Kevelaerer SV - TB Osterfeld 1:3 (25:22, 20:25, 20:25, 17:25). Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen den Turnerbund Oberhausen steckt der Aufsteiger aus Kevelaer wieder mitten im Abstiegskampf. Im ersten Satz geriet die Mannschaft schnell mit 1:5 ins Hintertreffen, schaffte aber noch einmal die Wende. Doch in der Folgezeit blieben alle Spieler unter ihren Möglichkeiten - speziell im Block und im Angriff lief bis zum Schluss kaum noch etwas zusammen. "Den Ausfall eines Leistungsträgers kann man kompensieren. Aber wenn alle ihre Leistung nicht bringen, wird's natürlich verdammt schwer", zeigte sich Trainerin Heike Thyssen nach dem Spiel konsterniert. Der KSV hat jetzt nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Vorletzten VV Humann Essen V, der noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.

Bezirksliga der Männer, Gruppe 6: SV Bedburg-Hau II - Kevelaerer SV II 1:3 (20:25, 19:25, 25:19, 23:25). Die KSV-Reserve feierte beim Abstiegskandidaten ihren vierten Saisonsieg. Die Mannschaft hat 14 Punkte auf ihrem Konto und hält als Tabellenfünfter den Kontakt zur Spitzengruppe.

(M.H.)