Volleyball: Eintracht feiert große Volleyball-Party

Volleyball: Eintracht feiert große Volleyball-Party

Regionalliga der Frauen: Der VC Eintracht Geldern darf sich am Samstag gegen die SG Langenfeld sogar eine knappe Niederlage erlauben, um die Saison als Vizemeister zu beenden. Der Aufstieg in die Dritte Liga ist aber kein Thema.

VC Eintracht Geldern - SG Langenfeld (Sa., 17.30 Uhr, Sporthalle "Am Bollwerk"). Wenige Tage vor dem großen Spiel präsentieren sich die Gelderner Volleyballerinnen so wie immer: gut gelaunt und sympathisch. Die Mannschaft um Trainer Thomas Cöhnen lädt ihre Fans auf ihrer Facebook-Seite für Samstag zu einer feucht-fröhlichen Abschlussparty ein, auf der einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte gefeiert werden soll. Das Team ist drauf und dran, die Saison als Vizemeister zu beenden - und zwar in der vierthöchsten deutschen Spielklasse.

Speziell in der Rückserie hat die Eintracht den Zuschauern begeisternden Volleyballsport geboten. Nur gegen den übermächtigen Meister USC Münster II gab's zuletzt eine 1:3-Niederlage - ansonsten verbuchte die Mannschaft ausnahmslos Dreier auf der Habenseite. Zum Abschluss gegen die SG Langenfeld dürfen sich die Gastgeberinnen sogar eine 2:3-Niederlage erlauben, um Verfolger SG Werth/Bocholt auf Distanz zu halten.

Doch darauf will es die Mannschaft gar nicht erst ankommen lassen. "In der Hinserie haben wir in Langenfeld etwas unglücklich mit 1:3 verloren. Jetzt soll die Revanche her", sagt Hartmut Harmsen. Der VCE-Vorsitzende und seine Vorstandskollegen werden allerdings mehr oder weniger schweren Herzens auf einen möglichen Aufstieg verzichten. "Die Dritte Liga ist für unseren Verein auch finanziell einfach nicht zu stemmen. Da sind auf der einen Seite die Auswärtsfahrten bis hinauf nach Cloppenburg und Bremen. Und auf der anderen Seite die Auflagen des Verbandes. Wir können nicht für jedes Heimspiel einen Hallensprecher, eine Putztruppe und einen DJ organisieren", erklärt der Eintracht-Chef. Die Entscheidung gegen eine Teilnahme an der Relegation ist im Verein unumstritten - auch die Spielerinnen haben vollstes Verständnis.

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Die Feier am Samstag gilt nicht nur den sportlichen Erfolgen, sondern steht auch im Zeichen des Abschieds. Wie berichtet, wird sich Thomas Cöhnen nach sieben erfolgreichen Jahren in Zukunft "nur" noch der Jugendarbeit widmen. Und die Spielerinnen Maren Herbe, Leonie Schepers und Laura Höing wollen in einem Auslandsjahr ab Sommer ihren Horizont erweitern. Ein Nachfolger für Cöhnen, der die meisten Kapitel der Eintracht-Erfolgsgeschichte geschrieben hat, ist noch nicht in Sicht.

"Es ist gar nicht so einfach, einen neuen Trainer zu finden. In der Regionalliga ist die B-Lizenz erforderlich. Und wir befinden uns hier nun einmal nicht im Münsterland oder im Ruhrgebiet, wo man wahrscheinlich die etwas freiere Auswahl hätte", erklärt Harmsen. Dennoch herrscht in Reihen des Vereins große Zuversicht, auch in Zukunft eine gute Rolle in der Regionalliga spielen zu können. Nach den Osterferien werden zunächst die Co-Trainer Thore Carsten und Wilfried van Meegen das Training leiten. Anschließend soll möglichst schnell der neue Mann die Regie übernehmen. Und selbstverständlich ist auch die eine oder andere Verstärkung nicht ausgeschlossen, zumal die Eintracht genügend Werbung in eigener Sache gemacht hat. Am Samstag klingt eine tolle Saison aus - wahrscheinlich mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft.

Danach geht die Eintracht tatkräftig an den Umbruch heran. Mit der Gewissheit, dass Thomas Cöhnen zwar nicht mehr die erste Mannschaft trainiert, aber weiterhin das eine oder andere große Talent aus dem Hut zaubert.

(RP)
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