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Lokalsport: Eine Begegnung mit vielen Emotionen

Lokalsport : Eine Begegnung mit vielen Emotionen

Handball-Landesliga Männer: Der SV Straelen erwartet zum Nachbarschaftsduell die Reserve des TV Aldekerk.

Das Interesse der Handballanhänger wird sich an diesem Wochenende verstärkt nach Straelen richten. Nicht weil dort der klassenhöchste Handball gespielt wird, sondern weil dort die zweite Mannschaft des TV Aldekerk zu Gast ist. Und diese Spiele sind in der Vergangenheit von einiger Brisanz gewesen. Freundschaften, die zwischen beiden Lagern bestehen, werden auch heute Abend wieder für 60 Minuten auf Eis gelegt werden.

SV Straelen – TV Aldekerk II (heute, 17.45 Uhr). Zwei Trainer, zwei Gefühlswelten. Auf der einen Seite Nils Wallrath, der dem ewig jungen Duell mit dem Nachbarn entspannt entgegensieht. "Wir sind ordentlich in die Saison gestartet, haben keinen Druck", sagt Aldekerks Spielertrainer, der den Derbycharakter zudem nicht sonderlich hoch hängen mag. "Die ganz große Rivalität ist das, so glaube ich zumindest, nicht mehr. Dazu bestehen zwischen den Teams zu viele Freundschaften." Sorgenfalten finden sich hingegen auf der Stirn von SVS-Coach Harry Mohrhoff – und das nicht zu knapp. Seine Mannschaft präsentierte sich bisher als extrem launische Diva, kam zuletzt in St. Tönis gegen die dortige Turnerschaft unter die Räder. "Wir müssen aufpassen, dass wir in dieser ausgeglichenen Liga nicht unten reinrutschen", fordert er eine Leistungssteigerung in sämtlichen Mannschaftsteilen.

Ein Problem dabei: das ausgehende Personal. Seit Wochen trainieren und agieren die Grün-Gelben mit ausgedünntem Kader. Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Jetzt erwischte es die bisherigen Top-Torschützen der Blumenstädter Nermin Rufatovic (Handgelenksverletzung) und Uli Misera (Knie), deren Mitwirken fraglich ist. Zudem wird man ohne Stefan Deutskens und Thorsten Arts auskommen müssen. Immerhin hat sich Niklas Weyers gesund zurückgemeldet.

Aus SVS-Sicht wenig rosige Vorzeichen, die Aldekerks Reserve in die Favoritenrolle hebt. "Es wird zwar von Woche zu Woche besser, doch so ganz eingespielt sind wir immer noch nicht", möchte Nils Wallrath die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. "In der Defensive läuft es ganz gut, vorne finden wir jedoch noch zu selten spielerische Lösungen", erklärt er das ordentliche, mit 7:5-Punkten jedoch nicht perfekte Abschneiden seiner erfahrenen und technisch starken Truppe. In allerdings einem Punkt sind sich beide Trainer einig: "Die kommenden beiden Partien werden zeigen, wohin der Weg führt." Die Blickrichtung ist dabei jedoch höchst unterschiedlich. Während der ATV in Richtung Tabellenspitze schielt, hat Grün-Gelb den Tabellenkeller im Visier.

(terh)