Basketball : Ein Flämmchen lodert auf

Um die Sportart in Geldern aufleben zu lassen, hat Christos Lois die 1. Gelderner Schulstadtmeisterschaften ins Leben gerufen. Sechs Schulen kämpfen um die ersten Titel. Besonders erfolgreich ist die Käthe-Kollwitz-Schule.

Die Anstrengung ist den Jugendlichen anzusehen. Energisch wird um jeden Ball gekämpft. Nur noch wenige Sekunden sind zu spielen. "Schnell, wirf", schallt es von der Trainerbank. Doch bevor der Ball die Hände Richtung Korb verlassen kann, ertönt die Sirene. Das Spiel ist aus. Völlig entkräftet verlassen die Teams das Spielfeld und analysieren am Spielfeldrand die Begegnung.

 Die Schulstadtmeister (v. links o. nach rechts u.): Die U14-Mädchen des LMG, die U14-Jungs der KKS, die U16-Jungs des FSG und die U16-Mädchen der KKS.
Die Schulstadtmeister (v. links o. nach rechts u.): Die U14-Mädchen des LMG, die U14-Jungs der KKS, die U16-Jungs des FSG und die U16-Mädchen der KKS. Foto: GWV

Trotz vieler spannender Partien verfolgen jedoch nur wenige Zuschauer das Basketballturnier in der Halle Am Bollwerk. Und um genau dies zu ändern und mehr Jugendliche zum Basketball spielen zu animieren, hat Christos Lois, Basketballobmann von Grün-Weiß Vernum, die 1. Gelderner Schulstadtmeisterschaften ins Leben gerufen.

 Die Schulstadtmeister (v. links o. nach rechts u.): Die U14-Mädchen des LMG, die U14-Jungs der KKS, die U16-Jungs des FSG und die U16-Mädchen der KKS.
Die Schulstadtmeister (v. links o. nach rechts u.): Die U14-Mädchen des LMG, die U14-Jungs der KKS, die U16-Jungs des FSG und die U16-Mädchen der KKS. Foto: GWV

"Wir hoffen, durch das Turnier den Bekanntheitsgrad vom Basketballsport zu steigern und Lust auf den Ballsport zu machen", sagt Lois, der bereits seit zwei Jahren die Vernumer Basketballabteilung leitet. An den Start beim Schulturnier in Geldern gingen die Altersklassen U14 und U16.

 Die Schulstadtmeister (v. links o. nach rechts u.): Die U14-Mädchen des LMG, die U14-Jungs der KKS, die U16-Jungs des FSG und die U16-Mädchen der KKS.
Die Schulstadtmeister (v. links o. nach rechts u.): Die U14-Mädchen des LMG, die U14-Jungs der KKS, die U16-Jungs des FSG und die U16-Mädchen der KKS. Foto: GWV

Als Erstes waren die Jüngeren an der Reihe. Jeweils drei Mädchen- und drei Jungenmannschaften traten gegeneinander an und kämpften um den ersten Schulstadtmeistertitel. Bei den Mädchen sicherte sich das Team des Lise-Meitner-Gymnasiums mit zwei Siegen aus zwei Spielen den Pokal. Ebenfalls ungeschlagen blieben die Jungs der Käthe-Kollwitz-Schule und holten so den Titel des Schulstadtmeisters 2014.

  • Trainer Oliver Cesa steuert mit dem
    Handball-Landesliga : Spitzenreiter TV Issum siegt ganz einfach weiter
  • Viktoria-Coach Uli Berns darf vollauf zufrieden
    Fußball-Niederrheinliga der Frauen : Für den Höhenflug der Viktoria gibt’s mehrere gute Gründe
  • Christina Zey präsentierte sich in Bestform
    Handball-Regionalliga der Frauen : Überragende Christina Zey führt TV Aldekerk II zum Auswärtssieg

Nach einer kurzen Mittagspause gingen anschließend drei Mädchen- und fünf Jungenteams der Altersklasse U16 an den Start. Mit starken Leistungen sicherten sich die Schülerinnen der Käthe-Kollwitz-Schule den Turniersieg. Besonders spannend machte es die Jungen-Basketballmannschaft des Friedrich-Spee-Gymnasiums, die sich erst in der Verlängerung mit 4:2 gegen die Mannschaft der Realschule an der Fleuth durchsetzen konnte und so das Turnier auf dem ersten Platz beendete.

"Da es kaum eine Chance gibt, die Kinder und Jugendlichen über die ortsansässigen Vereine für den Basketballsport zu begeistern, haben wir uns einfach direkt an die Schulen gewendet", sagt Lois. Auch unter den betreuenden Lehrern findet das Turnier durchaus Anklang. "Anfänglich war es nicht leicht, die Schüler für die Veranstaltung zu begeistern. Aber wie man gesehen hat, haben alle Teilnehmer den nötigen Ehrgeiz und Spaß mitgebracht", betont Matthias Schmidt, Lehrer am Friedrich-Spee-Gymnasium.

Dass Lois Ziel, mit dem Turnier mehr Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern auch bei den Spielern gut ankam, bestätigt Florian Föhr, Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule. "Es hat wirklich Spaß gemacht", sagt Föhr, der den Entschluss fasste, nach dem Turnier in einem Verein Basketball zu spielen.

Auch hofft Stefan Pauls, Mitglied des Siegerteams des Friedrich-Spee-Gymnasiums, dass sich im Bereich Basketball etwas in seiner Schule verändert. "Zurzeit haben wir an der Schule keine Basketball AG. In den nächsten Tagen werden wir uns zusammensetzen und schauen, ob sich eine solche AG realisieren lässt", sagt er.

Nach den 1. Schulstadtmeisterschaften ist Lois zufrieden. Das sei doch schon mal ein Anfang. Um nachhaltig den Stellenwert des Basketballs in der Öffentlichkeit zu erhöhen, plant der Vernumer bereits die zweite Auflage. "Jedoch dann in etwas geänderter Form", ergänzt der Basketballer, der bereits an einem neuen Modus tüftelt.

(ma-s)