Tischtennis Dreimal Holla

Die Tischtennis-Mädchen Marina und Franziska Holla vom SV Walbeck qualifizierten sich für das WTTV-Top-Ten-Turnier. "Franny" gelang das Kunststück auch bei den Damen.

Kurz vor den Sommerferien wurden die vier Walbecker Mädchen, Franziska und Marina Holla sowie Verena Horsten und Fabienne Vogel, beim Ranglisten-Qualifikationsturnier auf Westdeutscher-Tischtennis-Verbandsebene noch einmal hart gefordert. In sechs Sechsergruppen ging man an den Start, nur die ersten drei einer jeden Gruppe erreichten die Zwischenrunde.

Den ersten Platz in ihrer Gruppe belegte Franziska Holla mit nur einer Niederlage, Verena Horsten schied mit nur einem Sieg als Fünfte ihrer Gruppe vorzeitig aus. "Fabe" Vogel erging es auch nicht besser.

Ohne Sieg musste sie ebenfalls vorzeitig das Feld räumen. Marina Holla konnte drei Erfolge aufweisen und belegte Rang drei, wobei sie im fünften und entscheidenden Match im fünften Satz knapp 11:9 gegen Kathleen Luckert (Ense) siegreich blieb. Somit hatte auch sie die Zwischenrunde erreicht.

"Franny" Holla wurde anschließend der Top-Gesetzten Yuko Immamura (Uentrop), gegen die sie sich beachtlich schlug, aber dennoch chancenlos war (1:3), zugelost. Mit 3:2 Siegen (die Vorrun-denergebnisse wurden mitgenommen) kam sie dennoch auf den dritten Rang und schaffte damit den Sprung zum Top-Ten-Endranglistenturnier auf WTTV-Ebene.

Ihre Schwester Marina steigerte sich von Spiel zu Spiel. Als Dritte war sie in die Zwischenrunde gerutscht. Die drei restlichen Auseinandersetzungen konnte sie alle für sich entscheiden. Damit hatte sie aus dem 0:2 noch ein positives Ergebnis erreicht.

Somit wird Marina Holla am 4. Oktober ihre Schwester zum WTTV-Turnier nach Vernich begleiten. Jugendwart Heinz Leuken freute sich über die großartige Leistung seiner Mädchen. Dass sich zwei seiner Leistungsträger würden durchsetzen konnten, hatte er gehofft, aber nicht erwartet.

Bei den Damen durchgesetzt

Das war es aber noch nicht für das Jungtalent Franziska Holla aus der Walbecker Talentschmiede wiederum auf Turnierreise. Zu guter Letzt stellte sie sich beim Westdeutschen Tischtennis-Qualifikationsturnier in Kerpen (TTC/SG Türnich-Brüggen) als A-Schülerin den Damen des WTTV und lehrte diese im wahrsten Sinne des Wortes das Fürchten.

Am Ende wurden ihre Träume erfüllt, andere durften diese begraben. So musste sie sich in ihrer Gruppe mit Nadine Sillus (Uentrop, Regionalliga), Svenja Heiße (Schwalbe Bergneustadt, Oberliga), Petra Schon (Fritzdorf, Regionalliga), Verena Bauer (Gerthe, Regionalliga), Christiane Thöne (Hövelhof, Regionalliga) und Lena Cornellissen (Ottmarsbocholt, Verbandsliga) auseinandersetzen.

Während sie gegen Sillus chancenlos (0:3 Sätze) war, sah es gegen Heiße schon bedeutend besser aus. Hier hätte ohne weiteres auch ein Sieg eingefahren werden können. Doch am Ende stand nach einer 9:7 Führung im fünften Satz doch noch ein 2:3 zu Buche.

Als wäre sie durch diese Niederlage wachgerüttelt worden, trat "Franny" Holla in den nächsten Auseinandersetzungen ganz selbstbewusst auf und kam bei allen weiteren vier Gegnerinnen nicht mehr in Bedrängnis. Ein 3:0 und drei 3:1 Siege ebneten ihr ganz überraschend den Weg zu den Top-Ten Spielen am 3. Oktober in Lengerich.

"Für das Walbecker Nesthäkchen gab es bisher noch keine richtige Pause. Regelmäßig besuchte sie nach der Meisterschaftsrunde das Training. Mit Oliver Schauer aus der Ersten hatte sie den idealen Trainingspartner. Das machte sich natürlich positiv bemerkbar", meinte Heinz Leuken nach der großartigen Leistung der 14-Jährigen mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck.

(RP)
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