Fußball : DJK Twisteden kann doch noch gewinnen

Fußball-Bezirksliga: Das Team um Trainer Andreas Holla macht mit 3:1 gegen den TSV Wa.-Wa. einen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Dass der SV Rindern und der 1. FC Kleve II am Sonntag nicht punkten konnten, ist für die Vereine aus dem Gelderland, die noch um den Klassenerhalt spielen, eine gute Nachricht. Doch alleine darauf, dass die Konkurrenz erfolglos ist, darf man sich natürlich nicht verlassen. So gelang es dann endlich auch den Twistedenern im Derby gegen den TSV Wachtendonk-Wankum, den ersten Sieg in diesem Jahr einzufahren und sich damit zumindest ein wenig Luft zu verschaffen. Das gelang auch der Viktoria aus Goch, die überraschend deutlich mit 3:1-Toren bei den Sportfreunden Broekhuysen siegte. Nichts zu holen gab es für den SV Walbeck beim Tabellenzweiten TuB Bocholt, mit einer klaren 0:5-Niederlage kehrten die Spargeldörfler heim.

DJK Twisteden – TSV Wachtendonk-Wankum 3:1 (1:1). Wie gut, dass auch Negativserien einmal ihr Ende finden. Für die Twistedener war es auch Fünf vor Zwölf, dem freien Fall in der Tabelle Einhalt zu gebieten. Die Gäste aus Wachtendonk waren eigentlich angereist, um sich mit einem Erfolg aus dem Reigen der abstiegsgefährdeten Teams endgültig zu verabschieden. Daraus wurde nun nichts, was auch daran lag, dass der Gastgeber eine Leidenschaft an den Tag legte, an der es zuletzt häufig gefehlt hatte. Allerdings galt es zunächst für die Heimelf, einem Rückstand nachzulaufen. In der 17. Spielminute hieß es nach einem Foul im Strafraum Elfmeter, den Eric Holz für die Gäste verwandelte. Dieser Rückstand brachte die Twistedener aber nicht aus dem Konzept, das Spiel blieb auf Augenhöhe. Ein Freistoß, ausgeführt in der 33. Minute von Marc Brouwers, leittete den Ausgleich ein: Nicolas Dennesen war per Kopf erfolgreich. Nach der Pause waren es dann die Twistedener, denen in der 58. Minute ein Elfmeter zugesprochen wurde. Auch wenn die Entscheidung der leidigen Handspieldiskussion geschuldet war, Marc Brouwers legte sich den Ball zurecht und traf zur 2:1-Führung. Die Weichen zum Sieg wurden dann 20 Minuten später gestellt. Einen Ballverlust in Reihen der Gäste nutzte Jan van de Meer, der Torjäger erzielte kaltschnäuzig das vorentscheidende 3:1. „Heute hat die Mannschaft über den Kampf ins Spiel gefunden, wenig zugelassen und verdient gewonnen“, meinte Trainer Andreas Holla. „Es waren leider wieder individuelle Fehler, die dazu geführt haben, dass wir in Rückstand geraten sind“, urteilte TSV-Coach Marcel Blaschkowitz.

Sportfreunde Broekhuysen – Viktoria Goch 0:3 (0:1). Viktoria Goch steht noch im Abstiegskampf, entsprechend kompakt traten die Gäste in Broekhuysen auf. Eine Viererkette mit Libero, da wussten alle Beteiligten gleich schon einmal, wohin die Reise geht. Wenn man dann auf eine Mannschaft trifft, die laut Aussage ihres Trainers die schwächste Saisonleistung abliefert, kann so ein Konzept aufgehen. In der 23. Minute saß der erste Konter der Gocher zur Pausenführung. Zu leidenschaftslos der Auftritt der heimischen Sportfreunde, die offensiv keine Mittel fanden, die Gocher Abwehr zu knacken. Die Gäste erhöhten eine Minute nach Wiederanpfiff auf 2:0 und trafen nach einer guten Stunde zum 3:0 durch einen Elfmeter. „Mit einfachen Mitteln hat uns heute eine kämpferisch starke Mannschaft besiegt“, konstatierte Spielertrainer Sebastian Clark.

TuB Bocholt – SV Walbeck 5:0 (3:0). Um den zweiten Tabellenplatz zu festigen, mussten die Bocholter noch einmal nachlegen. Keine guten Rahmenbedingungen für den SV Walbeck. Denn schnell zeichnete sich eine deutliche Überlegenheit der Gastgeber ab, die unbedingt den Relegationsrang sichern möchten. Die „Veilchen“ fackelten auch nicht lange mit dem Toreschießen, nutzten nach zehn Minuten eine erste Walbecker Unsicherheit zur Führung. Nur fünf Minuten später hieß es 2:0, als Bocholts Mittelstürmer mit dem Kopf zur Stelle war. Als dann in der 45. Minute das 3:0 fiel, war das Spiel im Grunde genommen durch, zwei weitere Tore mussten die Gäste nach der Pause noch hinnehmen. „Wir hatten zwar auch die eine oder andere Möglichkeit, waren aber im Grunde genommen chancenlos“, urteilte Trainer Jörg Hegmans.

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