Fußball Die Seriensiegerinnen

Mehrmals hatten sie das Ziel knapp verpasst, doch in dieser Saison gelang den Fußball-Frauen der DJK Twisteden der Aufstieg in die Bezirksliga. Sie fuhren dabei 17 Erfolge hintereinander ein.

 In der Regionalliga Süd bleibt es spannend.

In der Regionalliga Süd bleibt es spannend.

Foto: AP, AP

Wie man aufsteigt, hat Michael Gecks seinerzeit bei seinem Vater gelernt. Unter dem Trainer-Guru Horst Gecks, genannt "Pille", spielte der heute 43-Jährige beim Kevelaerer SV, die den Sprung in die Landesliga schaffte. Mittlerweile gibt Gecks junior sein Wissen an die jüngere Generation weiter — an die Fußballerinnen der DJK Twisteden. Diese holten in der abgelaufenen Saison die Meisterschaft in der Kreisliga A und sind in die Bezirksliga aufgestiegen.

Die Entscheidung fiel eine Woche nach Ostern. An diesem Wochenende gelang der Gecks-Truppe mit einem 3:1-Sieg in Keppeln den Sprung auf Rang eins. "Bis dahin waren wir nur Dritter", erinnert sich der Trainer. Wieder einmal sah es so aus, als sollte das große Ziel knapp verpasst werden. "Wir haben in den Jahren zuvor immer oben mitgespielt, aber das letzte Stückchen hat gefehlt", erinnert sich Gecks.

Diesmal aber sollte es klappen. So wurde zu Saisonbeginn das Ziel ausgegeben, mindestens unter die ersten Drei zu kommen. "Mir war klar, dass nur zwei Gegner würden mithalten können: Keppeln und Walbeck II." Gecks behielt Recht, denn seine Frauen unterlagen am vierten und fünften Spieltag der Hinrunde tatsächlich gegen beide Konkurrenten.

Fünf Spiele in zwei Wochen

Doch von da an ging es nur noch bergauf, es folgte eine Serie mit 17 Siegen in Folge — mit dem angesprochenen Erfolg in Keppeln als Höhepunkt. "An Ostern hatten wir ein straffes Programm, mit fünf Spielen in zwei Wochen", blickt Gecks zurück. Keppeln verlor am Ostersamstag überraschend in Lüllingen, "so konnten wir mit einem Sieg vorbeiziehen". Twisteden nutzte den Matchball und rettete die zwei Punkte Vorsprung bis zum Saisonende.

Einige Dinge sind für Michael Gecks entscheidend für den Aufstieg gewesen. Zum einen die starke Defensive. "Wir haben die beste Abwehr der Liga, zudem eine sehr gute Torfrau", zollte Gecks seiner Nummer 1, Sonia Willems, ein Lob. Nicht zu vergessen Torjägerin Lisa Ingenhaag, die "auch mal aus dem Nichts ein Tor macht", so Gecks. Auf 41 Treffer kam sie in der abgelaufenen Serie, obwohl sie vier, fünf Spiele in der Hinrunde verpasste.

Wichtig aber ist auch der Zusammenhalt der Mannschaft. "Es ist eigentlich eine sehr pflegeleichte Truppe", meint der Trainer. Sie sei in den vergangenen Monaten sehr gewachsen und gefestigt. Auch die aus der U17 aufgerückten Mädchen hätten sich gut ins 24 Frauen starke Team eingefügt. "Sie sind voll integriert und passen gut zu den älteren Spielerinnen", freut sich Gecks. Ein Zeichen für die harmonische Stimmung sei die Tatsache, dass die ganze Mannschaft nach einem Spiel "zusammen sitzen bleibt, etwas trinkt und erzählt".

Unter die ersten Sechs

Was ist nun in der neuen Spielzeit möglich? "Bleiben wir von Verletzungen verschont, sollte ein Platz unter den ersten Sechs oder Sieben möglich sein", glaubt Gecks. In den vergangenen Jahren habe man mit den späteren Aufsteigern immer gut mithalten können, dies mache Mut. An eines aber müssen sich die Twistedenerinnen wohl gewöhnen: "Sie müssen dann jeden Sonntag 100 Prozent geben, nicht nur an fünf oder sechs Spieltagen."

(RP)
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