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Die Saison in der Fußball-Regionalliga geht für den SV Straelen weiter

Fußball : Die Saison geht für den SV Straelen weiter

Der Spielbetrieb kann in der Regionalliga fortgesetzt werden, weil sie als Klasse mit professionellen Strukturen eingestuft wird. Die Partien finden aber ohne Zuschauer statt. Fördertopf des Landes in Höhe von 15 Millionen Euro.

Die Saison in der Fußball-Regionalliga geht weiter. Das teilte der Westdeutsche Fußball-Verband (WDFV) den 21 Vereinen in der vierthöchsten Klasse am Montag in einer Videokonferenz mit. Der SV Straelen freute sich über die gute Nachricht in schweren Zeiten während der Corona-Pandemie. „Ich bin glücklich, dass wir weiter spielen können“, sagte Präsident Hermann Tecklenburg.

Zwar werden die Partien wie in der Ersten bis Dritten Liga erst einmal ohne Fans über die Bühne gehen müssen. Doch für die Regionalliga-Klubs, die durchweg von Zuschauereinnahmen abhängig sind, gibt es Unterstützung vom Land Nordrhein-Westfalen. Es hat für die betroffenen Viertligisten ein 15 Millionen Euro schweres Notprogramm aufgelegt, damit die Klubs trotz fehlender Gelder durch Kartenverkäufe nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

„Wir sind froh und dankbar, dass der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann. Ansonsten wären wir auch in erhebliche Terminprobleme geraten. Es wäre schwer geworden, die Saison mit 42 Spieltagen wie geplant durchzuführen“, sagte Manfred Schnieders, Vorsitzender des Fußballausschusses im WDFV. Die große Unbekannte bei der Rechnung sei aber weiter, so der Funktionär, wie viele Partien künftig ausfallen müssten, weil es Corona-Fälle bei den Vereinen gibt.

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Entscheidend dafür, dass der Ball in der Regionalliga weiter rollen kann, ist die Tatsache, dass nach Gesprächen mit dem Land Nordrhein-Westfalen festgelegt wurde, dass die Regionalliga als Spielklasse mit professionellen Strukturen anzusehen ist. Denn in dieser Liga seien, so teilt der Verband auf seiner Homepage mit, Menschen beschäftigt, die ihren Lebensunterhalt überwiegend durch Fußball bestreiten. Sie fällt deshalb nicht in den Amateurbereich, der seit Montag erneut im Corona-Lockdown ist. Für den SV Straelen steht die nächste Partie in der Klasse bereits am morgigen Mittwoch an. Dann spielt die Mannschaft von Coach Benedict Weeks um 19.30 Uhr bei der U 23 des 1. FC Köln.

Der SVS konnte am Montagabend bereits wieder trainieren. Voraussetzung dafür war nicht nur, dass die Stadt Straelen die Sportanlage an der Römerstraße dafür freigegeben hat. Die Mannschaft konnte auch deshalb wieder auf den Platz, weil der Corona-Test eines Straelener Kickers, in dessen privatem Umfeld sich eine Person mit dem Virus infiziert hat, negativ ausgefallen ist. Dieses Ergebnis lag am Montagmorgen bereits vor. Wegen dieses Corona-Falls im Umfeld hatte am Samstag das Heimspiel des Aufsteigers gegen Alemannia Aachen abgesagt werden müssen.

Trainer Benedict Weeks freute sich, dass nun „Klarheit herrscht“, wie es für den Regionalligisten weitergeht, auch wenn die Spiele ohne Fans stattfinden werden. Präsident Hermann Tecklenburg ist froh darüber, „dass durch das Hilfsprogramm des Landes sichergestellt ist, dass die Regionalliga-Klubs wegen der jetzt fehlenden Zuschauereinnahmen nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten“.

Manfred Schnieders bezeichnete dieses Programm des Landes als „existenziell“ für diese Klasse. „Das hilft den Vereinen enorm“, sagte er. Dabei können die Klubs eine 60-prozentige Erstattung ihrer ausgefallenen Zuschauereinnahmen beantragen. Die Unterstützung soll dabei auf 800 000 Euro pro Verein gedeckelt sein.