Fußball: Die Köpfe hängen wieder tief in Straelen

Fußball : Die Köpfe hängen wieder tief in Straelen

In der Fußball-Landesliga dominieren die Straelener den Rheydter SV. Dennoch siegen die Gladbacher mit 3:2 (0:1).

Schlicht gesagt: Sie haben sich einfach unklug angestellt. Die Straelener. Denn die 2:3-Niederlage gegen die Gäste des Rheydter SV war über die gesamte Fußball-Landesligapartie gesehen völlig unnötig und unverdient. "Einfach ärgerlich", ergänzt SVS-Coach Sandro Scuderi. Die grün-gelben Hausherren hatten das Spiel nahezu die gesamte Spielzeit völlig unter Kontrolle. Und doch erzielten sie auch dieses Mal keinen Punkt und überwintern so auf Platz fünf. Rheydt hingegen war absolut effektiv: drei Chancen – drei Tore – drei Punkte.

Dabei hatte Scuderi seine Elf vor der Partie gewarnt und klare Vorgaben gemacht: vor allem in der Defensive kompakt und sicher stehen. Kompakt standen sie letztlich auch in weiten Teilen, aber alles andere als sicher. Denn ansonsten hätte etwa das Tor zum 2:2 überhaupt nicht fallen dürfen. Rheydt konterte über die Mitte, die Straelener Zentrale pennte, ebenso wie die Abwehrkette. Sehr schlecht sah dabei Alexander Rasch aus, der seinen Gegenspieler mehr oder weniger "einfach an sich vorbeilaufen lässt", wie Scuderi lautstark feststellte.

Und auch das entscheidende Tor zur 2:3-Niederlage war absolut vermeidbar. Das Mittelfeld schlief erneut, rannte nur hinterher. Doch diesmal passte die Abwehr auf. Alles sah schon danach aus, als wäre der Ball geklärt. Doch der Gladbacher Spieler erspähte dann eine Lücke, passte nach links auf seinen Nebenmann, und der versenkte den Ball in den Maschen.

Was die Grün-Gelben sehr gut in der Offensive umsetzten, das ließen sie in der Defensive zu wünschen übrig. Immer wieder setzten die Straelener die Gäste unter Druck und erspielten sich zahlreiche Chancen. Bereits in der achten Minute traf Sebastian Clarke zum 1:0, was die Straelener auch sicher in die Pause brachten. Und auch in der zweiten Hälfte sah eigentlich nichts danach aus, dass das hier noch nach hinten losgehen könnte. Es war bis zu 60. Minute ein eher langweiliges Spiel ohne viele Höhen und Tiefen.

Doch mit dem 1:1 eine halbe Stunde vor Schluss läuteten die Rheydter ein rasantes letztes Drittel ein. Die einseitige Dominanz kippte leicht, Straelen war zwar immer noch drückend, jedoch gelang den Rheydtern auch der eine oder andere Ausflug in die gegnerische Hälfte. "Dann haben wir den Gegner eingeladen, Tore gegen uns zu machen", sagt Scuderi, der sich mächtig ärgerte. "Das ist sehr enttäuschend, zumal wir immer wieder den Aufwand nach vorne betrieben haben." Und das auch zum Teil mit Erfolg. So gelang dem aus der Zweitvertretung ausgeborgten Dustin Eichholz der Treffer zum 2:1 im direkten Nachgang nach dem 1:1. Er hämmerte die Vorlage von Timo Hoffstadt eiskalt ins Netz. Ihn und Marc Filla lobte der SVS-Coach besonders. "Sie haben sich sehr für uns reingehangen", sagt Scuderi. Trotz der Niederlage ist der Trainer jetzt aber froh, dass die Winterpause ansteht. Viele seiner Jungs benötigen diese dringend.

(RP)
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