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Der TV Aldekerk verliert bei Adler Königshof

Handball-Regionalliga : Abstiegskandidat zeigt ATV die Grenzen auf

Mit einer enttäuschenden 32:35-Niederlage (17:17) kehrten Aldekerks Handballmänner aus Königshof zurück.

Die Handballer des TV Aldekerk enttäuschten beim grippegeschwächten Tabellenletzten Adler Königshof auf der ganzen Linie und traten mit einer 32:35-Niederlage die Heimreise an. Trainer Nils Wallrath bemängelte die Einstellung seiner Mannschaft.

Nichts war übrig geblieben von dem „Champagner-Handball“, den die Aldekerker am vorangeganen Samstag seinen Zuschauern beim Heimsieg gegen BTB Aachen serviert hatte. Und mehr als bedient fand ATV-Trainer Nils Wallrath nach dem Spiel scharfe Formulierungen zur Vorstellung seiner Mannschaft: „Über das Spiel wird noch zu reden sein. Für was macht man am Donnerstag eine ausführliche Videoanalyse, wenn dann die taktischen Vorgaben nicht eingehalten werden? Da kann ich mir demnächst meine Wort sparen. Die trainieren hochmotiviert wie die Weltmeister und dann das hier – das ist mir unbegreiflich und nicht zu erklären.“

Erschwerend für die Bewertung der Aldekerker Leistung kommt hinzu, dass sich im Laufe der Woche ein heftiger Grippevirus bei den Adlern eingeschlichen. Adler-Trainer Marius Timofte, selbst fiebrig, hatte am Mittwoch gerade einmal vier und am Freitag sechs Spieler beim Training. Mit einem stark dezimierten und angeschlagenen Kader traten die Adler gegen einen in voller Mannschaftsstärke angereisten Favoriten aus Aldekerk an. Die Folge war, dass die Gastgeber nahezu über die gesamte Spielzeit mit sieben Feldspielern auskommen mussten. Dieses Manko wussten sie mit einer disziplinierten und dynamischen Spielweise, gepaart mit Willensstärke und einem großen Kämpferherz, auszugleichen – Tugenden, die man in dieser Partie vergeblich bei den Gästen suchen musste. „Wir haben vorne im Positionsspiel nicht zu schnell abgeschlossen und hinten hat die Abwehr mit einem überragenden Florian Lindenau ganz hervorragende Arbeit geleistet, da kann man kaum verlieren“, lautete das Fazit des rumänischen Trainers.

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Doch zum Spiel: Mit einem Spielstand von 17:17 wurden die Seiten gewechselt. Aber der Glaube, dass die Wallrath-Truppe das Spiel zu ihrem Gunsten kippen könnten, wollte an diesem Abend nicht so richtig aufkommen. Zu pomadig und blutarm war ihr Auftreten. Mitte der zweiten Hälfte zogen die vom Abstieg bedrohten Königshofer auf 25:20 und später sogar auf 29:23 davon. Auch ein 4:0-Lauf zwischen der 50. und 53. Minute brachte keine entscheidende Wende. Das Spiel wurde beim Spielstand von 35:32 abgepfiffen.

„Eigentlich dachte ich, dass wir in der Winterpause den Schalter umgestellt hatten“, meinte Wallrath. „Mit einer Einstellung wie gegen BTB Aachen wären wir in der Lage, jede Mannschaft in der Liga zu schlagen. Das war heute ein echter Rückfall, den ich alleine der Mannschaft ankreiden muss.“