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Volleyball: Der Traum: Aufstiegsfeier mit Grillwurst

Volleyball : Der Traum: Aufstiegsfeier mit Grillwurst

Die Volleyballerinnen des VC Eintracht Geldern führen die Oberliga-Tabelle an. Vor den kommenden Spitzenspielen gegen die Verfolger aus Aachen und Bonn spricht der Trainer über Glücksfälle, Geschenke, Schützenhilfe und ein Luxusproblem.

Mal ehrlich! Hatten Sie damit gerechnet, dass ihre Mannschaft nach zwölf Spieltagen die Tabelle anführt und bislang erst eine Niederlage kassiert hat ?

Thomas cöhnen Ich wusste, dass wir eine sehr starke Mannschaft mit tollen Einzelspielerinnen haben. Nicht so sicher war ich, ob das Ganze auch als Team funktioniert. Es läuft so gut, da sich die Mädchen auf dem Feld und auch privat bestens verstehen. Das spiegelt sich auch in der Leistung wider. In der Liga sehe ich uns als Teil einer kleinen Spitzengruppe. Erster sind wir, weil andere Teams uns ein wenig Hilfestellung gegeben haben.

Nicole Gey aus Gelderns alter Regionalliga-Mannschaft und Leverkusens Erstliga-Akteurin Melanie Verheyen sind zum VCE zurückgekommen. Welche Bedeutung hat das für ihre Sechs?

cöhnen Beide sind wertvolle Verstärkungen für uns. Nach dem Rücktritt von Libera Julia Kanders hatte ich doch ein wenig Sorgen, ob wir diese Position adäquat ersetzt bekommen. Nicole Gey hat die Lücke problemlos ausgefüllt. Sie strahlt Ruhe aus, ordnet sehr souverän die Abwehr. Ein absoluter Glücksfall. Auch Melanie Verheyen ist ein Geschenk. Ich kann auf die Erfahrung einer Bundesliga-Spielerin mit Führungsqualitäten zurückgreifen. Das zeigt sich in den Spielen und im Training. Unsere jüngeren Spielerinnen orientieren sich an ihr.

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Leonie Schepers, Rebekka Nerger sowie Maren Herbe sind die hoffnungsvollen Talente. Welche Leistungssprünge sind bei diesem Trio festzustellen?

cöhnen Alle haben sich hervorragend entwickelt. Leonie ist schon länger im Team. In der Annahme sowie im Block und im Angriff ist sie eine absolute Stütze. Im Wechsel mit Laura Kanders ist unsere Diagonalposition jetzt top besetzt. Erst seit Saisonbeginn sind Rebekka und Maren dabei. Beide haben etwas Zeit gebraucht, um sich an das höhere Spieltempo zu gewöhnen. Zum Rückrundenstart sind beide nun echte Alternativen auf ihren Positionen. In Zukunft werden uns die Drei noch viel Freude bereiten!

Jede Position ihres Kader ist doppelt besetzt sei. Es wurde viel rotiert. Kam es deshalb zu Spannungen?

cöhnen Das ist für die Spielerinnen sicher nicht einfach. Manchmal sind es auch Bauchentscheidungen, wer spielt. Das kann man schwer erklären. Zu echten Spannungen ist es deshalb noch nicht gekommen. Es besteht gesunde Konkurrenz. Alle wollen spielen. Da bleibt es nicht aus, dass Spielerinnen enttäuscht sind, wenn sie nicht so viel Einsatzzeit bekommen. Das ist das Luxusproblem eines so ausgeglichenen Kaders.

Jetzt stehen die Spitzenspiele gegen die beiden direkten Verfolger Aachen und Bonn und anschließend das Duell mit Leverkusen auf dem Programm. Wie stehen die Chancen der Eintracht in diesen Spielen, in denen wahrscheinlich eine Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft fällt?

cöhnen Wie in vielen Spielen fifty-fifty. Vieles hängt von den Trainingseinheiten ab. Den Ausschlag gibt wahrscheinlich die mentale Einstellung. Entscheidend ist, wer im Kopf frischer ist und den Sieg mehr will.

Hand aufs Herz! - Ist der VCE nach diesen Partien noch Spitzenreiter?

Cöhnen Wenn wir weiterhin im Training konzentriert bei der Sache sind und den nächsten Entwicklungsschritt machen, hat es jeder Gegner gegen uns schwer. Aber Volleyball ist ein Sport mit so vielen Variablen, dass eine exakte Prognose kaum möglich ist. Erst recht nicht über einen längeren Zeitraum.

Könnte sich ihr Team ähnlich wie die Vorjahres-Aufsteiger Köln und Werth auch in der Regionalliga behaupten?

cöhnen Solche Gedanken beschäftigen mich im Moment nicht. Wir konzentrieren uns auf die Oberliga. Die Regionalliga ist erst ein Thema, wenn wir sie erreicht haben.

Wo sehen Sie sich als Trainer und ihr Team am Saisonende?

cöhnen Na, ich hoffe auf eine gelungene Feier mit Grillwurst und vielen gut gelaunten Gesichtern. Zu längerfristigen Dingen will ich mich noch nicht festlegen. Erst steht mal unser Topspiel gegen Aachen an. Danach ist klarer, wo es hingeht.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE FRITZ HOLTMANN

(RP)