Fußball: Der steinige Weg aus dem Tabellenkeller

Fußball : Der steinige Weg aus dem Tabellenkeller

Die Blau-Weißen haben sich noch nicht von den fünf Niederlagen zum Saisonstart erholt. Vor der Winterpause präsentierte sich die Mannschaft um Trainer Marc Kersjes zwar stark verbessert, steckt aber nach wie vor mitten im Abstiegskampf.

Als der FC Aldekerk im Sommer 2016 die Rückkehr in die Bezirksliga perfekt machte, sorgte er in der neuen Umgebung in der Saison 2016/17 schon ein wenig für Furore. Die Blau-Weißen spielten eine glänzende Saison und landeten schließlich auf dem vierten Tabellenplatz. Dies sollte eigentlich eine gute Voraussetzung für das zweite Spieljahr in der Bezirksliga sein - doch es kam ganz anders. "Uns war schon bewusst, dass es nach der neuen Gruppeneinteilung in dieser Saison für uns schwieriger werden würde. Die Gruppe ist doch wesentlich stärker und ausgeglichener", meint Trainer Marc Kersjes.

Hinzu kommt, dass der Aufstiegsschwung und die Euphorie des ersten Bezirksligajahres schon ein wenig verflogen sind. Dass dann allerdings der Saisonstart mit fünf Niederlagen völlig daneben ging, damit hatte man im Aldekerker Lager dann aber auch nicht gerechnet. "Ein Grund dafür war sicher auch, dass uns gerade zu Saisonbeginn im offensiven Bereich einige wichtige Spieler gefehlt haben", erklärt Kersjes.

Erst am sechsten Spieltag konnte die Negativserie im Heimspiel gegen den SV Budberg gestoppt werden, aber es war eine schwere Geburt. Zweimal lag der FCA in dieser Begegnung zurück, zeigte aber Moral, fand immer wieder zurück ins Spiel und siegte am Ende mit 4:3-Toren. Den Schwung des ersten Saisonsieges nahmen die Aldekerer auch gleich mit zum Lokalderby nach Sevelen, wo sie beim 2:0-Sieg die nächsten drei Punkte auf der Habenseite verbuchen konnten. Trotz dieser beiden Erfolge blieb der Weg aus dem Tabellenkeller zunächst steinig. Denn aus den folgenden fünf Begegnungen holte das Team von Trainer Kersjes nur magere zwei Punkte. In drei Heimspielen gegen VfL Tönisberg (0:1), Fichte Lintfort (2:5) und den TSV Wachtendonk-Wankum (0:3) ging die Mannschaft leer aus. In den Kellerduellen beim SV Walbeck (2:2) und Dauerschlusslicht MSV Moers (1:1) reichte es jeweils nur zu einem Remis. Zu wenig, um sich entscheidend im Abstiegskampf von den Konkurrenten absetzen zu können.

Erst der 13. Spieltag brachte eine Wende mit dem 3:1-Heimsieg gegen die SGE Bedburg/Hau. Damit leiteten die Aldekerker die Wende ein und blieben fünf Spiele in Folge ungeschlagen, neun wichtige Punkte gegen den Abstieg waren die Ausbeute. Die wetterbedingte Absage des Rückrundenstarts gegen die Sportfreunde aus Broekhuysen, die den Saisonauftakt mit 3:1-Toren für sich entschieden hatten, stoppte dann aber zunächst den Lauf der Aldekerker. "Da hätten wir gerne gespielt, zumal die Broekhuysener in direkter Konkurrenz im Abstiegskampf zu uns stehen und wir eine gute Chance hatten, weiter Boden gut zu machen", sagt Kersjes.

Dann meinte es auch das letzte Spiel im alten Jahr nicht gut mit den Aldekerkern. Beim heimstarken GSV Moers führte der FCA in einem guten Spiel kurz vor der Pause mit 2:1. Dann streikte allerdings die Flutlichtanlage - die Begegnung musste abgebrochen werden. Kersjes: "Das Flutlicht hatte schon in den Tagen zuvor nicht richtig funktioniert. Es bleibt für mich unverständlich, dass wir nicht auf einem anderen Platz auf der großen Moerser Sportanlage gespielt haben."

Somit musste seine Mannschaft auf Platz 15 überwintern, der am Saisonende Überstunden in der Relegation bedeutet. Am kommenden Samstag wird das Derby gegen die Sportfreunde aus Broekhuysen nachgeholt - der FCA möchte sich nach Möglichkeit mit einem Sieg auf einen Nichtabstiegsplatz verbessern. Marc Kersjes: "Entscheidend wird sein, ob wir an die guten Leistungen anknüpfen können, die wir vor der Winterpause gezeigt haben."

(ksch)
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