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Motorsport: Der Motocross-Abenteurer aus Geldern

Motorsport : Der Motocross-Abenteurer aus Geldern

Jan Hoormann hat seine Feuertaufe im Seniorenbereich bestanden. Der 20-jährige Motocross-Quadfahrer erreichte bei der Deutschen Meisterschaft in der nationalen Wertung den achten Platz. Wertvolle Tipps gibt's von Vater Ralf.

Jan Hoormann, Motocross-Quadfahrer aus Geldern, hat das Abenteuer Deutsche Meisterschaft heil und recht erfolgreich überstanden. "Ich habe interessante Erfahrungen gesammelt. Der Leistungsunterschied zwischen der DM und den Nachwuchs-Rennserien, die ich in den Jahren zuvor gefahren hatte, ist schon sehr hoch. In einigen Läufen war ich noch etwas nervös und verkrampft. Ansonsten wäre eventuell noch eine bessere Platzierung herausgesprungen", sagte Hoormann.

Der 20-Jährige, der für den Motorclub Kamp-Lintfort startet, darf mit seiner Premiere bei den nationalen Titelkämpfen sehr zufrieden sein. In den acht Wertungsläufen der Quad-DM, die auf Rennstrecken in der gesamten Republik ausgetragen wurden, sammelte der junge Gelderner insgesamt 81 Punkte. Damit belegte Jan Hoormann in der Gesamtwertung des Wettbewerbs, an dem sich mehr als 40 Fahrer aus sieben Nationen beteiligt hatten, den 17. Platz. In der Wertung der deutschen Fahrer sprang sogar Rang acht für den 20-Jährigen heraus.

Bei allen Rennen wurde Jan Hoormann von seinem großen Vorbild begleitet: Vater Ralf hat in den vergangenen Jahrzehnten internationale Erfolge als Motocross-Fahrer gefeiert. Das Duo erlebte beim "Heimspiel" in Grevenbroich zunächst eine Enttäuschung. Mit seinem "E-ATV-Quad", das mit einem 450-Kubikzentimeter-Triebwerk ausgestattet ist, verpasste Jan Hoormann beim Auftaktrennen den Einzug in die Punkteränge. Doch beim Rennen in Wriezen nahe der Grenze zu Polen machte der Gelderner erstmals auf sich aufmerksam und erreichte Rang zwölf.

Auch in den folgenden Wettbewerben in Aufenau und Prisannewitz zeigte der Motorsportler keinen Respekt vor der starken Konkurrenz und sammelte weitere Punkte. Im Sommer folgte allerdings ein Rennen, das Vater und Sohn so schnell nicht vergessen dürften. Im schwäbischen Reutlingen erlitt Hoormann im Training einen schweren Sturz. Zwar zeigte sich der 20-Jährige von seiner kampfstarken Seite und biss auf die Zähne. Zweimal fuhr er noch in die Punkteränge - doch wegen der Folgen des Sturzes war an einen Start im sechsten Rennen in Tessin (Mecklenburg-Vorpommern) nicht zu denken.

Immerhin gab's in der Motocross-Quad-DM noch ein Happy-End für das eingeschworene Hoormann-Duo. Bei den letzten Läufen im norddeutschen Vellahn und in Gerstetten auf der Schwäbischen Alb zog Jan Hoormann noch einmal alle Register seines Könnens und machte mit starken Leistungen noch einige Plätze gut.

Für sein zweites Jahr im Seniorenbereich steckt sich der junge Gelderner bereits ehrgeizige Ziele. "Ich bringe ja jetzt schon etwas Erfahrung mit. 2015 werde ich erneut bei der Deutschen Meisterschaft an den Start gehen und möchte mich um den einen oder anderen Platz verbessern", kündigt Jan Hoormann an. Weitere Starts sind in den Wettbewerben um den ADAC-Motocross-Cup und den Hessen-Cup geplant.

(RP)