Fußball: Der "Kracher" steigt auf Kunstrasen

Fußball: Der "Kracher" steigt auf Kunstrasen

Fußball-Kreisliga A: Wenn die diensthabenden Wettermacher mitspielen, geht am Wochenende im Oberhaus des Kreisliga-Fußballs der erste komplette Spieltag nach der Winterpause über die Bühne. Start soll heute Abend in Appeldorn sein.

In der Fußball-Kreisliga A steht an diesem Wochenende der 19. Spieltag an. Zwar haben sich die Wetterverhältnisse gebessert. Dennoch bleibt fraglich, ob alle Partien ausgetragen werden können. Im Mittelpunkt des Interesses dürfte das Topspiel stehen, in dem Verfolger SV Rindern auf Tabellenführer Kevelaerer SV trifft.

Foto: Offern

Kevelaerer SV - SV Rindern (Kunstrasenplatz bei Scholten). "Dadurch, dass zuletzt zwei Spiele ausgefallen sind, ist vermutlich kein Team im Rhythmus", bedauert Joris Ernst, Trainer des SV Rindern. "Trotzdem überwiegt die Vorfreude, dass es endlich wieder losgeht. Wir sind alle heiß und wollen drei Punkte aus Kevelaer entführen, werden aber dennoch nicht mit offenem Visier auf unseren Gegner zulaufen." Sein Gegenüber, Ferhat Ökce vom KSV, schaut gelassen auf das Duell mit den "Zebras". "Für Rindern geht es um mehr. Wir geben die Tabellenführung ungern her und haben auch den Ehrgeiz, die Partie für uns zu entscheiden, verspüren aber keinen Druck."

Unabhängig von der Ausgangsposition beider Mannschaften sind sich die Trainer einig, dass man die Bedeutung der Partie nicht zu hoch ansetzen sollte. "Unsere Saison verläuft bisher richtig gut und daran wird sich auch am Sonntag nichts ändern", so KSV-Coach Ökce. Eine ähnliche Tonlage trifft Rinderns Trainer, der darauf verweist, dass das Spiel nicht über den Ausgang der Meisterschaft entscheide. "Im Kampf um den Aufstieg hätte der Gewinner jedoch eine bessere Position", sagt Ernst.

Beim Personal sieht's wie folgt aus: Während die Gäste aus Rindern auf Chima Martins Ukaegbu (Sperre) verzichten müssen, kehrt beim KSV dessen Torjäger Miroslav Sekela in den Kader zurück.

Concordia Goch - Union Wetten. Die Gastgeber belegen mit 14 Punkten Platz zwölf, die Gäste rangieren mit derzeit zwölf Zählern auf dem ersten Abstiegsplatz. "Wir wollen auf jeden Fall den Abstand auf Wetten halten. Wenn in einer solchen Partie am Ende mehr für uns herum kommt, ist das gut. Aber wir werden den Sieg nicht um jeden Preis erzwingen wollen", beschreibt Trainer Stephan Gregor die Gocher Ausgangsposition. "Das ist für uns ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir wollen Revanche für die Hinspielniederlage nehmen und an den Gochern vorbeiziehen", kündigt Wettens Trainer Marcel Lemmen an.

SGE Bedburg-Hau II - Alemannia Pfalzdorf. Nur zwei Punkte trennen derzeit die beiden Kontrahenten. Der Aufsteiger aus Bedburg-Hau konnte bisher 22 Punkte erreichen, der Absteiger aus Pfalzdorf 24. "Das ist nach der langen Pause natürlich direkt ein ,Hammer'-Gegner. Wir werden unser Bestmögliches geben müssen, um zu punkten", sagt SGE-Spielertrainer Dominic Weber, der wie im Hinspiel eine hitzige und kampfbetonte Partie erwartet. Alemannen-Coach Thomas Erkens rechnet damit, dass "nach der Winterpause Willen und Kampf die wichtigsten Tugenden sein werden". Pfalzdorfs Coach erwartet eine enge Partie, in der die Gäste auf einige Akteure studienbedingt verzichten werden müssen.

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Viktoria Winnekendonk - SV Hönnepel-Niedermörmter II. "Trotz unserer durchwachsenen Vorbereitung wollen wir gegen Hönnepel drei Punkte zu Hause behalten", betont Sven Kleuskens, Coach der Winnekendonker. Ihm ist in diesem Kontext bewusst, dass sein Team ordentlich was drauf packen muss, um in der A-Liga zu bestehen. Gerd Wirtz, Trainer des Tabellenschlusslichtes, bedauert, dass man sich im Winter nicht personell verstärken konnte. "Ohne die nötige Unterstützung stelle ich mir den Klassenerhalt sehr schwierig vor. Gegen Winnekendonk werden wir versuchen, möglichst lange die Null zu halten und zu hoffen, dass vorne etwas Positives passiert."

TSV Weeze - SV Straelen II. Beim Aufeinandertreffen des Tabellendritten aus Weeze und dem Zehntplatzierten aus Straelen erwartet TSV-Coach Marcel Zalewski eine andere Rollenverteilung als im Hinspiel, wo man Grün-Gelb mit 4:0 bezwingen konnte. "Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kampf und Wille entscheiden. Wir haben Respekt, aber keine Angst vor dem Gegner." Sein Gegenüber Dirk Otten bestätigt diese Ansicht. "Weeze hat eine junge, individuell starke Truppe. Wer mehr investiert, wird als Sieger vom Platz gehen. Obwohl ich im Vorfeld der Partie für einen Punkt unterschreiben würde, sehe ich mein Team durchaus in der Lage, gegen Weeze auch zu gewinnen."

Arminia Kapellen-Hamb - Grün-Weiß Vernum. Vom Papier her gesehen geht die Favoritenrolle beim Duell zwischen den Teams von Mario Kanopa und Sascha Heigl klar an die Arminia aus Kapellen-Hamb. Für Kanopa selbst stellt sich das Ganze etwas anders dar: "Der Tabellenplatz spiegelt nicht Vernums Qualität wider. Dass es nicht einfach wird, haben die vergangenen Spiele gezeigt. Dennoch sind wir froh, dass es nun losgeht und wollen natürlich als Sieger vom Platz gehen." Heigl auf der anderen Seite erinnert sich ebenfalls an vergangene Begegnungen: "Gegen Kapellen haben wir zumeist gut ausgesehen. Dennoch erwarte ich ein schwieriges Spiel, aus dem wir auf jeden Fall Zählbares mitnehmen wollen."

DJK Appeldorn - Blau-Weiss Auwel-Holt (heute, 20 Uhr). "Freundlicherweise haben die Gäste unserem Wunsch nach Verlegung zugestimmt. Für uns gilt es, die Hinrunde vergessen zu machen und Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Wir wissen, was wir falsch gemacht haben, und wollen das abstellen", erklärt Dieter Oldenburg, Appeldorns Trainer. Auwel-Holts Trainer Lars Allofs erklärt: "Wir nehmen das Spiel sehr ernst. Appeldorn wird seine Lehren aus dem Hinspiel gezogen haben. Leider fehlen bei uns einige Akteure, trotzdem wollen wir etwas mitnehmen."

DJK Labbeck/Uedemerbruch - BV Sturm Wissel (Samstag, 14 Uhr). Auch zu Beginn der Rückrunde ist Gastgeber Labbeck personell nicht auf Rosen gebettet. "Neben einigen Ausfällen ist der Einsatz bei anderen Spielern noch fraglich. Allerdings haben wir es bisher immer geschafft, die Ausfälle zu kompensieren. Und natürlich wollen wir auch gegen Wissel punkten", gibt sich Labbecks Trainer Matthias Treffler optimistisch. Mit Respekt reist der Gast aus Wissel an. "Die DJK ist eine Mannschaft, die nicht aufsteckt. Das wird eine sehr schwere Aufgabe für uns", analysiert Wissels Trainer Marco Schacht. Zumal auch ihm nicht alle Spieler des Kaders zur Verfügung stehen werden. "Wir wollen auf jeden Fall erreichen, dass sich unser Vorsprung auf die DJK nicht verringert", sagt Schacht.

Anpfiff: Wenn nicht anders gesagt, werden die Spiele am Sonntag um 15 Uhr ausgetragen.

(hen)
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