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Das Niederrheinliga-Abenteuer von Viktoria Winnekendonk kann beginnen

Viktoria Winnekendonk : Das Niederrheinliga-Abenteuer kann beginnen

Mit einem Ausswärtsspiel gegen Warbeyen starten die Aufsteigerinnen von Viktoria Winnekendonk in die neue Saison.

Der Refrain des Songs „Über sieben Brücken musst du gehn“ von Peter Maffay müsste eigentlich der Lieblingssong der Winnekendonker Damenmannschaft sein. Denn genau sieben Jahre benötigte das Team, das in der Saison 2013/14 ihren Spielbetrieb in der A-Kreisliga aufnahm, um – als heller Schein – den Aufstieg in die drei Klassen höhere Niederrheinliga zu schaffen.

Nach dreijähriger Zugehörigkeit zur Landesliga schaffte die Viktoria nach Platz sechs und drei in diesem Jahr den Aufstieg – und was für einen. „Dass es am Ende so klar war, damit haben wir nicht gerechnet“, ist Trainer Uli Berns heute immer noch ein wenig überrascht. Dem Torverhältnis von 106 zu 21 und 24 Punkten Vorsprung vor den Konkurrenten ist da nichts mehr hinzuzufügen. In der neuen Liga müssen sich die Winnekendonker allerdings an andere Zahlen gewöhnen und auch daran, mal wieder das eine oder andere Spiel zu verlieren. Vor allem nach einer Vorbereitung, die alles andere als glücklich verlief.

„Bedingt durch die Urlaubszeit war die Trainingsbeteiligung sehr gering, und so haben wir auch nur zwei Vorbereitungsspiele machen können“, meinte dazu der Viktoria- Coach. Seit der vergangenen Woche sieht es allerdings wieder besser aus. So wurde das Verbandspokalspiel bei Arminia Klosterhardt zuletzt mit 5:3-Toren gewonnen. „Ich habe da allerdings noch einige Baustellen gesehen, wir werden wohl erst einmal einige Meisterschaftsspiele bestreiten müssen, um unser Leistungsniveau zu erreichen“, ist sich Uli Berns sicher.

Um sich in der Niederrheinliga halten zu können, muss seine Mannschaft sicher das Level der vergangenen Landesligasaison erreichen. Ohne Frage haben die Spielerinnen in den vergangenen Jahren einen sportlichen Schub gemacht und sind auch mit ihren Aufgaben gewachsen. Die Niederrheinliga ist für alle Spielerinnen jedoch Neuland. In dieser Klasse hat noch keine Akteurin gespielt.

Was dem Team noch fehlt, ist eine Führungsspielerin, die, wenn es einmal nicht so rund läuft, das Heft in die Hand nimmt. Personell gibt es bei der Viktoria nur geringfügige Veränderungen. So hat Sarah Berns, die schon seit längerer Zeit verletzt ist, ihre Karriere beendet. Ebenso wie Mona Kanders, die viele Jahre eine Stütze der Mannschaft war. Hannah Cuppok steht aufgrund eines Auslandsjahres in der kommenden Saison nicht zur Verfügung. Der Stamm der Mannschaft ist also im Großen und Ganzen geblieben. Von anderen Vereinen kommen als Zugänge zwei Spielerinnen. Aus der U-17 Mädchenmannschaft stehen Trainer Berns weitere vier Spielerinnen zur Verfügung, die aber erst noch integriert werden müssen. Mit Peter Popp hat Uli Berns einen neuen Co-Trainer an seiner Seite. Der neue Mann hat schon einige Erfahrung im Frauenfußball, war viele Jahre beim SV Walbeck aktiv und trainierte zuletzt die U-15-Mannschaft des SSV Lüttingen. Ingo Venhoven bleibt weiter Torwarttrainer. Das Saisonziel der Winnekendonker überrascht nicht. Wie in der Regel jeder Aufsteiger möchte Wido erst einmal die Klasse halten. Gelingt es Mannschaft und Trainer schnell, wieder ins sportliche Fahrwasser der vorigen Saison zu fahren, dürfte dies auch realistisch sein. Am morgigen Sonntag beginnt dann auch das Abenteuer Niederrheinliga, und gleich mit einem Kreisderby beim VfR Warbeyen. Das hat es in sich, haben sich die Gastgeber doch gleich im zweiten Niederrheinligajahr kräftig verstärkt und direkt einmal verlauten lassen, dass man in diesem Jahr um den Aufstieg mitspielen will. Ein ambitioniertes Ziel und gleich mal eine Herausforderung für die Winnekendonkerinnen, gegen einen vermeintlichen Aufstiegskandidaten zu spielen. Das Spiel findet in Kleve in der Getec-Arena statt, der Anstoss ist bereits um 11 Uhr.