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Fußball: Das Lokalduell der Abstiegskandidaten

Fußball : Das Lokalduell der Abstiegskandidaten

Fußball-Bezirksliga: Den Sportfreunden Broekhuysen und dem SV Sevelen steht das Wasser im Abstiegskampf bis zum Hals. Heute kommt's zum direkten Vergleich der Kellerkinder. GSV Geldern sinnt gegen den GSV Moers auf Revanche.

Der GSV Geldern hat den GSV Moers zu Gast. Walbeck muss auf der Scherpenberger Asche antreten. Wachtendonk hat noch eine Rechnung mit Dilkrath offen.

Sportfreunde Broekhuysen - SV Sevelen (heute, 20 Uhr). Am vergangenen Sonntag verpassten die Sportfreunde die Gelegenheit, die Abstiegszone zu verlassen. Heute Abend bietet sich eine weitere Chance. Gewinnt Broekhuysen sein Heimspiel gegen den derzeit auf Platz 15 stehenden SV Sevelen, könnten die Sportfreunde nach 15 Spieltagen in Folge die Abstiegszone verlassen. Um das zu erreichen, muss die Elf von Spielertrainer Marc Kersjes die ärgerliche und unverdiente 0:1-Niederlage gegen Wachtendonk abhaken. "Wir müssen sehen, dass wir dieses unglückliche Spiel aus den Köpfen bekommen", sagt Kersjes.

Auch die Sevelener haben in den vergangenen Wochen so einiges abbekommen. Coach Stephan Lingen glaubt aber nach wie vor an sein Team. "Unser Vorteil ist, dass wir jetzt nur noch gegen Teams aus dem unteren Tabellenbereich spielen müssen. Die Partie gegen Broekhuysen gehört dazu. Wir müssen dringend punkten", fordert Lingen. "Ich glaube einfach nicht, dass wir noch absteigen." Besonders interessant dürfte die Partie auch werden, da beide Mannschaften sich höchstwahrscheinlich nicht hinten rein stellen und das Spiel somit offen und spannend gestalten werden.

GSV Geldern - GSV Moers (heute, 20 Uhr). Ein Prüfstein war die jüngste Partie gegen den TuS Xanten für die Gelderner nicht. Locker und leicht siegte die Elf von Trainer Peter Streutgens mit 4:1. Mit dem GSV Moers ist heute aber ein ganz anderes Kaliber zu Gast. Die Moerser rangieren momentan auf Rang fünf, eben jener Platzierung, die die Gelderner unbedingt noch erreichen wollen. Auch wenn Moers sich zuletzt gegen den Hülser SV, dem Team der Rückrunde, lange schwer tat, darf sich der Gastgeber noch lange nicht auf einen Spaziergang einstellen. "Wir werden auf jeden Fall gefordert. Moers ist in der Offensive und der Abwehr stark besetzt und gehörte meiner Meinung nach zu den stärksten Teams der Hinrunde", sagt Streutgens. Deutlich wurde das damals, als Geldern mit 0:5 sang- und klanglos unterging - somit steht die heutige Begegnung im Gelderland-Stadion auch im Zeichen einer geplanten Revanche.

DJK Dilkrath - TSV Wachtendonk-Wankum (heute, 20 Uhr). Nach dem glücklichen Dreier gegen Broekhuysen steht für TSV-Trainer Wilfried Steeger fest: "Das ist unser Klassenerhalt." Trotz der 18 Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone möchten seine Schützlinge weitere Taten folgen lassen. Heute ist die Steeger-Mannschaft bei der DJK Dilkrath zu Gast und wird wohl auf dem winzigen Kunstrasenplatz antreten müssen. Ein klarer Vorteil für die Gastgeber, die in der Vergangenheit schon so manchen Gegner vom Plätzchen gefegt haben. Steegers Devise ist dennoch eindeutig: "Wir haben gegen Dilkrath noch etwas gutzumachen." Der Coach spielt auf die 1:3-Heimniederlage aus dem Hinspiel an. Handicap: Einige TSV-Spieler müssen aus beruflichen Gründen passen.

SV Scherpenberg - SV Walbeck (heute, 20 Uhr). Die Mannschaft vom Bergsteg hat auch schon sportlich erfolgreichere Zeiten erlebt. Im neuen Jahr gewann der Aufsteiger nur eins von insgesamt acht Meisterschaftsspielen - am Ostermontag gelang ein 4:1 gegen den Tabellenzweiten ASV Süchteln. Am vergangenen Sonntag präsentierte sich der SV Walbeck einmal mehr viel zu harmlos und geriet bei der SGE Bedburg-Hau mit 0:5 unter die Räder. Vor allem die nötige Aggressivität im Zweikampfverhalten bemängelte Walbecks Coach Jan Schröers anschließend. Heute ist sein Team beim Tabellendritten SV Scherpenberg auf Asche gefordert. "Es bleibt alles beim Alten. Wir müssen punkten", fordert Schröers.

Auch der Gastgeber präsentierte sich zuletzt nicht gerade in Bestform und hatte mit 0:3 bei der Reserve des 1. FC Kleve das Nachsehen. "Scherpenberg hat den Aufstieg wohl schon abgeschrieben. Vielleicht ist bei denen schon ein bisschen die Luft raus", sagt Schröers. Bei den Gästen ist unter anderen der Einsatz von Sven Janssen fraglich, der in Bedburg-Hau angeschlagen ausgewechselt werden musste.

(RP)