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Das große Schweigen  nach dem Trainer-Rücktritt beim Kevelaerer SV

Fußball : Das große Schweigen nach dem Trainer-Rücktritt beim Kevelaerer SV

Kreisliga A: Der Vorstand des KSV und die beiden Übungsleiter, die hingeworfen haben, nennen keine Gründe für die Trennung. Die Suche nach einem Nachfolger hat begonnen.

Seit dem vergangenen Freitag steht der Kevelaerer SV, der nach vier Spieltagen in der Gruppe eins der Fußball-Kreisliga A mit sieben Punkten auf dem vierten Tabellenplatz rangiert, ohne Übungsleiter da. Der bisherige Coach Stefan Ettwig und sein Co-Trainer Stephan Gorthmanns stellten ihre Posten nach einem Gespräch mit dem Vorstand der Fußball-Abteilung zur Verfügung. Der Verein erteilte den Übungsleitern die sofortige Freigabe. Gründe für das überraschende Ende der Dienstzeit von Ettwig und Grothmanns nannte der Kevelaerer SV nicht.

„Interne Probleme werden wir nicht nach außen tragen. Der Vorstand wird intern entsprechend reagieren“, hieß es in einer Pressemitteilung, die Fußball-Obmann Jean Kamps verschickt hatte. Weiter schrieb Kamps: „Von den Trainern hatten wir uns viel erhofft. Wir hatten ein gutes Gefühl.“ Die beiden Nachfolger von Ferhat Ökce, der in der vergangenen Saison frühzeitig mitgeteilt hatte, nach vier Jahren als Trainer der ersten Mannschaft des KSV nicht mehr zur Verfügung zu stehen, sollten das Konzept „Jugend forscht“ des Vereins fortsetzen. Das neue Duo an der Linie sollte konsequent eigene Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft integrieren.

Stefan Ettwig war seit 2017 erst als B- und dann als A-Jugend-Trainer der Leistungsklassen-Mannschaft beim Kevelaerer SV aktiv. Er führte das Team zuletzt immerhin zweimal in die Qualifikationsspiele zur Niederrheinliga. Der beim SV Walbeck und dem TSV Weeze jahrelang in der Kreisliga A und Bezirksliga aktive Stephan Grothmanns stand ihm zur Seite. In der Vorbereitung sagte Sandro Scuderi, Sportlicher Leiter des KSV und am vergangenen Sonntag als Interimslösung auf der Trainerbank, noch: „Unser Ziel ist und bleibt es, den eigenen Talenten die Möglichkeit zu schaffen, auch im Seniorenbereich in Kevelaer zu spielen. Und da sehen wir beim neuen Trainergespann großes Potential.“

Warum dies nun nicht mehr so ist, ließ sich Scuderi auch in einem Telefonat nicht entlocken. „Ich möchte dieses Thema eigentlich abhaken. Wir werden nun intern die Verantwortung erst einmal auf mehrere Schultern verteilen und dann einen geeigneten Nachfolger suchen und präsentieren.“ Auch Stefan Ettwig wollte nicht in Details gehen. „Es wurde intern bereits genug besprochen. Wir Trainer haben jedoch gewisse Prinzipien, die wir nicht infrage stellen lassen. Deshalb haben wir uns zu der Entscheidung, die wir getroffen haben, entschlossen“, sagt Ettwig.