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Volleyball: Cöhnen: "Ab Platz drei ist alles Bonus"

Volleyball : Cöhnen: "Ab Platz drei ist alles Bonus"

Platz drei der Volleyball-Oberligatabelle, punktgleich mit der starken Konkurrenz des SV Werth/TuB Bocholt und lediglich zwei Punkte hinter Spitzenreiter Essen II. Dass es so gut laufen wird, hatte sich Thomas Cöhnen vor der Saison noch nicht einmal erhofft. "Klar weiß ich, was für ein Potenzial in meinem Team steckt", sagt der Trainer des VC Eintracht Geldern. "Aber wir sind Aufsteiger."

Das ließen sich die Mädchen von Anfang an nicht anmerken. Bereits im ersten Saisonspiel in Köln bekamen sie zu spüren, dass in der Oberliga ein anderer Wind weht. Doch es gelang ihnen einen Zwei-Sätze-Rückstand aufzuholen, und letztlich sogar die Begegnung zu drehen. "Das war direkt der Knackpunkt und hat den Mädchen viel Selbstvertrauen und Aufwind gegeben", sagt Cöhnen. So konnten sie bisher sieben Siege einzuheimsen — auch wenn nicht immer alle souverän heruntergespielt wurden.

"Der Mannschaft fehlt es noch an Konstanz", bemängelt Cöhnen jedoch. "Sie können ihre Leistung noch nicht über volle fünf Sätze halten. Manchmal gewinnen sie damit zwar noch glücklich, doch hin und wieder reicht es auch nicht. Aber sie sind auch noch sehr jung." Vor zwei Jahren machten die Geldernerinnen bereits Oberligaerfahrungen. Doch damals konnten sie die Klasse nicht halten. "Nun sind sie älter und erfahrener geworden", sagt Cöhnen.

Heute kann der Trainer auf ein starkes Team zugreifen, das komplett zusammengeblieben ist und durch die Valentin-Schwestern sowie Leonie Schepers ergänzt wurde. "Mit Lisa Harmsen haben wir eine sehr gute und konstante Hauptangreiferin, Johanna Gastens ist zudem eine starke Zuspielerin", lobt Cöhnen. Auch verfügt der Coach über eine gute Abwehr: "Julia Kanders und ihre Schwester Laura sind sehr solide", zählt er weiter auf. Die wohl größte Überraschung stellte für ihn Leonie Schepers dar. "Sie kam aus der zweiten Mannschaft, musste sich zunächst an das Tempo gewöhnen und spielt nun sehr stark. Sie hat einen großen Sprung in ihrer Entwicklung gemacht." Und der VCE-Coach betont, dass auch die Ersatzbank gut bestückt ist — etwa mit Hanna Stutzinger.

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Zudem ist das taktische Konzept des Trainers offenbar aufgegangen. "Ich habe den Libero von der Posi-tion sechs auf fünf platziert. Dadurch haben wir noch eine weitere Angriffsposition geschaffen", erläutert der Trainer. "Auch wenn es noch nicht ganz fruchtet — so etwas braucht seine Zeit — steht die Abwehr nun stabiler und unser Spiel ist offensiver ausgerichtet."

Mit dem Ergebnis ist Cöhnen "sehr, sehr zufrieden". Der Klassenerhalt ist offenbar gesichert, trotzdem wird der Coach nicht übermütig. "An einen Aufstieg ist nicht zu denken. Dafür ist Essen zu stark", sagt er über den Spitzenreiter. "Wir haben unser Zwischenziel erreicht, wollen aber weiterhin jedes Spiel gewinnen. Wenn wir am Ende der Saison Platz drei oder vier belegen, ist das eine super Leistung. Alles darüber hinaus wäre reiner Bonus."

(RP/ac)