Leichtathletik Beste Stimmung und ein Seriensieger

Weeze · Christoph Verhalen vom TuS Xanten schreibt seine Erfolgsgeschichte beim Crosslauf des TSV Weeze fort und gewinnt zum vierten Mal in Folge den Hauptlauf. Der Gastgeber knackt die angestrebte Marke von 200 Teilnehmern.

 Und da laufen sie wieder: Insgesamt 218 Teilnehmer machten sich bei eisigen Temperaturen auf den Weg.

Und da laufen sie wieder: Insgesamt 218 Teilnehmer machten sich bei eisigen Temperaturen auf den Weg.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Nahezu wolkenlos war der strahlend blaue Himmel über dem Weezer August-Janssen-Sportzentrum. Und obgleich die Sonne sich von ihrer besten Seite präsentierte, war die Szenerie beim achten Crosslauf des TSV Weeze in eine eisige Kälte gehüllt. „Letztes Jahr war es 20 Grad wärmer“, sagte Karl-Heinz Weyenberg. Der Leiter der Leichtathletik-Abteilung hatte sich mit einer dicken Jacke gewappnet. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die letzte Ausgabe des beliebten Laufevents erst spät im März des vergangenen Jahres über die Bühne ging.

Doch auch bei Temperaturen nahe des Gefrierpunktes geriet so manch einer der mehr als 200 Teilnehmer gehörig ins Schwitzen. Allen voran Christoph Verhalen, der der Konkurrenz beim Hauptlauf über 6600 Meter einmal mehr davon lief. Nach 22:56 Minuten überquerte der Athlet des TuS Xanten die Ziellinie. Schon in den Jahren 2019, 2020 und 2022 hatte er auf der längsten Distanz triumphiert. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Armin Gero Beus (SV Sonsbeck, 24:32) und Ralph Steegh (ATV Venray, 24:43). Bei den Frauen machte ebenfalls eine Xantenerin das Rennen. Anna-Lisa Dahlbeck erreichte in der Zeit von 26:11 Minuten das Ziel. Insgesamt 64 Teilnehmer gingen beim Hauptlauf an den Start.

Siegerfoto fürs Familienalbum: Henrik Martens (Goch), Fabian Kolevski (Uerdingen) und Tim Schröter (TSV Weeze, v.l.).

Siegerfoto fürs Familienalbum: Henrik Martens (Goch), Fabian Kolevski (Uerdingen) und Tim Schröter (TSV Weeze, v.l.).

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Dass es am Ende so viele Sportlerinnen und Sportler waren, die sich auf der Anlage des Turn- und Spielvereins eingefunden hatten, freut den Ausrichter. „Fast überall gehen die Teilnehmerzahlen zurück. Wir hingegen durften mehr Starter als in den vergangenen Jahren begrüßen. Mit Ablauf der Veranstaltung und Interesse der Besucher sind wir sehr zufrieden“, so Weyenberg.

In Sachen Teilnehmerzahlen gehe man erfreulicherweise ein bisschen gegen den Trend, pflichtete ihm Stefan Foreman bei. Der stellvertretende Abteilungsleiter moderiert das beliebte Event, das vor zwei Jahren wegen der Corona-Pandemie eine Zwangspause hatte einlegen müsen, bereits seit 2019. Dabei steht ihm Geschäftsführer Marc Hubert zur Seite. Auch in diesem Jahr bedachte das Moderatoren-Duo Jung und Alt beim Passieren ihres Pavillons reihenweise mit netten Kommentaren.

Am frühen Nachmittag gingen zunächst die jüngsten Läufer an den Start. Nach dem Bambini-Lauf über 400 Meter erhöhte sich die Distanz mit jeder Altersklasse. Besonders interessant für die Läufer der Altersklassen U14 bis U18: Ihre Ergebnisse fließen in die Wertung des „Nordrhein-Cross-Cups“ ein. In den kommenden Wochen stehen noch Volksläufe in Neukirchen-Hülchrath, Xanten und Sonsbeck auf dem Programm. Dort kann der Nachwuchs ebenfalls Punkte für die Gesamtwertung sammeln. „Die Sieger der Altersklassen werden dann vom Leichtathletikverband Nordrhein zu einem Lauflehrgang eingeladen“, sagte René Niersmann vom SV Sonsbeck, der an der Organisation dieses Wettbewerbs beteiligt ist. Neben einer schönen Strecke bescheinigte er dem TSV Weeze auch eine „gute Kuchentheke“.

Seriensieger Christoph Verhalen war unmittelbar vor der Ehrung ebenfalls voll des Lobes. Unter anderen dafür, dass die Organisatoren die Strecke einmal mehr so angepasst hatten, dass sie mit Spikes in Angriff genommen werden konnte. „Die Strecke war diesmal ein bisschen technischer und zuschauerfreundlicher. Auch das Wetter hat gepasst. Das ist hier immer eine sehr schöne Geschichte. Vom TSV Weeze ist man aber auch nichts anderes gewohnt“, so Verhalen, der nicht nur wegen seiner persönlichen Erfolgsbilanz Jahr für Jahr wiederkommt.