Handball: Bundesliga-Handball in der Vogteihalle

Handball : Bundesliga-Handball in der Vogteihalle

Am Samstag und Sonntag kämpfen jeweils ab 14 Uhr die besten Handball-Nachwuchsspielerinnen Deutschlands um Tore und Punkte.

In der Geschäftsstelle des TV Aldekerk schellte das Telefon in den vergangenen Tagen häufiger als sonst üblich. Grund dafür ist der heute und morgen anstehende Heimspieltag der weiblichen A-Jugend in der Bundesliga, der für den Verein mehr Vorbereitung bedeutete als sonst üblich.

Der Deutsche Handballbund (DHB) hat für die Jugendbundesliga umfangreiche Durchführungsbestimmungen herausgegeben, woran die beteiligten Vereine sich bis ins Detail halten müssen. So muss unter anderem der Hallenstandard dem der 3. Liga entsprechen, alle Spiele sind vom Heimverein aufzuzeichnen und allen Mannschaften zur Verfügung zu stellen. Auch Räumlichkeiten für eventuelle Dopingproben müssen vorgehalten werden.

Minuziös ist ein Ablaufplan für die Spiele zu erstellen. "Da auch mit hohem Besucheraufkommen zu rechnen ist, war organisatorisch einiges zu leisten", sagt Willi Nellessen, 2. Vorsitzender des ATV. "Vom Ordungsdienst in der Halle und auf dem Parkplatz bis zum Thekendienst. Aber jetzt ist alles angerichtet für den großen Jahresabschluss."

Der Verein ist gerüstet. In der Vorrundengruppe 7 kämpfen die Aldekerker heute und morgen jeweils ab 14 Uhr darum, sich vielleicht vorzeitig schon den Einzug in die Runde der besten 16 Teams Deutschlands zu sichern. Die Aldekerker Mannschaft um Trainer Jörg Hermes ist derzeit Zweiter der Vierergruppe und hat es selbst in der Hand, einen großen Schritt Richtung Achtelfinale zu tun.

Zum Auftakt heute Nachmittag wartet der bislang noch sieglose SV Grün-Weiß Schwerin, den man besiegen muss, um einen Fuß in der Tür zu behalten. Am Sonntag zur selben Uhrzeit steht der ATV dann dem Tabellenführer vom Buxtehuder SV gegenüber, der heute sein erstes Spiel gegen den Viertplatzierten Borussia Dortmund bestreitet. "Schwerin ist nicht zu unterschätzen und vor allem physisch sehr stark", sagt Aldekerks Trainer. "Buxtehude ist die Ausnahmemannschaft in der Gruppe und wird nur schwer zu besiegen sein. Aber wir spielen in eigener Halle und wollen vor heimischem Publikum wenigstens eine Begegnung gewinnen. Dann gibt es beim nächsten Spieltag in Dortmund ein echtes Endspiel für uns."

Beim Blick auf die Tabelle ergeben sich viele mögliche Rechenbeispiele, entschieden wird das Rennen um die beiden begehrten ersten Plätze tatsächlich wohl erst am letzten Spielwochenende, das am 1./2. Februar stattfindet. Fest steht aber jetzt schon, dass in der Vogteihalle heute und morgen Jugendhandball auf höchstem Niveau zu sehen sein wird. Nationalspielerinnen wie Jessica Jochims (ATV), Alicia Stolle (BVB) oder die erst 15-jährige Emily Bölk aus Buxtehude werden am Slousenweg aufspielen.

Die Fans aus Aldekerk sorgen wie schon im vergangenen Jahr beim Final Four in Ketsch für Stimmung, eine volle Halle bietet den passenden Rahmen. Karten gibt es ausschließlich an der Tageskasse, Erwachsene zahlen sechs Euro, Kinder und Jugendliche drei. Am Sonntag findet im Nachgang zudem noch das Oberligaspiel der Frauen gegen Tabellenführer Düsseldorf statt.

Auf den Verein und die Vogteihalle wartet somit am Wochenende ein volles Programm. Der Modus: Die 32 besten Teams Deutschlands spielen in acht Viergruppen im Modus "Jeder gegen jeden". Die beiden Gruppenersten qualifizieren sich für die Runde der letzten 16, die am 22./23. Februar ausgespielt wird. Die Viertelfinal-Begegnungen finden dann im März, das Turnier der letzten Vier am 26. und 27. April statt.

(cbl)