Fußball : Broekhuysen gibt den Startschuss

Fußball-Bezirksliga: Zwei Nachbarschaftsduelle und ein Kreisduell warten auf die Mannschaften aus dem Gelderland.

Im Blickpunkt des kommenden Spieltages stehen zwei Nachbarschaftsduelle. Bereits heute Abend (Anstoß: 20 Uhr) findet die Begegnung zwischen den Sportfreunden aus Broekhuysen und Viktoria Goch statt. Spielfrei hat der SV Sevelen.

Sportfreunde Broekhuysen - Viktoria Goch (heute, 20 Uhr). Drei Wochen sind seit dem letzten Meisterschaftsspiel für die Broekhuysener vergangen, zuletzt gab es eine 0:2-Niederlage beim GSV Geldern. Nun hofft man bei den Sportfreunden, schnell den Spielrhythmus wiederzufinden, um im Abstiegskampf Boden gut zu machen. Gegen den Gast aus Goch, der nach dem 4:1-Erfolg am vergangenen Sonntag gegen TSV Wachtendonk-Wankum aufhorchen ließ, ist das eine Herausforderung. "Goch ist mitunter schon eine Wundertüte, da weiß man nie, was heraus kommt", sagt Broekhuysens Trainer Sebastian Clarke. Für ihn ist es wichtig, sich möglichst früh ein Punktepolster gegen den Abstieg aufzubauen, am liebsten würde er damit heute Abend in der vorgezogenen Begegnung mit der Viktoria schon beginnen.

TSV Wachtendonk-Wankum - SV Walbeck (Sonntag, 15 Uhr). Als Wiedergutmachung auf die jüngste Niederlage des TSV Wa.-Wa. soll nun der abstiegsbedrohte SV Walbeck herhalten, der für eine Heimelf in Bestform sicher eine lösbare Aufgabe darstellen sollte. "Es wurde in dieser Woche sehr intensiv trainiert", sagt Interimscoach Guido Lohmann, der nach der überraschend hohen Niederlage in Goch auf eine Reaktion der Mannschaft setzt. Wichtig sei laut Lohmann, dass die Einstellung der Mannschaft gegen Walbeck stimmt. Die Gäste hätten sich liebend gerne eine andere Konstellation gewünscht, müssen aber mit den Gegebenheiten vorliebnehmen.

Und so bleibt den Verantwortlichen der Grün-Weißen auch nichts anderes übrig, trotz der prekären Tabellensituation gelassen an die nicht einfache Aufgabe in der Laerheide heranzugehen. Nach dem Rückzug des Winters lief der Trainingsbetrieb am Bergsteg wieder normal, und auch die Erkrankten sind weitestgehend wieder fit. "Natürlich ist der Gegner eine hohe Hausnummer, aber wir haben nichts zu verlieren", erklärt Walbecks Trainer Jens Jütten, der sich die Gocher Viktoria gerne zum Vorbild nehmen und dem vermeintlich großen TSV Wa.-Wa. ein Bein stellen möchte.

DJK Twisteden - GSV Geldern (Sonntag, 15 Uhr). Fußballerisch sind die Twistedener in diesem Jahr noch nicht richtig angekommen, vielleicht hat auch die Aufstiegseuphorie der Hinrunde etwas an Schwung verloren. Es wäre an der Zeit, den Schalter wieder umzulegen, droht ansonsten schnell die Bekanntschaft mit den Kellerkindern der Liga. Das jetzt anstehende Derby bietet den Schwarz-Weißen die richtige Gelegenheit, neues Feuer zu entfachen. Doch der GSV Geldern zeigte sich trotz einiger Umbrüche in der Winterpause erstaunlich stabil und blieb in diesem Jahr noch ohne Niederlage. GSV-Trainer Timo Pastoors kocht aber für die nächste Begegnung lieber auf Sparflamme, sicher auch angesichts der für Sonntag ausgedünnten Personaldecke. "Zuhause sind die Twistedener eine Macht, für uns hängen die Trauben hoch, und ich sehe uns nicht in der Favoritenrolle", so der Gelderner Coach. Das würde Twistedens Co-Trainer Reiner Winkels so nicht unterschreiben. "Wir haben momentan erkennbare Schwächen im defensiven Bereich, und vorne steht Torjäger Jan van de Meer häufig auf verlorenem Posten", erklärt Winkels, der von daher mehr Unterstützung für den Mittelstürmer seitens der Mannschaft fordert.

SV Budberg - FC Aldekerk (Sonntag, 15 Uhr). Das Pokalspiel gegen SV Rindern, das Aldekerk mit 4:0 gewann, dürfte zur Verarbeitung der jüngsten Heimniederlage gegen den 1. FC Kleve II beigetragen haben. "Das war die beste Therapie, die Niederlage mit einem Sieg zu verarbeiten", meinte dann auch FCA-Coach Marc Kersjes. Ihm ist bewusst, dass die kommende Aufgabe beim punktgleichen Tabellennachbarn SV Budberg seiner Mannschaft alles abverlangen wird. Zwar haben sich die Aldekerker aus den Niederungen der Tabelle befreit, doch das ist angesichts der punktenden Konkurrenz nur eine Momentaufnahme. Sollte der FCA in Budberg leer ausgehen, könnte das wieder anders aussehen. Daher heißt aus Sicht des FCA die Devise: nur nicht verlieren. "Wir müssen uns, wenn es gut läuft, mehr belohnen und in schwierigen Situationen bessere Lösungen finden", mahnt Kersjes an.

(ksch)