Bogenschützin Michelle Kroppen dreht Imagefilm mit Olympia-Fokus

Bogenschützin Michelle Kroppen : Imagefilm mit Olympia-Fokus

Ein Straelener Sponsor organiserte den Dreh für Bogenschützin Michelle Kroppen.

Ob die Straelenerin Michelle Kroppen an Olympia 2020 in Tokio teilnehmen wird, entscheidet sich erst Mitte des nächsten Jahres, nach einer Reihe weiterer Wettkämpfe. Bis dahin wird die Bogenschützin, die zur deutschen Frauen-Nationalmannschaft gehört, aber definitiv sportlich gesehen an ihre Grenzen gehen, um ihr großes Ziel zu erreichen.

Neben der sportlichen Leistungsfähigkeit bedarf es für Leistungssportler wie Michelle Kroppen jedoch vor allem auch mentaler Stärke. Diese war nun auch das zentrale Thema des Imagefilms über die Bogenschützin, den ihr Straelener Sponsor, die Steuerberatungsgesellschaft Dr. Müller, Hufschmidt, nun für sie organisiert hat. „Durch den Film soll gezeigt werden, wie viel Kraft und Anstrengung eine Vorbereitung auf Olympia erfordert“, sagt Kroppen. Am Dienstag fand der Dreh in einer alten Fabrikhalle in Kaldenkirchen statt. „Es hat alles super geklappt, und es war auch für Nicht-Bogenschützen eine interessante Erfahrung“, sagte Dominique Müller von der cleverführen GmbH, die den Film produziert, im Anschluss. In zwei bis drei Wochen soll der Film fertig sein.

Bis zum 2. September ist die Bogenschützin, die derzeit in Berlin ihre Ausbildung bei der Bundespolizei macht, noch zum Urlaub machen am Niederrhein. „Danach wird der Bogen auch wieder richtig in die Hand genommen, denn dann geht das Training wieder los“, sagt die Straelerin. In diesem Jahr stehen zwar erst einmal keine Turniere oder Wettkämpfe mehr an, dafür aber im Winter einige Trainingslager in Belek in der Türkei.

„Im April beginnen die Wettkämpfe wieder, dann stehen drei Weltcups auf dem Programm“, sagt Kroppen. Zudem findet vor Olympia noch die EM in der Türkei statt. „Und erst danach entscheidet sich, welche Bogenschützinnen mit zu Olympia dürfen“, sagt die Leistungssportlerin.

 Dass sie nun auch von der Straelener Steuerberatungsgesellschaft unterstützt wird, hilft ihr auf jeden Fall, um ihre Ausgaben zu decken. Denn Bogenschießen als Leistungssport zu betreiben, ist eine teure Angelegenheit.

„Knapp 2000 bis 2500 Euro kostet ein Bogen“, sagt Kroppen. Mindestens zwei davon braucht sie pro Saison. Hinzu kommen pro Saison fast 40 Pfeile, die jeweils 50 Euro kosten. Außerdem muss sie alle Fahrtkosten von Turnieren/Wettkämpfen in Deutschland selbst zahlen. Nur die internationalen Veranstaltungen werden vom Verband gefördert. „Deswegen freue ich ich mich, dass das Sponsoring in diesem Jahr an Fahrt aufgenommen hat“, sagt Kroppen. Ein Krefelder Autohaus unterstützt sie ebenfalls seit diesem Jahr. Zudem bekommt sie eine Förderung im unteren dreistelligen Bereich von der Sporthilfe. Preisgelder gibt es im Bogenschießen kaum. Mit einer Ausnahme: Olympia.

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