Bezirksliga: TSV Wa.-Wa. gastiert beim Schlusslicht

Fußball-Bezirksliga : Bezirksliga: Wa.-Wa. gastiert beim Schlusslicht

Der krisengeschüttelte SV Walbeck trifft auf den TSV Wachtendonk-Wankum. Beim Klassenprimus fällt Angreifer Cristian Voicu aus.

Ohne Frage ist die Bezirksliga auch in dieser Saison ähnlich ausgeglichen wie in den vergangenen Jahren. Das war in der neuen Gruppe zunächst einmal nicht so zu erwarten. Genau so wenig, dass nun zwei Gelderlandvereine momentan recht deutlich die beiden Spitzenplätze in der Tabelle belegen. Die Sportfreunde aus Broekhuysen müssen am Sonntag ihren zweiten Tabellenplatz gegen die Zweitvertretung des 1. FC Kleve verteidigen. Das dürfte sich schwieriger gestalten als die Aufgabe des Spitzenreiters vom TSV Wachtendonk-Wankum, der beim SV Walbeck antritt, der momentan schon etwas abgeschlagen am Tabellenende steht. Ein schweres Spiel auch für den SV Straelen beim Vierten VfL Tönisberg. Boden gut machen können am Sonntag die Teams vom FC Aldekerk und TSV Weeze, die in ihren Heimspielen jeweils gegen den GSV Moers und den SV Budberg antreten müssen. Die Begegnung DJK Twisteden gegen Borussia Veen wurde auf den kommenden Mittwoch, 23. August (Anstoß 19.30 Uhr), verlegt.

SV Walbeck – TSV Wachtendonk-Wankum (So. 15 Uhr). Das Tabellenschlusslicht SV Walbeck kann doch noch gewinnen. Zumindest im Kreispokalspiel am vergangenen Mittwoch besiegten die Spargeldöfler den SV Sevelen mit 5:2-Toren. Für das Selbstvertrauen war dieser Sieg gut, mit Blick auf das Spiel gegen den TSV Wachtendonk ist der Tabellenletzte in diesem Spiel der klare Underdog. In vielen Spielen war der SV Walbeck bisher mit dem Gegner auf Augenhöhe, hatte aber letztlich meistens das Nachsehen. Mit Blick auf die Begegnung mit dem Spitzenreiter ist Trainer Klaus Thijssen dagegen eher pessimistisch, wie der unlängst in einem RP-Interview meinte: „Außer gegen den TSV Wachtendonk-Wankum könnten wir gegen alle Gegner Punkte holen“. Dies soll allerdings nicht einer Kapitulation gleichkommen. „Dennoch wollen wir Sonntag selbstbewusst in die Begegnung gehen und versuchen, das Spiel möglichst lange offen zu halten“, meinte Klaus Thijssen, dem einige Stammkräfte fehlen. Bei den Gästen wird im Sturm Cristian Voicu fehlen, der in der letzten Begegnung gegen Aldekerk die Ampelkarte sah. Das dürfte TSV-Coach Frank Goldau verkraften, Alternativen sind da. Bisher hat sein Team erst zwei Punkte liegen gelassen, ausgerechnet im Spiel gegen den damaligen Tabellenletzten GSV Moers. Das soll sich nun in Walbeck nicht wiederholen, da ist seine Mannschaft sensibilisiert. „Für uns ist jedes Spiel wichtig, unser Anspruch muss es bei allem Respekt sein, auch in Walbeck die Punkte mitzunehmen“, meinte Trainer Frank Goldau.

Sportfreunde Broekhuysen – 1. FC Kleve II (So. 15 Uhr). Die Heimbilanz der Broekhuysener ist nach fünf Siegen in Folge makellos. Diese Bilanz sorgt auch dafür, dass das Team derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Hinzu kommt, dass die Sportfreunde in den letzten beiden Spielen jeweils noch einen Pausenrückstand in einen Sieg umwandelten. Das gibt Selbstvertrauen und so ist Spielertrainer Sebastian Clarke dann auch verhalten optimistisch: „Wir wissen um die Stärke der Gäste aus Kleve, hoffen aber, dass wir unseren Heimnimbus wahren können“, sagt der Übungsleiter.

FC Aldekerk – GSV Moers (So. 15 Uhr). Mit der knappen Niederlage in Wachtendonk können die Aldekerker leben, wichtig ist es nun, im Spiel gegen die Moerser wieder vorzulegen und die Tabellenposition im Mittelfeld zu festigen. Der GSV Moers ist nach einer kurzen Hochphase wieder zurück auf den Boden der Tatsachen und weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz. Kein Grund allerdings für FCA-Trainer Marc Kersjes den Gegner zu überschätzen. „Die Moerser haben sicher mehr Qualität als derzeit Punkte auf der Habenseite. Wir müssen versuchen, über 90 Minuten kompakt zu stehen und möglichst in Führung zu gehen“, so der Trainer.

TSV Weeze – SV Budberg (So. 15 Uhr). Beim SV Budberg gab es den ersten Trainerwechsel in der Liga, Tim Wilke, kein Unbekannter in Budberg, gibt am Sonntag in Weeze erstmals an der Seitenlinie den Ton an. So ein Trainerwechsel kann natürlich einen Schub für die Mannschaft bedeuten. „Dann will sich jeder zeigen, das kann den Gegner stark machen“, weiß TSV Coach Marcel Zalewski. Die Teams sind Tabellennachbarn, wollen sich beide mit einem Erfolg verbessern. Da dürfte auch die Tagesform eine Rolle bei Sieg oder Niederlage spielen.

VfL Tönisberg – SV Straelen II (So. 17 Uhr). Am Sonntag wird in Tönisberg offiziell der nagelneue Kunstrasenplatz eingeweiht, da wollen die Hausherren sicher gleich mal mit einem Sieg starten. Ob die Gäste das verhindern können, bleibt noch abzuwarten. Nach dem Spiel in Kleve war Übungsleiter Marcel Blaschkowitz nicht zufrieden mit der Leistung seiner Balltreter: „Da steckt viel mehr Potenzial in der Mannschaft, ich erwarte Sonntag eine Reaktion meiner Spieler.“

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