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Bezirksliga: Die RP-Rückschau auf die Hinrunde 2019

Fußball-Bezirksliga : Bezirksliga: Wa.-Wa. Top, Walbeck Flop

In der Bezirksliga ist winterliche Ruhe eingekehrt. Für unsere Redaktion die passende Gelegenheit, Resümee der Hinrunde zu ziehen. Der TSV Wa.-Wa. ist der Konkurrenz enteilt, Aldekerk überrascht. Düster sieht´s in Walbeck aus.

Es gibt ein Gefühl, das teilen aktuell alle Fußballlehrer: Endlich Winterpause! Jetzt heißt es zurücklehnen, Akku aufladen und ein Resümee ziehen. Dieses fällt bei den Vereinen und Trainer dann doch sehr unterschiedlich aus. Das sagt schon ein Blick auf die Tabelle, die eingerahmt ist von zwei Gelderlandvereinen. Ganz oben thront der TSV Wachtendonk-Wankum, nach 19 Meisterschaftsspielen noch ohne Niederlage und bei zwei Remis mit satten 17 Punkten vor der Konkurrenz liegend. Diese Bilanz mutet meisterlich an. Wer zweifelt da noch, dass das Team von Trainer Frank Goldau auch nach dem Ende der Serie ganz oben stehen wird? Der Rückblick scheint für Trainer Marcel Blaschkowitz dahingegen weniger rosig. Er war bis kurz vor Saisonstart noch Trainer des TSV Wa./Wa., ehe sich der Vorstand für Frank Goldau als Übungsleiter für die neue Saison entschied.

Eine neue Beschäftigung als Trainer fand Blaschkowitz beim Aufsteiger der Straelener Zweitvertretung. Eine ungleich schwierigere Aufgabe, die Blasckowitz ans Ende der Tabelle führte. Den SV Straelen sollte man aber auf keinen Fall abschreiben. Gewinnt die erste Mannschaft weiterhin so sicher und ist deren Aufstieg in trockenen Tüchern, dann wird dort sicherlich der Kader gemischt. Gut möglich also, dass an den letzten fünf Spieltagen einige Spieler der Oberliga-Erstvertretung bei den Partien der „Zweiten“ mitwirken werden. Zusätzlich sind noch einige Neuzugänge in der Winterpause geplant.

Angesichts der Dominanz der Wachtendonker und eine damit vorprogrammierte Langeweile im Meisterschaftskampf ist es ein Glücksfall, dass der zweite Tabellenplatz im Rahmen einer Relegationsrunde noch zum Aufstieg in die Landesliga berechtigt. Da liegen aktuell zwei Mannschaften aus dem Gelderland gut im Rennen. Die Sportfreunde aus Broekhuysen spielten lange eine starke Hinrunde, ehe in den letzten Spielen der Motor stotterte und das Aufgebot um Spielertrainer Sebastian Clarke auf Platz drei abrutschte. Allerdings haben die Broekhuysener noch ein Nachholspiel gegen den SV Straelen II zu bestreiten und könnten da im Falle eines Sieges den Tönisbergern den zweiten Platz streitig machen.

Überraschend stark präsentiert sich der FC Aldekerk in dieser Serie. Nachdem die Mannschaft von Trainer Marc Kersjes zum Ende der Hinserie eine beeindruckende Serie hingelegte, hat sie sich mit 33 Punkten und dem fünften Tabellenplatz in die Verfolgerposition um Platz zwei der Tabelle eingereiht. Dann kommt schon das breite Mittelfeld der Liga, wo je nach Tagesform jeder jeden schlagen kann. Aufsteiger TSV Weeze spielte in der neuen Klasse bisher ordentlich mit und ist im Mittelfeld der Tabelle gut aufgehoben. Dies auch vor dem Hintergrund von drei Nachholspielen, in denen die Mannschaft von Trainer Mark Zalewski noch an Boden gut machen kann.

Etwas enger ist es da schon für die DJK Twisteden. Nur vier Punkte Abstand zu den Abstiegsplätzen lassen vermuten, das auf Übungsleiter Stefan Dösselmann im kommenden Jahr noch einiges an Arbeit zukommen wird, auch wenn die Leistungskurve seines Teams in den letzten Spielen wieder nach oben zeigte. Es fehlen noch die Jungs vom Walbecker Bergsteg, die eine lange Zeit abgeschlagen Schlusslicht der Bezirksliga waren. Doch zum Finale des Jahres sendete der SV Walbeck endlich wieder Lebenszeichen, legte eine kleine Serie hin und konnte beim Derbysieg Anfang Dezember am Walbecker Bergsteg die rote Laterne an den SV Straelen weitergeben. Es ist ein Hoffnungsschimmer für das neue Spieljahr, mehr nicht. Walbecks neuer Trainer Klaus Thijssen wird mit seinem Team noch einige bange Kellerduelle überstehen müssen.

Zu den Enttäuschungen in der Bezirksliga-Gruppe vier gehören sicherlich die Moerser Vereine, vorneweg die Grafschafter aus Moers. Nach deren Abstieg aus der Landesliga ließ der Start in die Bezirksliga zunächst auch nichts Gutes erahnen. Inzwischen ist das Punktepolster deutlich komfortabler, doch von den Plätzen an der Sonne ist man beim GSV noch weit entfernt. Der FC Moers-Meerfeld ist ganz sicher auch noch weit von seinen Ansprüchen entfernt, die Mannschaft lässt CoachThomas Geist viel öfter im Stich, als er das akzeptieren würde. Mit Walbeck und Straelen sowie dem SV Schafheim werden sich die Meerfelder um den Klassenerhalt streiten müssen.

Etwas überraschend steht der SV Budberg auf dem drittletzten Tabellenrang. Nach drei Auftaktsiegen in Folge und neun Punkten vermuteten wohl nicht wenige, deren Reise ginge woanders hin. Dass der Aufsteiger aus Borussia Veen es auf Anhieb in die Beletage der Liga schaffen würde, das hatten wohl die wenigsten Experten auf dem Zettel. Auch der VfL Tönisberg ist bemerkenswert gut unterwegs, hat sich zwischenzeitlich auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben. Die Zweitvertretungen vom SV Sonsbeck und dem 1. FC Kleve werden dagegen noch kräftig punkten müssen, um nicht in den Tabellenkeller abzurutschen. Die Zweitvertretung des VfB Homberg hat sich nach anfänglichen Problemen auf Platz sieben in der Tabelle vorgeschoben, Viktoria Goch und VfL Repelen liegen ebenfalls gut im Rennen.