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Bezirksliga-Abstiegskandidaten packen den Rechenschieber aus

Fußball-Bezirksliga : Das Abstiegsfinale am letzten Spieltag

Vor der Abschlussrunde befinden sich noch sechs Mannschaften im Schwebezustand zwischen Hoffen und Bangen. Nur der SV Walbeck ist bereits abgestiegen. Die Konstellation ist ein Genuss für Statistik-Liebhaber.

Der letzte Spieltag in der Bezirksliga-Gruppe 5 ist ganz nach dem Geschmack aller Fußballfreunde, die den Nervenkitzel lieben. Aus dem Kreis von sechs Kandidaten werden am Sonntag ab 15 Uhr drei Absteiger ermittelt. Bislang hat es lediglich Schlusslicht SV Walbeck definitiv schon erwischt. Die besten Chancen auf den Klassenerhalt besitzt der 1. FC Kleve II, ein kleines Fußball-Wunder benötigt der Uedemer SV – doch hoffen dürfen und zittern müssen alle Beteiligten. Ein wichtiger Regel-Hinweis: Bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich. Erst wenn dieser ein Unentschieden ergibt, entscheidet das Torverhältnis. So sieht die Konstellation für die Wackelkandidaten aus:

1. FC Kleve II (Platz 9, 31 Punkte, 39:48-Tore, Heimspiel gegen den SV Budberg). Die Reserve vom Bresserberg hat zweifelsohne die besten Karten auf den Klassenerhalt. Zumal Trainer Lukas Nakielski in seinem letzten Einsatz für die Rot-Blauen sicherlich erneut auf den einen oder anderen Akteur aus dem Oberliga-Kader zurückgreifen kann. Gegen den Tabellenvierten aus Rheinberg reicht dem Gastgeber in jedem Fall ein Unentschieden zur Rettung. Auf Abstiegsplatz 12 könnte der FC Kleve II dann nicht mehr abrutschen, weil die Mannschaft im direkten Vergleich mit dem TSV Weeze die Nase vorn hat. Aber im Falle einer Niederlage könnte es tatsächlich noch ein böses Erwachen geben. Nämlich dann, wenn die Klever Verfolger SV Schwafheim und VfL Repelen ihre Spiele gewinnen und die Partie Borussia Veen gegen TSV Weeze einen Sieger findet. Sogar die Borussia kann den FC Kleve II noch überholen, weil sie beide Spiele gegen die Rot-Blauen jeweils mit 4:1 gewonnen hat.

 Dem 1. FC Kleve II – hier Christian Emmers (r.) – reicht zum Abschluss ein Unentschieden, um auf der sicheren Seite zu sein.
Dem 1. FC Kleve II – hier Christian Emmers (r.) – reicht zum Abschluss ein Unentschieden, um auf der sicheren Seite zu sein. Foto: Markus van Offern (mvo)
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VfL Repelen (Platz 10, 30 Punkte, 36:47-Tore, Heimspiel gegen den TuS Xanten). Der Club aus Moers steht im Spiel gegen den Tabellendritten ganz gewaltig unter Zugzwang. Denn es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass schon ein Unentschieden den Abstieg bedeutet. Dieser Fall tritt dann ein, wenn die Verfolger SV Schwafheim und TSV Weeze ihre Spiele gewinnen, Im Falle einer Niederlage reicht den genannten Teams sogar bereits ein Unentschieden, um den Verein für Leibesübungen noch zu überholen.

SV Schwafheim (Platz 11, 30 Punkte, 32:42-Tore, Auswärtsspiel beim SV Rindern). Auch für den zweiten Moerser Club aus dem gefährdeten Sextett ist die Lage äußerst brisant. Ein Unentschieden bedeutet den Abstieg, wenn Lokalrivale VfL Repelen, der im direkten Vergleich die Nase vorn hat, nicht verliert und der TSV Weeze sein Gastspiel bei Borussia Veen gewinnt. Im Falle einer Niederlage ist der Traditionsclub, der einst zu den Dauergästen in der Landesliga zählte, darauf angewiesen, dass die Partie in Veen Unentschieden endet und der Vorletzte Uedemer SV nicht beim Tabellenzweiten Viktoria Goch gewinnt. Allerdings hat der SV Schwafheim eine vergleichsweise lösbare Aufgabe vor der Brust. Der Tabellenfünfte SV Rindern ist personell arg gebeutet. Viele Spieler haben sich gerade erst von einer Corona-Infektion erholt – die Rinderner 0:3-Niederlage am Mittwoch in Uedem spricht Bände.

TSV Weeze (Platz 12, 29 Punkte, 30:50-Tore, Auswärtsspiel bei Borussia Veen). Die Mannschaft um Trainer Marcel Kempkes ist bei einem Unentschieden dann gerettet, wenn der VfL Repelen verliert und der Uedemer SV bei Viktoria Goch nicht gewinnt – so einfach ist das. Bei einer Niederlage steigen die Blau-Gelben ab – noch einfacher. Im Falle eines Auswärtssieges erwischt es den TSV auch dann, wenn die beiden Moerser Clubs ebenfalls gewinnen und der FC Kleve II gegen Budberg einen Punkt holt. Ein Weezer Abstieg hätte zur Folge, dass höchstwahrscheinlich zeitgleich die eigene Reserve in die B-Liga runter muss. Das ist nämlich dann der Fall, wenn sich drei Teams aus dem Kreis Kleve-Geldern in die Kreisliga A verabschieden.

Borussia Veen (Platz 13, 28 Punkte, 43:77-Tore, Heimspiel gegen den TSV Weeze). Die Borussia darf nur bei einem Sieg noch auf den Klassenerhalt hoffen. Und ist dann darauf angewiesen, dass aus dem Trio 1. FC Kleve II, SV Schwafheim und VfL Repelen wenigstens eine Mannschaft ihr Spiel verliert.

Uedemer SV (Platz 14, 27 Punkte, 54:64-Tore, Auswärtsspiel bei Viktoria Goch). Kommen wir zu der Mannschaft mit der Mini-Chance. Grundvoraussetzung ist ein Sieg beim Tabellenzweiten Viktoria Goch. Gar nicht so unwahrscheinlich, wenn sich das Team aus der Nachbarstadt auf Sommerfußball beschränken sollte. Dann muss die Partie in Veen Unentschieden enden, weil der USV im direkten Vergleich mit dem TSV Weeze vorn liegt. Falls dann auch noch entweder der VfL Repelen oder der SV Schwafheim verlieren sollten, dürfte die Mannschaft um Trainer Martin Würzler tatsächlich noch auf den Last-Minute-Klassenerhalt anstoßen.