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Fußball: Aufstiegsrennen ist ein packender Krimi

Fußball : Aufstiegsrennen ist ein packender Krimi

Fußball-Kreisliga A Kleve-Geldern: Hinter Spitzenreiter SV Walbeck, der sich mit 3:0 bei Viktoria Goch II behauptete, folgen vier Verfolger punktgleich auf den Plätzen zwei bis fünf. DJK Twisteden gewinnt Derby gegen den KSV mit 2:0.

In der Kreisliga A steigt die Spannung im Aufstiegsrennen. Hinter dem Sptzenreiter SV Walbeck folgt nun ein Quartett punktgleich auf den Rängen zwei bis fünf. Auch Concordia Goch, das seine Bezirksliga-Hoffnungen eigentlich schon begraben hatte, liegt nur einen Zähler hinter dem Aufstiegsrang zwei.

DJK Twisteden - Kevelaerer SV 2:0 (1:0). Der Derysieg über den KSV vor rund 200 Zuschauern war bereits der fünfte Sieg der DJK in Folge. "Unsere Leistung war heute eher durchschnittlich, hat aber zu einem Sieg gereicht", freute sich Twistedens Spielertrainer Andreas Raadts. "Bei uns ist kein richtiges Derby-Gefühl aufgekommen. Der immer schlechter werdende Platz, dazu unsere Personalnot - das alles erlaubte kein gutes Spiel", erklärte Raadts. Mit Toren von Peter van Bühren und Jan van de Meer ging die DJK doch als Sieger vom Platz. Kevelaers Trainer Dieter Ehm: "Wir waren nicht so abgezockt wie Twisteden, ein Tor hätten wir verdient gehabt."

Grün-Weiß Vernum - SV Donsbrüggen 3:1 (1:0). Nach zuvor drei sieglosen Spielen meldete sich Vernum zurück. "Dabei hatte ich wegen unserer Personalnot eher nicht damit gerechnet", gab Trainer Sascha Heigl zu. Zwei A-Jugendlichen hatte er im Laufe der Partie eine Chance gegeben. "Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit haben wir endlich mal nicht nachgelassen und daher verdient gewonnen", sagte Heigl. Nach der 1:3-Niederlage sagte Frank Bleisteiner: "Wir sind regelrecht eingebrochen. Das war eine Negativ-Dynamik, die einfach nicht sein darf. Wir haben Vernum die Bälle in die Füße gespielt. Darüber werden wir noch reden müssen."

Viktoria Goch II - SV Walbeck 0:3 (0:2). Nach der 0:3-Niederlage am Mittwochabend beim TSV Weeze gelang den Walbeckern nun wieder ein Sieg. Mit fünf Zählern Vorsprung bleibt die Mannschaft von Trainer Andreas Holla weiterhin Spitzenreiter der Kreisliga A. Phillip Pasch erzielte zwei Tore zum 2:0-Halbzeitstand. "Das waren Treffer, die man wegen Abseits nicht unbedingt geben muss", meinte Gochs Trainer Kato Sürün. "Aber wir hätten uns früher oder später sowieso die Gegentore gefangen. Walbeck hat verdient gewonnen, auch wenn deren Leistung nicht überragend gewesen ist."

SV Rindern - GSV Geldern 1:3 (1:0). Die Negativserie bei den Rindernern hält an, der GSV Geldern bleibt im Aufstiegsrennen. Obwohl die "Zebras" den besseren Start erwischten und die erste Hälfte dominierten, führten sie nur mit 1:0 zur Pause. Gleich nach Wiederbeginn verhalf eine Unebenheit des Platzes den Gästen nach einem Fernschuss zum Ausgleich. Mit dem schnell nachgelegten 2:1 gewannen die GSV-Kicker weiter an Sicherheit, hatten mehr Ballbesitz und drückten die Gastgeber ständig zurück. "Geldern kam richtig in Fahrt. Da war für uns nichts mehr zu machen", fasste Rinderns Trainer Christian Roeskens zusammen. GSV-Coach Peter Streutgens hatte einen verdienten Sieg seiner Mannschaft gesehen: "Nach der Pause sind wir gut in die Abläufe reingekommen und haben viel Druck ausgeübt."

Siegfried Materborn - DJK Appeldorn 0:3 (0:1). "Wir machen die Fehler, dafür aber die Tore nicht. Daher haben wir wieder einmal verloren", meinte Materborns Trainer Ottmar Döllekes nach der 21. Niederlage im 23. Spiel, das die Siegfriedler ausgeglichen gestalten konnten. Die größeren Torchancen lagen sogar auf Seiten der Schwarz-Gelben. "Drei Punkte, abhaken und weiter geht es", war denn auch Appeldorns Spielertrainer Jens Hoffmann mit der spielerischen Darstellung seiner Mannen eher unzufrieden. Auch die frühe Führung brachte keine Sicherheit ins Spiel der Gäste, die sich bei ihrem Keeper Oliver Gatz bedanken konnten, dass hinten die Null stand.

Concordia Goch - FC Aldekerk 2:1 (1:1). Uneinig waren sich die Trainer in der Bewertung des Spiels. Während Gochs Spielertrainer Stephan Gregor ein "Unentschieden-Spiel" gesehen hatte, das seine Mannen mit Glück für sich entscheiden konnten, war es für Aldekerks Peter Orlowski "ein gebrauchter Tag". "Das war eine bescheidene Leistung von uns. Die cleverere Mannschaft hat verdient gewonnen. Das reicht so nicht, um oben mitzuspielen", zeigte sich der Aldekerker Coach nach dem Schlusspfiff enttäuscht. Die Führung der Gäste aus der 32. Minute konnten die Gocher nur drei Minuten später ausgleichen. Danach ging es hin und her. Es war zwar kein offener Schlagabtausch, aber versteckt hat sich keines der beiden Teams. Kurz vor Schluss bescherte André Küppers den Gochern den Dreier, mit dem sie den Anschluss an die Spitzengruppe herstellen konnten.

(buer)