Handball: ATV-Handballerinnen sehen sich weiterhin gut aufgestellt

Handball : ATV-Handballerinnen sehen sich weiterhin gut aufgestellt

Die Mannschaft von Trainer Carsten Hilsemer beendete die Saison 2013/14 auf einem erfreulichen dritten Tabellenplatz.

Vor Beginn der Oberligaspielzeit hatte Aldekerks Frauentrainer Carsten Hilsemer die angepeilten Saisonziele klar definiert. Jetzt, kurz nach Saisonende und mit ein bisschen zeitlichem Abstand, sieht sein Fazit angesichts des erreichten dritten Ranges positiv aus. "Wir haben, an der Zielvorgabe gemessen, sehr nahe am Optimum gespielt", sagt er. "Wir haben lange um die Meisterschaft mitgespielt und so die Chance gewahrt, beim Aufstieg noch ein Wort mitreden zu können." Mit der Fortuna aus Düsseldorf sieht er den verdienten Niederrheinmeister gefunden, der jetzt mit dem Vertreter aus dem Mittelrhein um den Aufstieg in die dritte Liga spielt. "Die Fortunen waren einfach das beständigste Team und standen am Ende zurecht oben."

Viel mehr zählt für ihn und Frauenwart Nils Waltereit die Entwicklung der Mannschaft, die in den zurückliegenden Monaten wieder einen großen Schritt nach vorn gemacht hat. "Man darf nicht vergessen, dass wir in der vergangenen Saison noch fast abgestiegen wären", sagt Waltereit mit Blick auf Platz 13 in der Vorsaison. "Der dritte Platz jetzt ist ein Schritt in die richtige Richtung", wobei er der Meinung ist, dass das erste Saisonspiel bei Treudeutsch Lank bereits richtungsweisend gewesen war. "Wenn wir da gewonnen hätten, wären wir vielleicht fortan mit einem größeren Selbstvertrauen aufgetreten und wären noch länger oben dran gewesen."

Verletzungen, da sind sich Waltereit und Hilsemer einig, warfen das Team zwischendurch immer wieder ein Stückchen zurück. "Susann Close hat so gut wie gar nicht spielen können, Nicki Hölters nahezu kein Spiel beschwerdefrei mitgemacht", blickt Hilsemer auf ein nicht so erfreuliches Kapitel während der Saison zurück. Naomi Akeredolu fiel die komplette Saison aus, kleine Verletzungen sorgten im Team immer wieder für Rückschläge. Doch der Kader war in diesem Jahr breit genug aufgestellt, um die Verletzungsausfälle ordentlich kompensieren zu können.

Mit Wolf, Bönners, Giesler oder Bergmayer stehen mittlerweile erfahrene Spielerinnen für den Aldekerker Viertligisten auf der Platte, die so leicht nichts aus der Bahn wirft. "Insgesamt sind wir mit dem Saisonverlauf zufrieden", betont Waltereit, der in Gesprächen mit Trainer Hilsemer den weiteren Weg bereits abgesteckt hat und das obere Tabellendrittel fest im Visier hat. "Aus der eigenen A-Jugend werden wir fünf Spielerinnen zum Oberligakader nehmen. Diese Spielerinnen verfügen über das Potential, das Team weiter nach vorn zu bringen", erläutert Waltereit. Angelina und Fabienne Huppers sowie Pia Kühn sollen die Variabilität im Rückraum erhöhen, Pia Rütten stellt am Kreis die ideale Ergänzung zu Lara Bönners dar und ist zudem sehr deckungsstark. Tugce Cengiz ist dafür vorgesehen, die studienbedingt abwandernde Susann Close zu ersetzen und wird das Torwartduo komplettieren.

"Die Mannschaft hat eine gute Meisterschaftsrunde gespielt, ist insgesamt auf einem guten Weg, und wir werden in der kommenden Spielzeit versuchen, ganz oben mitzuspielen", sagt Waltereit, und sein Wort hat beim TV Aldekerk durchaus Gewicht.

(cbl)