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Fußball: Attraktiver Fußball mit defensiven Tugenden

Fußball : Attraktiver Fußball mit defensiven Tugenden

Der SC Auwel-Holt ist zurück im Kreisliga-Oberhaus. Der neue Trainer Lars Allofs hat sich mit seiner Mannschaft einiges vorgenommen.

auwel-holt Endlich hat der Sportclub es geschafft. Nach dem Abstieg im Jahr 2013 und zuletzt zwei undankbaren zweiten Plätzen ist den Blau-Weißen jetzt der Wiederaufstieg ins Kreisliga-Oberhaus gelungen. Hochverdient, wenn man den Worten von Lars Allofs Glauben schenken darf. Und der muss es wissen - schließlich stand der 38-Jährige in der vergangenen Saison noch beim TSV Nieukerk an der Seitenlinie und konnte Auwel-Holt immerhin eine von nur zwei Saisonniederlagen beibringen. Grund genug für den Vorstand des SC Auwel-Holt, den Inhaber der DFB-Elite-Lizenz in den Straelener Ortsteil zu lotsen. "Ich hatte einfach Lust auf eine neue Herausforderung", begründet Allofs seinen Wechsel nach beinahe 20 Jahren bei "seinem" TSV, bei dem er sowohl als Spieler als auch als Junioren- und Seniorentrainer fungiert hatte.

Ganz allein wechselt der neue Linienchef, der auch "Ali" genannt wird, allerdings nicht in den Straelener Norden. Torwart Christian Holzappel verlässt den TSV Nieukerk ebenso wie René Lehmann, der neben dem bereits etablierten Timo Ingenlath als Co-Trainer fungieren wird, Richtung Auwel-Holt. Außerdem stoßen gleich mehrere Neuzugänge aus nächster Nähe hinzu. Aus der zweiten Mannschaft des SV Straelen schließen sich Jonas Hombach, Steffen Peters sowie Robin und Julian Schmidt an. Sven Verhaagh kehrt nach einem einjährigen Intermezzo von den Sportfreunden Broekhuysen zurück und ließ in den bisherigen Testspielen bereits durchblicken, dass er nichts verlernt hat. "Zudem haben wir keinen 'richtigen' Abgang zu verzeichnen", freut sich Allofs, dass der Aufstiegskader zusammenbleibt. Zwar pausiert der eine oder andere Akteur oder spielt fortan in der zweiten Mannschaft, ein Leistungsträger ist darunter aber nicht.

Allzu viel Mühe, die wenigen Neuen zu integrieren, wird Lars Allofs also nicht haben und kann sich daher auf das Wesentliche konzentrieren: Die Arbeit gegen den Ball. Denn bei aller Qualität, die der Sportclub im Offensivbereich mitbringt - das Sturm-Duo Ingenlath und Verhaagh dürfte auch in der Kreisliga A einige Gegner das Fürchten lehren - soll die Defensivarbeit nicht vernachlässigt werden. "Da hatten wir im einen oder anderen Testspiel unsere Probleme", so Allofs, der seinen Mannen das zu dem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung aber auch zugesteht - ein neuer Trainer benötigt schließlich auch Zeit, bis seine Vorgaben umgesetzt werden können. Umso schöner für "Ali", dass nach den anfänglichen Niederlagen gegen Geldern, Rheurdt und Walbeck bereits ein Aufwärtstrend erkennbar war. Denn danach gab es beispielsweise einen eindrucksvollen 4:1-Sieg gegen den langjährigen Bezirksligisten aus Sevelen. "Da war die Arbeit gegen den Ball herausragend, wir haben Sevelen fast keine Torchance ermöglicht", sah Allofs erste Früchte der gemeinsamen Arbeit. Eine Zusammenarbeit, die dem Übungsleiter in Auwel-Holt leicht gemacht wird. "Ich bin sehr zufrieden. Der Trainingseifer und das Engagement aller Spieler sind top."

Beste Voraussetzungen also, um mit der als ballsicher und technisch stark geltenden Truppe erfolgreichen Fußball zu spielen. Ziel ist zunächst einmal, mit dem Abstieg so schnell wie möglich nichts zu tun zu haben. "Dazu wollen wir uns aber auch spielerisch weiterentwickeln", betont "Ali". Das Umschaltspiel nach vorne soll verbessert werden, zudem will Holt auf unterschiedlich auftretende Gegner eingestellt sein und variabel agieren können - für Allofs ein Muss in der ausgeglichenen Kreisliga A.

Denn ebenso wie seine Trainerkollegen erwartet er eine hohe Leistungsdichte, mit einigen wenigen Favoriten auf den Meistertitel. "Weeze und Rindern werden ganz oben mitmischen", verkündet Allofs wenig überraschend, hat aber als Geheimfavoriten auch den Mit-Aufsteiger Kevelaerer SV auf dem Zettel.

(n-h)